Das HörgerätSeite 9/9
Allerdings: Der Weg zur Arbeit könnte mit Videos oder Computerspielen vor Augen ziemlich gefährlich werden. Einer der Teilnehmer hielt daher schon die Suche nach einem iPod-Nachfolger für abwegig: »Das ist so, also ob wir fragen: Was kommt nach dem Buch?«
Michael »Professor iPod« Bull war auch dabei und beschwor noch mal den Wunsch nach Abschottung, den der iPod erfülle. Der Analyst Steve Mayall malte die immerhin recht reizvolle Vorstellung einer »himmlischen Jukebox« aus, über die eines Tages jegliche jemals aufgenommene Musik für beliebige Abspielgeräte zugänglich sein würde, vertrieben an zahlende Kunden gegen eine monatliche Abrechnung, als Grundversorgung nach dem Muster von Wasser oder Strom.
Die Erfolgsgeschichte des iPods dauert nun schon verdächtig lange. Daraus lässt sich aber nicht ableiten, dass sie alsbald zu Ende gehen muss. Zu Ende gehen könnte aber so allmählich die Phase der iPod-Hysterie. Die Möglichkeiten dieses Apparats sind inzwischen weithin bekannt. Jetzt muss nur noch die Musik hinterherkommen – und unser Musikgeschmack.
- Datum 18.08.2005 - 14:00 Uhr
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- Quelle (c) DIE ZEIT 18.08.2005 Nr.34
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