KönigsdisziplinSeite 2/2
Dem Laien mag es widersprüchlich erscheinen, dass Boxer erst mühsam einen Denksport erlernen, um sich dann im Ring dumm und dämlich zu hauen. Ganz falsch, sagt Rubingh, die Denkfähigkeit leide nicht, vielmehr verbessere die körperliche Fitness die Blutversorgung des Gehirns. »Den Wattekopf hat man erst am nächsten Tag.«
Ihn faszinieren vor allem die Parallelen: »In beiden Sportarten geht es um Aggressionskontrolle.« Er nimmt die Fäuste hoch, lässt die Schultern rollen. »Beim Boxen musst du die Knockout-Punkte präzise treffen. Auch beim Schach darf man nicht übermütig werden.«
Er wisse zwar nicht, ob Schachboxen jemals eine olympische Sportart werden könnte – aber wenn das geschehe, »dann wird es die Königsdisziplin sein«.
- Datum 22.09.2005 - 14:00 Uhr
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- Quelle (c) DIE ZEIT 22.09.2005 Nr.39
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