Religion und Evolution Gott pfuscht auchSeite 3/3
Die Evolution hat alle biologischen Systeme immerwährend modifiziert, aber keines perfektioniert. Ihre Fähigkeiten sind begrenzt. Auch unser Auge ist ein Sklave dieses nicht zu beugenden Gesetzes. Es begann in der Evolution als ein Fleck lichtempfindlicher Zellen auf der Haut, die sich später zu einer becherartigen Vertiefung und dann zu einer primitiven Lochkamera umformten. Bevor das Licht in unseren Augen auf die Sensoren in der Netzhaut trifft, muss es jedoch erst die Schicht der Nervenfasern passieren, die die visuelle Information zum Gehirn leiten. Das entspräche einer Kamera, bei der die lichtempfindliche Seite des Films auf der falschen Seite liegt. Im Geschäft wäre diese Konstruktion ein Ladenhüter.
Insekten sehen die Welt anders als wir. Ihre Augen haben nicht eine, sondern Hunderte von Linsen, von denen jede das Licht auf einen Sensor fokussiert. So ein Facettenauge, aus vielen kleinen und einfachen Kameras zusammengesetzt, ist ein prächtiges Beispiel dafür, was die Evolution kann – und was sie nicht kann. Insektenaugen sind spezialisiert auf den großen Rundumblick, sehen aber Details sehr schlecht. Obwohl diese Augenkonstruktion nur begrenzte Leistungen erlaubt, hat die natürliche Selektion alle Möglichkeiten genutzt, die das Sehen von Insekten verbessern. Nachtfliegende Insekten haben besonders große Linsen, die die Lichtempfindlichkeit um das Hundertfache steigern, Libellen besitzen Facettenaugen mit sehr vielen Einzelkameras, um ihre Beute im Flug gegen den Himmel zu erspähen. Wenn es darum geht, ein eigentlich schwächliches Design zu verbessern, tut die Evolution ihr Bestes. Doch ihr Bestes ist nicht besonders beeindruckend. Die Augen der Libellen sehen heute so aus, wie sie aussehen – nicht weil ihre Konstruktion so überzeugend ist, sondern weil die Konkurrenzentwürfe noch schlechter waren. Für das Sehvermögen der Insekten oder uns Menschen und alle anderen biologischen Systeme ist Exzellenz ein relativer Begriff, weshalb wir Brillen, Teleskope und Mikroskope konstruieren mussten.
Für die Evolution ist Perfektion nicht notwendig. Sie kennt dieses Konzept ebenso wenig wie das der Komplexität. Beides entsteht erst im Auge des Betrachters. Auch wenn die Kreationisten Beispiel auf Beispiel häufen für das, was sie als Design ansehen – die Evidenz spricht gegen sie. Das evolutionäre Lied von den Augen hat viele Dissonanzen. Es ist nicht das Werk eines großen Komponisten, sondern eines Arbeitstiers ohne Bewusstsein. Kein grandioser Ingenieur hat Augen und alles andere in der Welt des Lebens geschaffen. Es war ein Kesselflicker. Ob es einen großen Designer da draußen gibt, ist nicht Gegenstand der Wissenschaft. Wenn es ihn geben sollte, beweist die Evolution vor allem eins: Er erledigt seinen Job miserabel.
- Datum 14.08.2008 - 01:10 Uhr
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- Quelle (c) DIE ZEIT 11.08.2005 Nr.33
- Kommentare 44
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der vorige Kommentar wurde leider Sinnlos gekürzt.
Das schriebt ja schon die Bibel: Ein paar Menschen generiert, gesehen, dass das nicht so richtig lief, die Sintflut geschickt und sie alle weggespült. Oder nehmen wir Sodom und Gomorrha. Auch hier soll ja der Schöpfer erst im Nachhinein gemerkt haben, dass seine Schöpfungen nicht annähernd vollkommen waren, ja noch nicht einmal Existenzberechtigung hatten - also weg damit.
Fragt sich, wer bei einem solchen Vorgehen wohl mehr Schuld auf sich geladen hätte - der Schöpfer oder seine Kreaturen?
Doch aus dem obigen Artikel wird m. E. auch nicht klar, dass es die heutige Lebensvielfalt auch ohne diesen Kreationismus geben kann. Dieser Artikel scheint mehr von Emotionen als von Logik geprägt zu sein. Ein Wissenschaftler sollte und könnte sicherlich auch rationaler und mit besser formulierten Beispielen seine Auffassungen belegen.
An dem Artikel mißfällt mir der Titel. Auch wenn er provozierent gemeint ist, so steht uns doch nicht an, so über Gott zu sprechen. Trotzdem finde ich den Artikel sehr interessant und entlarvend, z.B. für Busch. Wie gefährlich eine Vermischung von Wissenschaft und Religion ist, zeigt sich im Irak. Jedem ist es unbenommen, zu glauben; doch muss immer wieder - auch durch die ZEIT - mancher "Wissenschaft" auf den Grund gegangen werden. Das ist hier gelungen.
Wolgang M. Beck
Riggenstr. 8
59320 Enniger
Wenn Argumente gegen Denkfaulheit und Arroganz verlieren, ist es die Aufgabe der Satiriker, die Dinge richtig zu stellen. Vielleicht sollte sich Mr. Jones ein oder zwei Scheibchen von Mr. Simpson abschneiden, der es immerhin geschafft hat, die Problematik in vier Bildchen abzuhandeln?
http://www.idrewthis.org/...
