USA Riesig für Gott

Eine der größten Kirchen Amerikas sieht aus wie ein modernes Einkaufszentrum. Hier ist der Mensch nicht Sünder, sondern Kunde. Geboten werden Seelenheil, Sport, Kinderbetreuung – und ein konservatives Weltbild. Ein Gottesdienstbesuch in der Southeast Christian Church in Louisville, Kentucky

Es ist früh am Tag, die Uhr zeigt 9.16, der Schrittzähler an Terry Gehrkes Hosenbund 324. Es fehlen noch 9.676 Schritte bis zum Soll von 10.000. Das entspricht den fünf Meilen, die ein Mensch täglich zu Fuß gehen muss, wenn er unter Terry Gehrkes Anleitung schlanker werden will. »Christen sollten fitter sein als Nichtgläubige. Sind sie aber nicht«, sagt sie, holt sich ein Glas Wasser in ihr Büro, was sich zu 14 weiteren Schritten addiert, blickt freundlich tadelnd auf den Cappuccino der Reporterin und ruft auf ihrem Palm-Pilot die Kalorientabelle auf. »200 – es sei denn, Sie haben Magermilch genommen.« Es ist Vollmilch. Sie seufzt. »In biblischen Zeiten war das einfacher.«

Im alten Jerusalem gab es keine Doppelwhopper, keine Trinkeimer voller Cola, keine nationale Krankheit namens Übergewicht, die Terry Gehrke jetzt bekämpft – mit Pedometer, Ernährungstipps und einem anspornenden you can do it- Lächeln, bei dem man unwillkürlich den Vorsatz zur Morgengymnastik fasst.

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Ohne Gott schafft der Mensch nichts Wahres, glaubt Terry Gehrke, auch keine Diät. Also verordnet sie ihren Klienten Ballaststoffe, Vitamine und das zweite Buch Samuel 22, 33–34: »Gott stärkt mich mit Kraft und weist mir den rechten Weg. Er macht meine Füße gleich den Hirschen…« Auf dass sie fünf Meilen pro Tag zurücklegen. »Das Problem ist«, sagt sie, »dass es heute kaum noch Bürgersteige gibt. Wo sollen die Leute laufen?«

Polizisten bewachen die Kollekte von 800.000 Dollar jeden Sonntag

Jedenfalls nicht hier in den Vororten von Louisville, Kentucky, wo links und rechts des Interstate Highway 64 die Neonschilder von McDonald’s, Kentucky Fried Chicken und Burger King leuchten. Mittendrin befindet sich der Arbeitsplatz der Fitness-Trainerin Terry Gehrke: die Southeast Christian Church, eine Megakirche mit 25.000 Mitgliedern – und, wie ihre Kritiker behaupten, eine Bastion der christlichen Rechten. Gehrke hört so etwas nicht gern. Der Pastor auch nicht.

Das Phänomen Megakirchen erregte jahrelang keine besondere Aufmerksamkeit. Alles wird größer – warum nicht auch die Kirchen? Dann kam die Präsidentschaftswahl 2004. Die Demokraten um John Kerry mussten feststellen, dass ihr Gegner nicht nur hervorragend organisierte christliche Lobbygruppen auf seiner Seite hatte, sondern auch einen neuen Typus von Kirche: riesige Gotteshäuser mit Tausenden von Gläubigen, Radiosendern, Fernsehprogrammen, Verlagshäusern und Pastoren, die sich in einem »christlichen Kulturkampf« wähnten. Seither staunt Amerikas säkularer Teil der Öffentlichkeit über die christliche Parallelgesellschaft, die in den suburbs herangewachsen ist.

Auf den ersten Blick sind in der Southeast Christian Church keine Spuren des christlichen Kulturkampfs zu entdecken. Man ist sich anfangs nicht einmal sicher, in einer Kirche zu sein. Die Southeast Christian Church, kurz Southeast genannt, hat keinen Turm, kein Kirchenschiff, keinen Treppenaufgang mit mächtiger Tür, die den Gläubigen auf die gebotene Demut einstimmen würde. Stattdessen schimmern gläserne Türen hinter einer breiten Autoauffahrt. Weiß verputzter Beton, dunkel getönte Fensterfronten, drumherum Parkplätze, so weit das Auge reicht – wäre da nicht das dünne Kreuz auf dem Dach, könnte man das Gebäude für den Sitz eines Versicherungskonzerns halten.

Drinnen herrscht auch unter der Woche reger Betrieb. Der Umgangston ist weder eifernd noch andächtig, sondern von hartnäckiger Liebenswürdigkeit. Die ehrenamtlichen »Begrüßer« in der Lobby tragen Smiley-Plaketten am Revers, das Wörtchen wonderful hüpft von Zwiegespräch zu Zwiegespräch – und wer gerade nicht redet, liest im kircheneigenen Southeast Outlook entweder good news auf Englisch oder buenas nuevas auf Spanisch. »Wie Sie ja wissen, leben wir in der Endzeit«, sagt im Plauderton der Chef des hauseigenen Sicherheitsdienstes, denn auch dies ist eine gute Nachricht. Ron Aguiar ist ein ehemaliger Polizist, der vor 17 Jahren zu Jesus gefunden hat und sich jetzt auf dessen Rückkehr vorbereitet. »Der Kampf des Guten gegen das Böse spitzt sich zu, und wir jagen die Bösen.« Auch das klingt in der Southeast so nett wie eine Einladung zum Bridge-Abend.

