In Ihrer Schule werden die Kinder auf Deutsch, Englisch und Französisch unterrichtet. Wie kann das funktionieren, ohne Verwirrung zu stiften?

Bei uns unterrichten ausschließlich Muttersprachler nach dem so genannten Immersionsprinzip: Die Kinder lernen die Sprachen im alltäglichen Umgang durch ständiges Wiederholen, Sprachmelodien, Gesten und spielerische Methoden. Die Sprache selbst wird nie zum Thema gemacht, wir trainieren keine Vokabeln. Wichtig ist das Ganztagskonzept. Unser Hort gewährleistet eine Betreuung von 6 bis 18 Uhr, sodass die Kinder auch beim gemeinsamen Essen, bei Freizeitaktionen wie Fußball, Theaterspielen und Musizieren mit den Fremdsprachen konfrontiert werden.

Was soll trilinguale Bildung bringen?

Bislang liegen uns nur Forschungsergebnisse zur bilingualen Bildung vor.

Diese besagen, dass sich ein früher Zweitsprachenerwerb positiv auf die Lernfähigkeit auch in anderen Fächern wie zum Beispiel Mathematik auswirkt.

Neurobiologen sagen zudem, dass bei diesen Kindern vielfältigere Verschaltungen im Gehirn erfolgen. Wir lassen unseren Unterricht wissenschaftlich begleiten, sodass es auch zur trilingualen Bildung bald Ergebnisse geben wird. Ich sehe einen Vorteil schon jetzt darin, dass unsere Schüler mit Freude ein Interesse an fremden Kulturen entwickeln - nichts ist in einem vereinten Europa wichtiger. Das finden offenbar immer mehr Menschen: Wir bekommen Anmeldungen, die bis 2011 reichen ...

Wie geht es mit den Kindern weiter, wenn sie die Grundschule nach vier Jahren verlassen?