Es fängt damit an, dass das Meer im Atlantik oder vor den Westindischen Inseln warm wird. Wasser verdunstet, steigt nach oben und bildet Gewitterwolken. Die aufsteigende Luft wird durch nachströmende, kühlere ersetzt. Dabei versetzt die Erddrehung (Corioliskraft) den Luftberg in Rotation. Ab einer Windgeschwindigkeit von 62 Stundenkilometern spricht man von einem tropischen Sturm und gibt ihm einen Namen, Katrina zum Beispiel. Auf seinem Weg nach Westen über den Atlantik wird der Wirbel schneller, mit 118 Stundenkilometern hat er sich die Bezeichnung Hurrikan verdient. Und dann wird es ungemütlich: Gewitterwolkenbänder von 20 bis 500 Kilometer Länge jagen um das Zentrum herum und regnen sich in immensen Sturzbächen aus. In der ruhigen Mitte des Sturms, dem Auge, wird der Unterdruck durch die aufsteigende Luft immer stärker. So stark, dass er einen Wasserberg ansaugt. Diese Flutwelle kann mehr als sechs Meter über den Normalstand ansteigen und bei Erreichen des Festlandes die Küste unter sich begraben.