In der Top-Ten-Liste der größten Kirchen Amerikas steht die Southeast Christian Church derzeit auf Rang sieben. Weil solch rasantes Wachstum immer unheimlich wirkt, betont die PR-Abteilung die bescheidenen Anfänge im Keller eines Privathauses, in dem sich die Gründungsmitglieder 1962 zum ersten Gebet trafen. Die Geschichte der Southeast Christian Church beginnt wie alle guten amerikanischen Geschichten mit einsamen Pionieren.

Heute nehmen an jedem Wochenende 20.000 Gläubige an einem der vier Gottesdienste teil. Die Kirche hat 9.100 Sitzplätze. Die Predigten der Pastoren Bob Russell und Dave Stone werden über 39 nationale und vier internationale Radiosender ausgestrahlt. Für die Gläubigen stehen 71.000 Quadratmeter, 4.800 Parkplätze und 403 Toiletten zur Verfügung. Die Kantine schenkt pro Stunde 5.000 Becher Kaffee aus. Die eigens konstruierte »Kommunion-Einschenk-Anlage« füllt in zwei Sekunden 40 Fingerhutbecher mit rotem Traubensaft. Zahlen sind in der Southeast Christian Church fast so wichtig wie das Neue Testament. Größer ist besser – größer muss besser sein. »Gott hat diese Kirche gesegnet«, sagen die Pastoren. Warum sonst wächst sie so ungebremst?

Die lokale Konkurrenz knirscht bei solchen Sätzen mit den Zähnen. Bei den alteingesessenen Konfessionen in Louisville – den Episkopalen, Katholiken, Presbyterianern oder Lutheranern – haben die Kirchen noch Türme, die Pastoren kennen jeden Gottesdienstbesucher beim Namen – aber sie müssen sich immer weniger merken. Ihre Gemeinden schrumpfen, viele werden aufgelöst, nicht nur in Kentucky. Die Mammutkirchen aber expandieren allerorten. Die Lakewood Church in Houston, mit 30.000 Mitgliedern Amerikas größte Einzelgemeinde, zog vor wenigen Wochen in das ehemalige Basketball-Stadion der Houston Rockets mit 16.000 Sitzen um.

Zur Liga der Megakirchen gehört jede Gemeinde, die in ihren Gottesdiensten über 2.000 Besucher zählt. Inzwischen sind das über 1.000 Kirchen in den USA. Riesen wie die Southeast Christian Church dürfen sich das Etikett »Giga« anheften. Würden sie an den 370.000 Gotteshäusern im Land gemessen, dann bildeten sie nur eine kleine Minderheit. Doch mit acht bis zwölf Millionen Gemeindemitgliedern sind die Mega- und Gigakirchen ein Machtfaktor.

Die meisten megachurches sind konfessionell ungebunden. Kein Bischof, keine Diözese kann ihnen Vorschriften machen. Fast alle sind evangelikal und konservativ. Ihre Gläubigen halten die Bibel für unfehlbar, die Evolutionslehre für fragwürdig bis falsch, Homosexualität für eine Sünde und Jesus für den Retter und Erlöser, mit dem man eine »persönliche Beziehung« unterhält. Missionieren ist ihnen oberstes Gebot. All das erklärt ihre politische Nähe zur Partei der Republikaner. Doch es erklärt nicht ihren sagenhaften Aufstieg.

»6.30 Uhr: Männer-Bibelgruppe in Raum AT 106. 7.00 Uhr: Jünger-Versammlung in Raum AT 109. 10.00 Uhr: Spirit Well im Aktivzentrum« – Letzteres ist Terry Gehrkes Fitnesskurs. »13.30 Uhr Adoptionen aus der Ukraine. 19.00 Uhr Bringing Up Boys« – ein Videoseminar für Eltern mit pubertierenden Söhnen.

Jeden Morgen flimmert auf Bildschirmen in der Southeast der Terminplan für Zellgruppen oder Minikirchen, wie sie im Hausjargon genannt werden. Montags um 19.30 Uhr treffen sich die Anonymen Alkoholiker. Donnerstags betet und therapiert die Selbsthilfegruppe »Depression«, daneben tagt die Gemeinschaft »Seelische Hilfe für Geschiedene«. Verlobte, die sich in der Southeast Christian Church trauen lassen wollen, durchlaufen 13 Wochen lang einen Ehevorbereitungskurs. Alleinstehende finden, nach Alter gestaffelt, Anschluss in einer Single-Gruppe. Wer sich zu Aktivismus berufen fühlt, protestiert mit den prayer warriors vor Abtreibungskliniken. Wer sich selbstständig machen will, geht ins Seminar für Unternehmensgründung. Wer arbeitslos geworden ist, geht montags um 19 Uhr zu Eileen Davis ins »Bewerbungstraining« – auch im weißen Wohlstandsgürtel rund um Louisville hat der Turbokapitalismus Spuren hinterlassen.

