Bei Alzheimerpatienten lässt nicht nur die Aktivität bestimmter Hirnareale nach. Sie verlieren auch die Fähigkeit, einzelne Hirnregionen zu deaktivieren, und damit die Möglichkeit, Wesentliches von Unwesentlichem zu unterscheiden. Unbedeutende Sinneseindrücke können so nicht mehr ausgeblendet werden. Das entdeckten Wissenschaftler des Münchner TU-Klinikums Rechts der Isar (PloS Med, Bd. 10, S. 288). Orientierungsübungen am Computer aktivierten in Gehirnen von Gesunden vor allem Zentren, in denen Wahrnehmungen interpretiert werden. Bei den Kranken waren während derselben Übungen die Neuronen in diesen Arealen fast stumm, die des Hörzentrums hingegen überflüssigerweise aktiv. Die Forscher hoffen auf neue Therapieansätze, um die Hirnaktivierung und -deaktivierung medikamentös steuern zu können.

Ein bizarrer Schwangerschaftstest aus den 1930er Jahren ist möglicherweise für ein Massensterben unter Amphibien verantwortlich. Damals wurde dem Weibchen des Südafrikanischen Krallenfrosches der Urin von Frauen unter die Haut gespritzt. Waren diese schwanger, kam es bei den Fröschen zum Eisprung.

Doch australischen Forschern zufolge hatte der Testlurch einen Pilz im Gepäck. Batrachochytrium dendrobatitis breitet sich bis heute ungehemmt in den Amphibienpopulationen der übrigen Kontinente aus. Die heimischen Kröten und Salamander fielen reihenweise dem Pilz zum Opfer, weil sie, anders als der Krallenfrosch, über keinen natürlichen Schutzmechanismus verfügten.