Eine Sozial Kritische Aussage wurde hiermit leider nicht erreicht. Die Kritik läuft einseitig ohne richtigen Versuch zum verstehen der Punkte der Theorie von Intelligen Design. Warum sonst ist es zu erklären, dass das Spaghetti Monster die Erde erschaffen hat und nicht der Herr persönlich. Nur durch das Spaghetti Monster sind wir und werden wir sein. Nun es ist schrecklich wenn meine Kinder gelehrt werden sollten, dass Herr Gott allein dafür verantwortlich ist, keine Perfektion mehr zulässt, obwohl wir alle schwach sind....
Die Evolution ist nach wie vor ein sehr großes Geheimnis und die Wissenschaft steht in vielem noch ganz am Anfang. Müsste nicht, wenn es nur die Evolution gewesen ist, die alles erschaffen hat, alles ganz anderes aussehen? Farben Schönheit, Geschmack und Rationale wie Irrationale Intelligenz? Alles nur aus den Elementen entstanden? Also auch die zwei größten Gegensätze auf der Welt, die wie ein perfekter Widerspruch sich gegenseitig bis in den Tod bekämpfen und sich trotzdem ergänzen? Die Wissenschaft steht in vielem noch ganz am Anfang, so steckt in einem einzelnem Atom genügend Energie um eine ganze Stadt lange mit Strom zu versorgen und wir verstehen es gerade mal, die daraus entstehende Wärme zu nutzen beziehungsweise einen Chemischen Vorgang der Materie in Tode Substanz umwandelt zu nutzen, woraus unser ganzer Fortschritt besteht, wenn es um die Bewegung geht. Auch unsere Computer sind nur Logische Vorgänge, die Plus und Minus in unterschiedlichen Reigenfolgen zu Bildern werden lässt. In etwas so wie der Zustand ich habe Hunger, ich habe keinen Hunger! :-) Ich weis dass mehr existiert als der Mensch im strande ist zu verstehen. So könnte ich hier viel erzählen was mir passiert ist, aber es würde keiner glauben, weil man es nicht beweisen kann und weil es die meisten so nicht erleben. Ich sage sogar, dass dieses so ist, weil die meisten nicht dran glauben und weil für ungläubige dieses ein Geheimnis bleiben soll, weil jeder für sich die Wahrheit herausbekommen muss. Ich denke da etwas anders und es ist ja auch nicht so, dass Informationen all zu geheim sind, nur werden Sie dank der Wissenschaft und aus anderen Gründen, aus dem Denken der Menschen gebannt oder jeder interpretiert alles so wie er selbst will und dazu bereit ist! So ist unsere Wissenschaft nicht mehr als eine Aneinanderreihung von Logischen Vorgängen, die alle ausprobiert werden müssen, bevor sie zu einem Vorschritt führen! Nur so Menschen wie Einstein und einige andere Wissenschaftler und Seher haben Vorschritte gebracht, die uns Jahrhunderte an Forschung erspart haben. Zumindest haben die meisten Menschen den Vorsprung dank Ihrer Grenzen und Lügen immer schon aufgehalten... Es gibt mehr als es ein Menschen verstehen kann, der nach dem Mainstream Lebt und auch sich zu sehr an den Gesetzen der Wissenschaft orientiert. Letztendlich sind wir alle gefangene unserer eigenen Ignoranz und Kurzsichtigkeit. Auch andere Fakten lassen uns vor der Wahrheit erblinden und jeder Mensch wird im Leben nur so weit kommen, wie es seine Persönlichkeit zu lässt. Jeder sollte mal auch Dinge gelesen haben wie Nostradamus und die Bibel! Außerdem ist es schlau sich die Kommentare der Menschen anzuhören die an mehr glauben als die Wissenschaft und reine Oberflächigkeit! Wissenschaft ist gut, aber Sie sollte nicht an den Grenzen des Geldes enden! Wichtiger als Geld sind auch die Natur und die anderen Menschen, die nun mal existieren. Das ist einer der ersten Gedanken eines gläubigen, dass alle Menschen dieselben rechten und Pflichten haben. Kann das denn falsch sein?
Letzten Endes, Ignoranz und Hass sind keine Lösung und bringen nur Vernichtung und mehr Hass!
Für die welche dieses bereits verstanden haben! Auch die Grenze, welche durch Angst und bereits bestehende Regeln geschaffen wurden, lassen niemanden zum vollendeten Ziel gelangen und werden alle Bemühungen, wie ein Pflaster auf einem aus Wunden bestehenden Körper wirken lassen.
Ihr alle solltet darüber nachdenken, ob es richtig ist so zu leben und wie lange dieses so weiter gehen wird?
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"Wenn es ihn geben sollte, beweist die Evolution vor allem eins: Er erledigt seinen Job miserabel."
In den letzten Teilen des Artikels wird die Qualität der Organe durch Vergleiche zu anderen "Produkt-Lösungen" definiert. Der Masstab ist meiner Meinung nach ungeeignet.
Die Pyramiden gelten immer noch als genial. Das menschliche Augen kann es mit diesen an Komplexität durchaus aufnehmen.
Letztlich liegt die Bewunderung im Auge des betrachtes.
Wir sollten also die Dinge die durch Evolution oder einen Schöpfer entstanden sind mit dem vergleichen was der Mensch bis jetzt kreiert hat. In diesem Vergleich schneidet jedes Evo-Schöpfungswerk auf jeden Fall auf der Komplexitätsscala um viele Punkte besser ab.
Das, was für Fressfeinde erreichar ist, wird aus der Eintwicklungsgeschichte gestrichen. Das, was übrig bleibt (durch Mutationen schneller, größer, besser ausgestattet), pflanzt sich fort. So einfach funktioniert das Prinzip der Evolution. Und dabei ist es ziemlich egal, ob es einen Gott gibt, oder nicht ...
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