Im Fitness-Studio der Megakirche wird geschwitzt, aber nicht geflucht

»Schließen Sie Ihren Frieden damit, dass man Sie entlassen hat!«, ruft Eileen Davis, auf deren Visitenkarte »Professional Coach« steht. 15 Männer und vier Frauen, ausgestattet mit Namensschildern, Bibeln, Seminarordnern und Diät-Cola, nicken. Auf der Leinwand leuchten die Merkpunkte einer Power-Point-Präsentation. »Chefs«, sagt Eileen Davis, »mögen keine Interessenten, die frustriert oder bitter wirken.« In ihrem Ton schwingt eine berufsbedingte Ungeduld mit. In ihrem Seminar wird nicht therapiert, hier wird trainiert.

An dieser Stelle sieht das Curriculum den Ersten Brief des Petrus vor: »Ihr aber seid das auserwählte Geschlecht, die königliche Priesterschaft, das heilige Volk.« Jeder Teilnehmer muss jetzt fünf persönliche Stärken aufschreiben, die er beim nächsten Bewerbungsgespräch aufzählen soll.

»Ganz wichtig«, ruft Eileen Davis dazwischen, »nicht in Miniröcken oder Jeans erscheinen!« Und kein anmaßendes Auftreten an den Tag legen: »Fragen Sie bloß nicht gleich, ob die Firma Sozialleistungen bietet.« Auf der Leinwand leuchtet jetzt wie ein Mantra: »Selbstvertrauen, Selbstvertrauen, Selbstvertrauen.«

Das sagt sich so leicht. Gary, ein Schrank von einem Kerl, weiß nicht, was seine Stärken sind. Casey kann aufgrund einer Behinderung nicht Auto fahren, was ihn im suburbanen Amerika faktisch bewegungsunfähig und damit schwer vermittelbar macht. Matt gerät immer noch ins Stocken, wenn man ihn fragt, warum er seinen letzten Job bei einer Software-Firma verloren hat. Eileen Davis wittert Selbstmitleid. »Hat Ihre Firma Pleite gemacht? Pech. Ist Ihr Job nach Indien ausgelagert worden? Pech. So sind die Zeiten. Wer heute oben bleiben will, braucht eine hohe Toleranz für Wechsel und Unsicherheit« – und den Brief des Paulus an die Römer, 8, 31: »Ist Gott für uns, wer kann wider uns sein?«

Die Sitzung schließt mit einem Dankgebet für die Referentin. Dann stürzen sich Matt, Casey und die anderen auf die restlichen Doughnuts und die ausgedruckten Stellenanzeigen von www.christianjobs.com

»One-Stop-Worshipping« nennt man das Erfolgsrezept der Megakirchen in Anlehnung an das »One-Stop-Shopping«-Prinzip der Einkaufszentren. Suburbia ist eine Welt ohne Bürgersteige, Laufkundschaft und Straßenläden. Ist das Auto erst einmal geparkt, wollen die Bewohner alles an einem Ort kaufen können. Suburbia ist auch eine Welt ohne Kern, ohne öffentliche Plätze, ohne Stadtparks und Straßencafés. Dieses Vakuum kann die Shopping-Mall nicht füllen – auch nicht mit der mittlerweile obligatorischen Starbucks-Filiale.

Die Megakirche aber kann es. Ist das Auto erst einmal geparkt, finden die Bewohner Suburbias hier alles an einem Platz: den Gottesdienst, den Therapeuten, das Sportstudio, den Multimedia-Shop, die Job-Beratung, die Spendenbüchse für die Obdachlosen. Und einen sicheren Ort, an dem man die Kinder lassen kann.

Folglich ist die Ähnlichkeit der Southeast Christian Church mit einer Shopping-Mall kein Zufall. Rolltreppen, gläserne Aufzüge, weitläufige Lobby, Air-Condition – hier ist der Mensch nicht Sünder, sondern Kunde mit allen Sorgen und Wünschen des modernen Lebens.

Die Heilige Schrift, so unfehlbar sie sein mag, reicht als Angebot nicht aus. Sie wird kombiniert mit Regalen voller christlicher Selbsthilfebücher, die in sieben, acht oder zwölf Schritten den Weg zur perfekten Ehe, zur tieferen Beziehung mit Jesus oder zum wirtschaftlichen Erfolg aufzeigen. Dazu kommt ein üppiges Freizeit- und Unterhaltungsprogramm.

