strom Wettbewerb, klein geschrieben

Rot-Grün hat die hohen Strompreise zu verantworten

Selbst Geschenke, die Milliarden wert sind, garantieren keine Dankbarkeit. Schmerzlich und reichlich spät lernt die rot-grüne Bundesregierung gerade diese Lektion. Sie schenkte RWE und Co. die Emissionszertifikate, die seit Anfang des Jahres besitzen muss, wer Strom aus Kohle oder Gas herstellt und dabei nebenbei auch klimaschädliches Kohlendioxid (CO2) erzeugt. Der Undank der Energiekonzerne sind steigende Strompreise für Privatverbraucher und Industrie – verbunden mit dem Hinweis, der Emissionshandel sei schuld daran. Der Umweltminister ist empört. Das Kartellamt ermittelt. Im Industrieverband BDI zoffen sich Stromverbraucher und Stromerzeuger. Und das liebste Kind der Klimaschützer, der Emissionshandel, gerät in Verruf.

Tatsächlich hat die kostenlose Zuteilung der Emissionsrechte die Stromproduktion hierzulande nicht verteuert. Trotzdem war klar, dass die Konzerne versuchen würden, das staatliche Geschenk zu versilbern – indem sie den entgangenen Gewinn aus dem möglichen Verkauf der Zertifikate auf den Strompreis aufschlagen.

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Schändlich ist dieses Kalkül nicht, es entspricht sogar betriebswirtschaftlicher Logik: Schließlich geht es für die Unternehmen um Milliardensummen. Schlimm ist nur, dass diese Logik aufging, weil auch im siebten Jahr nach der formalen Abschaffung der Monopole noch immer kein Wettbewerb auf dem Strommarkt herrscht.

Niemand sonst als die rot-grüne Regierung selbst trägt dafür die Verantwortung. Wer Wettbewerb klein schreibt, setzt vergebens auf die Kraft des Marktes.

 
Leser-Kommentare
  1. Die hohen Energiepreise in Deutschland sind ein Ärgernis, und dafür sind vor allem die Grünen verantwortlich. Während diese mit feuchten Augen von Windrad zu Windrad radeln, so sie denn überhaupt aufs Auto verzichten, dürfen die Nichtbeamten und -angestellten, Familien und Nicht-Besserverdienenden diese verquaste Ideologie hilflos auskosten. Oder er beteiligt sich an Verschandelung der Natur und stellt Windkrafträder auf, deren Strom ins Netz eingespeist werden muß und deren Kosten auf den Verbraucher umgelegt wird. Das Ende der Fahnenstange ist längst noch nicht erreicht. Schon gar nicht für Grünen-WählerInnen, die es sich in ihren stuckbesetzten Altbauwohnungen und -villen gut gehen lassen und lächelnd diese Preisentwicklung verfolgen, denn sie wissen ja, dass ihr gutes Gewissen solidarisch von der Bevölkerung getragen wird. Schön, daß die Franzosen dagegen vorausschauend genug sind, und weitere AKWs bauen, um in nicht allzuferner Zukunft auch unseren Strombedarf mitzudecken, so er nicht von hiesigen Kohlekraftwerken mit teuren Filtern mühsam gedeckt wird. Oder glaubt jemand noch an die Kraft der Windkraft?? Übrigens ist das mit den Altbauwohnungen kein Klischee über Grüne, von diesen Leuten kenne ich allein in Hannover zwei Pärchen, natürlich ohne Kinder, die kann man sich ja als Beamte nicht leisten...

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