Trotz aller Unruhen haben deutsche Firmen in der ersten Jahreshälfte Waren für umgerechnet 170 Millionen Dollar in den Irak exportiert. Laut der Bundesagentur für Außenwirtschaft ist das gegenüber 2004 ein Minus von 21 Prozent. Zumindest von der Tendenz her besser sieht es für die britische Wirtschaft aus: Sie hat in den ersten sechs Monaten die Ausfuhren in den Irak auf umgerechnet mehr als 140 Millionen Dollar gesteigert - ein Plus von 150 Prozent. Vor allem Telekommunikationsgerät erlebte einen Boom. Dabei hat die Präsenz der britischen Industrie im Irak stark nachgelassen. Anstatt eigene Büros zu führen, warten die Exporteure jetzt nur auf ein Fax, verschiffen die Ware und winken ihr nach, sagt Graham Hand, Chef des British Consultants and Construction Bureau (BCCB), einer Dachorganisation der Exportindustrie. Auch werden die Namen der im Irak aktiven britischen Firmen nicht mehr publiziert.

Führender Handelspartner des Irak sind die USA, die 2005 laut State Department auf Exporte von 1,5 Milliarden Dollar kommen werden.