»Die Verirrten zu bekehren, die Erlösten zu ehren, den Bedürftigen zu dienen« lautet das Credo der Southeast Christian Church. Wer sich ihr verschreibt, hat Zugang zur kircheneigenen Basketballhalle, zu Fitness-Studio und Laufbahn, wo geschwitzt, aber nicht geflucht werden darf. Der kann auch seine Kinder auf dem Spielplatz über Noahs Arche und die Mauern Jerichos klettern lassen. Er kann im kircheneigenen Ferienclub Urlaub machen, christliche Rockkonzerte und Barbecues besuchen, kann an christlichen Angelausflügen und Golfturnieren teilnehmen.

»Jesus lebt in Disneyland«, spotten Kritiker der Megakirchen. »Die Religion ist auf die Massenkultur gestoßen«, sagt der amerikanische Sozialwissenschaftler Alan Wolfe. »Und die Massenkultur hat triumphiert.« Letzteres sieht man in der Southeast Christian Church natürlich anders.

Es ist Sonntagmorgen – Wallfahrtstag in Louisville. Minivans und Geländewagen stauen sich von der Autobahnabfahrt bis zum Kirchenparkplatz. Zubringerbusse karren Gläubige heran. Uniformierte Polizisten winken die Blechschlange immer wieder aus dem Stillstand ins Kriechtempo.

Im Inneren der Kirche herrscht die konzentrierte Hektik eines Theaters am Premierenabend. Die Frauen und Männer vom Begrüßungsteam sind in Schichten, Stockwerke und Aufgänge eingeteilt. Das Kommunionsteam hat für den ersten Gottesdienst 9.000 Saftschälchen und 9.000 Minikekse auf 225 blank geputzten Tabletts platziert. Diese werden auf die Minute genau von den rein männlichen Teams der ehrenamtlichen Saaldiener abgeholt. Putzkommandos inspizieren die Toiletten und leeren die Mülleimer. Die Küchenmannschaft hat Obst, Gebäck, Kaffeebecher und Softdrinks für 9.000 Leute aufgetürmt. Im Multimedia-Shop sind die Bestseller aufgestockt: Darwin auf der Anklagebank oder Wenn die Hormone verrückt spielen – Hilfe für Frauen über 40. Dazu CDs christlicher Rockstars wie Mercyme und Newsboys, lederne Bibeltaschen mit Handy-Etui, Kaugummi mit Zitaten aus dem Neuen Testament.

Wer jetzt nicht sein ehrenamtliches Pensum in einem der Teams ableistet, sinkt im Allerheiligsten in die Sitzreihen und wartet auf den Gottesdienst. Dass in diesem Fall das Reporterteam einer deutschen Zeitung zusieht, wird nicht als Störung durch die säkulare Presse empfunden, sondern als himmlisches Zeichen gesehen und mit einem gehauchten »Wonderful« oder einem kernigen »God bless you« quittiert. Die Bühne ist in rosa Licht getaucht. Einen Altar gibt es nicht, auch kein Kreuz, dafür ein türkis leuchtendes gläsernes Taufbecken von der Größe eines Swimmingpools. Auf Kommando der Regie werden gleich die neuen Kirchenmitglieder in weißen Gewändern ins Wasser steigen und über Mikrofon ihr Leben »Jesus, dem Retter und Erlöser«, hingeben. Die Musik-Band stimmt weiche Pop-Melodien an, die Strophen sind auf großen Videobildschirmen eingeblendet. »Jesus, you are holy, you are mighty, you are holy, you are mighty…« Megakirchen sind nicht der Ort für Bach-Oratorien.

Junior-Pastor Dave Stone – groß, blond, jungenhaftes Lächeln, lässig gekleidet in Khakihosen und Hemd – schlägt mit Anekdoten über seine mangelnde Kondition beim letzten Volkslauf den Bogen vom Kreuzzug gegen schlaffe Muskeln zum Kampf gegen das säkulare Amerika. »Ernährt euch gesund! Werdet fit, damit Gott euch länger für sein Werk benutzen kann. Wer gegen den Wind laufen muss, der entwickelt Rückgrat. Der weiß, wie man allein draußen in der säkularen Welt besteht, wie man den Spott aushält, weil man bis zur Ehe sexuell enthaltsam ist, weil man als Einziger bei Tisch betet.«

Wie schmerzhaft seine Zuhörer in den weichen Kinosesseln die Härte des christlichen Lebens spüren, sei dahingestellt. Stone jedenfalls gelingt es, in einem Raum von der Größe eines Sportstadions die Geborgenheit eines Kaminzimmers zu erzeugen. Das dankt die Gemeinde mit einem tiefen Griff in den Geldbeutel. Kurz vor Ende des Gottesdienstes stößt eine Phalanx uniformierter Polizisten die Saaltür auf und eskortiert einen Saaldiener mit der Kollekte zum Safe. Durchschnittlich 700.000 Dollar fließen jedes Wochenende in die Kassen der Southeast Christian Church. Wenn Geld der Maßstab für Erfolg ist und Erfolg ein himmlisches Zeichen, dann muss man allerdings glauben, dass Gott diese Kirche gesegnet hat.

