griechenland In fremden Betten

Hotel Sani Asterias Suites, Kassandra, Chalkidiki

Chalkidiki in Griechenland, dieser kleine Peloponnes rechts oben – und von ihm wiederum der linke seiner drei Finger namens Kassandra: nichts wie hin. Zum Beispiel an einem dieser letzten genialen Herbstwochenenden, von München nach Thessaloniki fliegt man nicht mal zwei Stunden.

Kassandra ist einfach herrlich, denn noch sind die Divisionen der Weltmacht namens Tourismus nicht einmarschiert (na ja: nicht so viele jedenfalls). Und anders als auf dem rechten Finger mit seinem heiligen Berg Athos herrschen hier nicht jene stets etwas schmuddelig wirkenden Mönche, die nur Männer empfangen. Aber gehört hat ihnen einst das Hunderte Hektar große Areal mit seinen Pinienwäldern, Stränden und Kaps und Steilküsten rund um die Bucht Sani, von der wir erzählen wollen.

Anzeige

Ach, das Meer! Türkis, blau, grün, klar… Wir geben auf, es zu beschreiben, und verweisen bescheiden auf all die Dichter, die die Ägäis besungen haben. Jedenfalls wollte der Bauunternehmer Anastasios Andreadis das Stück Erde an der Bucht Sani unbedingt haben, auch wenn es ein Urwald war samt Sumpf und Mücken. Es hat ihn fast 20 Jahre seines Lebens gekostet, bis er das Paradies trockengelegt hatte und in ihm ein Hotel errichten konnte. Es steht immer noch, aber darüber schweigen wir lieber und verraten nur so viel: siebziger Jahre.

Andreadis junior, ein schöner Mann um die Fünfzig, sehr gebildet, sehr geschäftstüchtig, ein Förderer moderner griechischer Kunst obendrein, gehört inzwischen zu den Reichsten und den Mächtigen im Land und will Papas Erbe nicht abreißen. Er hat es aber ergänzt, sodass an der göttlichen Bucht, von der aus manchmal der Olymp zu sehen ist, ein hübsches Feriendorf mit Yachthafen gewachsen ist. Zum Glück hat es auch ein Fünf-Sterne-Viertel, klein und fein am schönsten Fleck drapiert. Da waren wir.

Von den Asterias Suites gibt es nur angenehme fünfzig, es ist also nie voll und nie laut. Man hat im eigenen Garten die Marina direkt vor der Nase mit ihren griechischen Holzschiffchen und Segelyachten oder – am allerschönsten – das unbeschreibliche Meer. Die Reihe einstöckiger moderner Villen liegt auf dem feinen weißen Strand, der den Asterias-Gästen allein gehört und wo sie von dienstbaren Geistern mit Handtüchern, Liegen und Sonnenschirmen versorgt werden.

Überhaupt die vielen dienstbaren Geister – vom alten Gärtner bis zum jungen Gästemanager: Irgendwie scheinen sie hier ziemlich glücklich zu sein, denn sie verbreiten Freundlichkeit und eine private Atmosphäre. Vielleicht kommen deshalb auch Menschen mit kleinen Kindern gern hierher. Sie werden unangestrengt umsorgt, sodass die Kleinen gar nicht erst ausflippen. Es gibt Baby-Sitting und Baby-Watching (Sitten am Strand) und einen Miniclub.

Schreiben Sie den ersten Kommentar!

    Bitte melden Sie sich an, um zu kommentieren

    Service