Anschläge Angriff auf London
Schwere Explosionen haben das Zentrum der britischen Hauptstadt erschüttert. Hunderte Menschen wurden verletzt, viele getötet. Das Verkehrsnetz der Millionenmetropole brach zusammen
Einen Tag nach den Bombenanschlägen auf drei U-Bahnen und einen Linienbus in London sucht die britische Polizei intensiv nach den Tätern. Der britische Außenministers Jack Straw sagte, die Anschlagsserie, bei der mindestens 38 Menschen getötet und mehr
als 700 Menschen verletzt wurden
, trage die Handschrift des Terrornetzwerks al-Qaida. Auch Premierminister Tony Blair hatte islamistische Extremisten für die Bluttat verantwortlich gemacht.
Die Echtheit eines am Donnerstag im Internet veröffentlichten Bekennerschreibens, in dem eine bis dato unbekannte Gruppe aus dem al-Qaida-Netzwerk die Verantwortung für die Anschläge übernommen hatte, wird von den Sicherheitsbehörden weiter angezweifelt.
Waren Selbstmordattentäter am Werk?
Unklar bleibt auch noch, ob die Anschläge von Selbstmordattentätern verübt wurden. In der britischen Presse wurde am Freitag ein Zeuge zitiert, der in dem Doppeldecker-Bus kurz vor der Explosion einen nervös wirkenden Mann gesehen hatte.
Bei der Suche nach den Tätern arbeitet London mit den Geheim- und Sicherheitsdiensten der USA, Frankreichs, Spaniens und Deutschlands zusammen, berichtete Innenminister Charles Clarke.
Die britische Hauptstadt war am Donnerstag von einer Reihe verheerender Bombenanschläge erschüttert worden.
Die Polizei ging zunächst von
sieben Explosionen aus, das britische Innenministerium bestätigte schließlich vier
Anschläge. Die Zwischenfälle ereigneten sich in einem Bus und in drei U-Bahnhöfen; offenbar traf es
Liverpool Street, Kings Cross und Edgware Road
.
Der Sprecher
hatte an alle Londoner
und an Besucher
, vorerst keine privaten und öffentlichen
Verkehrsmittel zu benutzen, um den Rettungskräften freie Wege zu lassen. Am Freitag rief die Polizei nochmals alle Londoner auf, nicht zur Arbeit in die Innenstadt zu kommen, um ein Verkehrschaos zu vermeiden. Der gesamte öffentliche Verkehr war am Donnerstag für viele Stunden zusammengebrochen.
- Datum 07.07.2005 - 14:00 Uhr
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- Quelle (c) ZEIT.de, dpa 7.7.2005
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