Während Stone im Allerheiligsten predigt, beginnt im »Bildungsflügel« das Sonntagsprogramm für den Nachwuchs. Die Pressesprecherin der Southeast Christian Church gibt eine kurze Führung durch die Gruppenzimmer. »Wir haben Curricula für jede Altersgruppe.« Im »Pat the Bible«-Kurs nuckeln Kleinkinder zwischen sechs und 18 Monaten an Spielzeugtieren, während die Betreuerin im pädagogischen Singsang Erläuterungen gibt: »Gott hat diese Kuh geschaffen.« Die Kleinen brabbeln und quietschen. Es folgen Pferd, Katze, Sonne, Mond und die Heilige Schrift. »Das ist Gottes Buch.« Es wird weiter gebrabbelt und gequietscht. »Jetzt streicheln wir die Bibel.« Zwölf dicke Händchen patschen auf den abwaschbaren Einband. Im Hintergrund reinigt eine Assistentin den Gummizoo mit Desinfektionsmittel. Dann geht das Spiel von vorne los.

Ein paar Zimmer weiter klatschen und toben die Vierjährigen. Auf der Bühne führt ein Clown durch Ratespiel und Videos. »Hey«, ruft der Clown, »diese Woche erzählen wir allen Leuten, dass Jesus lebt! Und woher wissen wir, dass Jesus lebt?« – »Weil’s in der Bibel steht«, schreien 30 Gören aus vollem Hals.

Im »Basic Training for Jesus«, der Grundausbildung für Jesus, ist die Bühne schlicht mit militärischen Tarnfarben dekoriert. »Wenn ihr Soldaten für Jesus werden wollt«, erklärt der Jugendbetreuer den Zehnjährigen, »braucht ihr Disziplin und Ausdauer. Aber dafür liebt euch Jesus. Total.«

Eine unerschütterliche Gewissheit schwebt über diesen Szenen. Dass irgendjemand »Bibel streicheln« befremdlich finden könnte, ist den Erwachsenen in der Southeast unbegreiflich. Die Endzeit ist nah, vielleicht ist sie schon angebrochen. Jesus kann in 100 Jahren oder morgen wiederkehren. Nur wer sich ihm völlig hingegeben hat, wird vor den Höllenqualen gerettet, wie sie in der Apokalypse des Johannes beschrieben sind. Was kann falsch daran sein, die eigenen Kinder vom Windelalter an auf die neue, wunderbare Welt vorzubereiten – und sie für den Kampf gegen die alte, sündige zu wappnen?

Also schicken Eltern ihre Kinder sonntags ins »Basic Training for Jesus« und von montags bis freitags an die Christian Academy in Louisville. Deren Unterricht stellt höhere Anforderungen als viele staatliche Schulen und ist in ein »christliches Umfeld auf Basis der wörtlichen Auslegung der Bibel eingebettet«. Nach dem Highschool-Zeugnis stehen evangelikale Colleges und Universitäten zur Auswahl. Nach dem Hochschulabschluss warten Stellen in Anwaltskanzleien, Software-Firmen oder Consulting-Büros, die sich mit dezenten Hinweisen zu erkennen geben: »Suchen spirituell erfüllte Mitarbeiter«. Oder: »Hören gern christliche Musik am Arbeitsplatz«.

Autohändler und Chiropraktiker bieten Rabatte für gottesfürchtige Kunden

So wächst und gedeiht, wie in vielen arabischen Ländern, eine religiöse Parallelgesellschaft mit einem tief verwurzelten Misstrauen, ja einer Ablehnung alles Säkularen. In manchen amerikanischen Städten gibt es bereits ein »Christliches Branchenverzeichnis«: Autohändler, Chiropraktiker, Klavierstimmer oder Reisebüros bieten Rabatte für gottesfürchtige Kunden; Immobilienmakler spenden einen Teil ihrer Kommission an die Kirche des Kunden, evangelikale Kreditinstitute spezialisieren sich auf Darlehen für Megakirchen.

Christliche Alternativen zu den herkömmlichen Handelskammern bilden sich heraus. Man betet gemeinsam, handelt das eine oder andere Geschäft aus, diskutiert die lokale Konjunktur und christliche Geschäftspraktiken: Ist Bilanzfälschung nur ein weltlicher Gesetzesverstoß oder auch eine Sünde? Sind die geplanten Massenentlassungen bei General Motors ein Ausdruck von sündigem Management? Kann man einem Geschäftsmann einen Kredit geben, der eine geschiedene Ehe hinter sich hat?

Im Business Leadership Forum der Southeast Christian Church sind über hundert Unternehmer versammelt, darunter auch die Chefs einiger Großkonzerne wie David Novak, CEO des YUM!-Konzerns. Zu diesem gehören unter anderem die Fast-Food-Ketten Taco Bell, Pizza Hut und Kentucky Fried Chicken, wo viele Gläubige die Pfunde ansetzen, die sie dann unter Terry Gehrkes Führung wieder abnehmen wollen. Aber das ist nur ein Nebenwiderspruch – ein kleiner dazu.

