Vor der Bundestagswahl, in der ZEIT-Ausgabe Nr. 38, hatte Helmut Schmidt in einem Gespräch mit Kurt Biedenkopf auf die Frage, ob er die Zehn-Minuten-Steuererklärung bei einem Einheitssatz von 25 Prozent für wünschenswert und machbar halte, geantwortet: Für wünschenswert auf jeden Fall und für die Masse der Arbeitnehmerfamilien auch für machbar. Helmut Schmidt wurde daraufhin fälschlicherweise als Befürworter der Flat-Tax von Paul Kirchhof zitiert. In einem Gespräch mit ZEIT online hat er seine damalige Äußerung noch einmal klargestellt: Wenn ich einen ausgeprägten, differenzierenden Wohlfahrtsstaat habe, dann käme ein einheitlicher Steuersatz durchaus infrage - wenn auch nicht bei lediglich 25 Prozent. Aber wenn dieses Korrelat nicht vorhanden ist - und es ist zurzeit nicht vorhanden -, bin ich absolut ein Gegner des einheitlichen Steuersatzes.