Philosophie Mehr Licht im Labor!Seite 4/4

Auf dieser Grundlage stelle ich mir eine Erweiterung des Rahmens der Wissenschaft vom Bewusstsein vor, wodurch wir unser kollektives Wissen über den menschlichen Geist in wissenschaftlicher Weise erweitern können.

Ein gewisses Maß an Erfahrung, ja sogar Einübung in die beschriebenen Techniken der Geistespraxis (oder auch andere) muss meiner Meinung nach zu einem festen Bestandteil der Ausbildung von Kognitionswissenschaftlern werden, wenn die Wissenschaft ernsthaft darum bemüht sein will, breit gefächerte Methoden für eine umfassende Erforschung des Bewusstseins zu entwickeln.

Letzten Endes wird die Frage, ob das Bewusstsein auf physikalische Prozesse reduziert werden kann oder ob unsere subjektiven Erfahrungen ein immaterielles Merkmal der Wirklichkeit sind, vielleicht immer eine Frage der philosophischen Überzeugung sein. Möglicherweise wird die Wissenschaft sie nie abschließend klären können. Ich glaube jedoch daran, dass sich Buddhismus und Wissenschaft in einer gemeinsamen Erforschung des Bewusstseins begegnen können, ohne sich in einen philosophischen Disput darüber zu verstricken, ob das Bewusstsein letztendlich physikalisch begründbar ist oder nicht. Beide Forschungstraditionen könnten aus dieser Begegnung bereichert hervorgehen. Diese gemeinschaftliche Erkundung wird nicht nur zu einem tieferen Verständnis des Bewusstseins beitragen, sondern uns die Dynamik des menschlichen Geistes und seiner Beziehung zum Leiden näher bringen. Dies wäre ein wichtiger Beitrag zur Linderung des Leidens, worin in meinen Augen unsere zentrale Aufgabe in dieser Welt besteht.

 
Leser-Kommentare
  1. Die Missing-Link unserer rationalistisch-reduktionistisch geprägten Wissenschaft wird offensichtlich. Ich erinnere mich noch an das Aufwachen vor dem letzten Heiligabend, als ich einen Albtraum hatte in einer Klarheit, die ich noch niemals bisher erlebt hatte; Ich war auf der Flucht vor einer grossen Welle. Zwei Tage später wurde dies in Asien zur brutalen Wirklichkeit. Auch viele Leute in Sri-Lanka hatten diese Träume und blieben dank ihnen am Leben.

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