Der Hauptwiderspruch ist, was Bob Russell, Senior-Pastor und Patriarch der Kirche, den »Kulturkampf um die Werte« nennt. Louisville nimmt in diesem Kampf eine zentrale Stellung ein. In spätestens 15 Jahren – da ist sich Russell absolut sicher – werden Soziologen hier ein Phänomen entdecken: eine Stadt mit stabilen Familien, in der die Schulen besser sind als anderswo, Kriminalität und Drogenkonsum niedriger und das Wirtschaftswachstum höher; eine Stadt, in der Männer wieder Alleinversorger ihrer Familie sind und Frauen zu Hause die Kinder erziehen, in der Söhne weder Marihuana rauchen noch betrunken Auto fahren und Töchter mit 16 nicht schwanger werden, weil sie vor ihrer Ehe abstinent bleiben.

Das ist der klassische Traum der christlichen Rechten von den vermeintlich heilen fünfziger Jahren, als Doris Day mit unschuldiger Mädchenstimme die Leinwand eroberte und noch niemand wusste, dass Rock Hudson schwul war.

»Nehmen Sie das nicht alles so ernst«, flüstern die jüngeren Frauen in der Gemeinde. Mit etwas Verspätung sind die Ausläufer der Frauenbewegung auch in die Southeast Christian Church geschwappt. Die weiblichen Angestellten in der Southeast haben gerade durchgesetzt, dass sie in Hosen zur Arbeit erscheinen dürfen. Jetzt fordern die Ersten hinter vorgehaltener Hand, beim Gottesdienst Kommunionsteller in das Allerheiligste tragen zu dürfen.

Russells Vision ist für seine Gläubigen denn auch weniger eine genaue Vorstellung der Zukunft. Sie drückt vielmehr ein Gefühl der Belagerung aus, das alle teilen, mit denen man hier spricht; die Fitness-Trainerin Terry Gehrke, der Sicherheitschef Ron Aguilar, Matt, Casey und ihr Bewerbungscoach Eileen Davis: Southeast ist eine der geordneten Festungen in einem chaotischen Land, das vom rechten Weg abgekommen ist, also wiedererobert werden muss.

Das ist der ideologische Kitt, der aus 20.000 Kunden eines religiösen Dienstleistungszentrums eine politische Kraft formt. »Wir haben heute mehr Grund, eine Revolution anzuzetteln, als unsere Vorfahren 1776«, sagte Russell kurz vor den Präsidentschaftswahlen 2004. »Sie waren der Besteuerung unterworfen, ohne politisch vertreten zu sein. Wir sind einer verkommenen Moral unterworfen, ohne politisch vertreten zu sein.«

Wer das genauer erklärt haben möchte, muss sich an Dave Stone wenden, dem Russell nach vier Jahrzehnten nun das Amt des Senior-Pastors übergibt. Stone ist 43 Jahre alt, nach weltlichen Kriterien also ein Babyboomer, geprägt von der 68er-Bewegung, der sexuellen Revolution und Watergate. Nach religiöser Lesart ist er ein lifer, ein Lebenslanger, der im Alter von zehn Jahren ins Taufbecken stieg und Jesus zu seinem »Herrn und Retter« erklärte. Mit 15 schwor er, sein Leben für Gott und die Verbreitung der Bibel als reine Lehre hinzugeben. Mitte der neunziger Jahre schloss er sich den Promisekeepers an, einer christlichen Organisation, die noch vor zehn Jahren überall im Land Sportstadien füllte.

Hunderttausende von Männern beteten, skandierten: »Power, power, we got the power«, und gelobten, in der Familie wieder »spirituelle Verantwortung und Führerschaft« zu übernehmen. Manche ihrer Prediger ratterten auf Motorrädern über die Bühne, andere weinten öffentlich, wieder andere verdammten in einem Atemzug den Feminismus, das Macho-Image der Rambo-Filme und den wachsenden Karrieredruck. Es war eine bizarre Mischung aus Testosteron und Tränen, eine chaotische Suche nach einer Antwort auf die Frage, was heutzutage einen »echten, christlichen Mann« ausmache.

Für Stone öffneten die Promisekeepers nicht nur persönlich neue Horizonte. »Männer hielten sich lange für harte Burschen, die Gott nicht brauchten«, sagt er. »Die Promisekeepers haben das geändert.« Er und seine Kollegen in anderen Großkirchen hatten erkannt, was die weltliche Presse in all ihrem Spott über die Promisekeepers übersehen hatte: Hier war eine gigantische, konservative Männerbewegung entstanden, ein riesiges Marktsegment. In den Megakirchen wimmelt es heute von Männergruppen mit Namen wie Tender Warriors, Lead Like Jesus oder Bravehearts. Hier darf ein Mann Schmerz und Gefühl zeigen, denn es sind ja keine Frauen anwesend. Hier dürfen Männer sich auch zärtlich umarmen, denn kein Schwuler würde sich in die Southeast verirren – es sei denn, er suchte nach einem christlichen »Therapieplatz« für seine »Krankheit«.

Stone selbst hört sich zunächst mehr nach Softie denn nach »Krieger« an, wenn er den christlichen Kulturkampf erläutert. »Die Welt wird immer schneller – so schnell, dass man kaum mehr Zeit hat für die Seele, die Familie, den Mitmenschen«, sagt er in seinem Büro, das eingerichtet ist wie ein behagliches Wohnzimmer. »Wir müssen das Tempo drosseln.« Bis dahin klingt es noch nach dem Wort zum Sonntag. »Wir müssen eine neue christliche Ära einleiten. Seit 30 Jahren ist dieses Land moralisch immer tiefer gerutscht – von einer christlichen Ära in eine postchristliche, und jetzt leben wir in einer antichristlichen Zeit.«

Antichristlich? Laut Umfragen bezeichnen sich 80 Prozent aller Amerikaner als Christen; die Zahl der Evangelikalen wird auf 100 Millionen geschätzt. Auf jeder Dollarnote steht »In God We Trust«. Der amtierende Präsident hält sich für ein Werkzeug des Allmächtigen – in aller Bescheidenheit.

Aber diese Wahrnehmung ist eine »säkulare« – unvereinbar mit dem Lebensgefühl vieler konservativer Christen in Amerika, dass sie einer unterdrückten Minderheit angehören wie weiland die ersten Anhänger Jesu.

Dass die weltliche Presse dies nicht begreift, irritiert den Pastor. Er geht, jetzt etwas ungeduldig, zur Beweisführung über. »In der Schule darf man nicht mehr beten. Teenager werden schwanger und treiben ab, Pornografie findet reißenden Absatz, Homosexualität ist heute gesellschaftsfähig.« Einmal, sagt Stone, gleich nach dem 11. September 2001, hätten für einen Moment wieder klare Fronten geherrscht. Hier das Gute, dort das Böse. Hier das Christentum, dort sein Feind, der Islam. »Aber nach ein paar Tagen ging das Gerede von der religiösen Toleranz wieder los.«

Für einen Sekundenbruchteil verrutscht dem Pastor das Gesicht zu einem Ausdruck des Abscheus. Dann ist das jungenhafte Lächeln wieder da. »Wir sind keine Kirche, die Kreuzzüge führt. Wir verbreiten nur das Wort Gottes.« Man würde an dieser Stelle gern weiterfragen. Warum zum Beispiel fundamentalistische Christen und fundamentalistische Muslime bei aller Feindschaft immer auf dasselbe Hassobjekt einschlagen: das liberale Amerika mit all seinen Freiheiten und Exzessen. Aber der Pastor muss zum nächsten Termin.

Typisch für die Southeast: »Riesig – und immer was los«

So fügt sich nach einer Woche in der Southeast scheinbar alles zusammen: die Macht einer konservativen religiösen Bewegung, die für George W. Bush im November 2004 Millionen Wählerstimmen mobilisiert hat; der backlash gegen Schwule und Lesben; die Nominierung eines stramm konservativen Juristen namens John Roberts für den Obersten Gerichtshof, der demnächst vielleicht wieder über die Straffreiheit für Schwangerschaftsabbruch entscheiden muss; die christlich-fundamentalistische Parallelgesellschaft in Megakirchen wie der Southeast. Kurzum: ein Heer von gut geschulten »Soldaten für Jesus«. Aber dann gerät man am letzten Sonntag in John Moores Bibelgruppe – und ist sich nicht mehr sicher, was man da vor sich hat: eine Bastion des christlichen Kulturkampfs oder einen Ball der einsamen Herzen und Seelen.

Empower heißt diese Gruppe – es ist eine von Dutzenden, die nach dem Gottesdienst in den Konferenzzimmern entlang der unendlich langen Flure verschwinden. Moore ist ein 41-jähriger Anwalt, tief gläubig, ein entschiedener Gegner der Abtreibung sowie der Todesstrafe, wobei ihn Letzteres in der Southeast in eine winzige Minderheit drängt. Er hadert seit Jahren mit dem weltlichen Rechtssystem.

»Biblische Konfliktlösung«, eines seiner Lieblingsthemen, steht an diesem Nachmittag auf der Tagesordnung. Um die 50 Gemeindemitglieder zwischen 30 und 70 Jahren sitzen mit Bibel, Markierstiften und Merkzettelchen an den Tischen. Moore, ein kleiner, ungemein ernster Mann, den man mit Fragen zur Bibelexegese in unendliches Grübeln versetzen kann, erklärt den christlichen Umgang mit Sündern in den eigenen Reihen. »Zuerst zieht man ihn in einem Privatgespräch zur Rechenschaft. Wenn er dann nicht einsichtig ist, zieht man zwei weise Glaubensbrüder hinzu. Wenn das nicht hilft, wendet man sich an die Kirchenführung.«

»Und wenn das nicht hilft?«

»Dann tritt Matthäus 18.17 in Kraft.«

Finger blättern flink durch das Neue Testament. »Hört er auch auf die Gemeinde nicht, so sei er für dich wie ein Heide und Steuereintreiber.«

Was das genau für den Sünder heißt, bleibt im Dunkeln, weil ein schwergewichtiger Mittfünfziger protestiert: »Jetzt mal langsam, ich arbeite bei der Steuerbehörde!« Worauf die Diskussion im Chaos untergeht wie eine Tortenschlacht.

»Hat Jesus Heiden und Steuereintreiber geliebt?«

»Man muss den Sünder lieben, sonst landet er erst recht im Dreck.«

»Hört doch auf, die ganze Welt schmeißt die Bibel weg! Seht euch bloß diesen Prinz Charles in England an – heiratet einfach eine Neue!«

»Wir sind alle Sünder – immer schön bescheiden bleiben.«

Die eifrigste Diskutantin ist eine blonde Frau in rot-weiß-blau geblümtem Kleid mit emailliertem US-Fähnchen am Busen. Amy Streible ist nach zwei gescheiterten Ehen von ihrer kleinen Baptistengemeinde in die Southeast Christian Church gewechselt, weil ihr das spirituelle und soziale Netz dort enger geknüpft schien. Sie ist im Laufe der Jahre durch diverse Selbsthilfegruppen und den kirchlichen Wohlfahrtsausschuss gewandert, der finanziell bedrängten Gemeindemitgliedern mit Ratenzahlungen und Arztrechnungen hilft. »Wir sind hier wie eine Familie«, sagt sie und deutet auf ihre Mitschüler, die ihre Bibeln einpacken und sich auf den Weg zum Parkplatz und in den Verkehrsstau machen. »Deswegen kommen die Leute hierher. Weil hier jeder lächelt, wenn man kommt. Das ist wie bei Ihnen in New York. In Ihrer Stammkneipe freut sich doch auch jeder, wenn Sie kommen.«

Jemand kritzelt noch schnell Gebetswünsche an die Tafel: »Betet bitte für Dave und Alan im Irak«. Die Southeast Christian Church verschickt christliche Bestseller aus dem Lebenshilfe-Regal an US-Truppen in den Irak. »Damit wir hier auch was leisten«, sagt Streible. Mehrere Kisten sind bei der Aktion zusammengekommen. Das sei eben der Vorteil einer Megakirche. »Riesig – und immer was los.« Eine gute Vorbereitung. »Im Himmel«, ist sich Amy Streible sicher, »herrscht auch viel Betrieb.«

 
Leser-Kommentare
    • foof
    • 10.01.2007 um 21:38 Uhr

    Giga-, Mega-, Normal- oder Minikirchen - Gemeinschaften, die ein gemeinsames Ziel vor Augen haben: Nach ihrem Sterben mit Gott weiterleben zu können.
    Wir blicken gern auf andere, doch Gott schaut in mein und in dein Herz. Er liebt dich und mich und jeden anderen, deswegen hat er Jesus am Kreuz für unsere Über-tretungen leiden lassen und damit ist unsere Schuld bei Gott beglichen worden.
    Wie gern möchte so macheiner seine Geldschulden (1000 oder 10 000 Euro) auf einen Schlag bezahlt haben. Das was Jesus für uns tat, ist sehr viel mehr wert als Geld. Jesus hat unsere Beziehung zu Gott wiederhergestellt. Gott nimmt uns als seine Kinder an, wenn wir daran glauben, dass Jesus unsere Schuld bezahlt hat.
    Und Gott verspricht uns, dass wir nach dem Tod mit ihm weiterleben dürfen - ist das nicht unfassbar, aber WAHR.
    Und wie sieht es nun mit dir aus - lieber Leser? Wahrscheinlich hast du bereits für dein Alter vorgesorgt und eine Zusatzrentenversicherung abgeschlossen. Doch hast du auch dein Leben versichert? Weißt du was nach dem Tod mit dir passiert?
    Meiner Meinung nach kannst du dir nur dann völlig sicher sein, dass es dir nach deinem Sterben gut geht, wenn du dein Leben Gott anvertraust und an die Vergebung durch seinen Sohn Jesus glaubst.
    Überleg es dir genau? Was hidert dich daran diesen Schritt zu gehen?
    Es geht um dich! Gott liebt dich sehr! Er nimmt dich an, egal wer du bist oder was du getan hast, wenn du ehrlichen Herzens bereit bist dein Leben Gott anzuvertrauen und an ihn und seinen Sohn, Jesus, zu glauben. Sprich doch mal mit ihm in einem Gebet - er wird dich sicher hören.

    'So sehr hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eigenen Sohn gab, damit alle, die an ihn glauben nicht verloren werden, sondern ewiges Leben haben.'
    Johannes 3,16

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