Vor einem Jahr verkündete der damalige Vorstandschef von KarstadtQuelle, Christoph Achenbach, ein Sanierungsprogramm für den Handelskonzern. Zentral war dabei der Verkauf von mehr als 70 kleineren Warenhäusern. Diese gehören denn auch seit sechs Wochen den britischen Unternehmen Dawnay Day und Hilco UK - einem Finanzinvestor und einer auf die Restrukturierung von Handelsunternehmen spezialisierten Firma. Am Montag präsentierten die beiden Geschäftsführer der Karstadt Kompakt genannten Gesellschaft, Harald Fölkel und Ralf Dettmer, ihr Modernisierungsprogramm. So sollen die Sortimente der Häuser stärker auf die lokalen Bedürfnisse abgestimmt und bis Ende 2007 mehr als 20 Millionen Euro investiert werden. Von den 4800 Stellen soll keine gestrichen werden. Die Warenhäuser, an deren Fassaden noch das Karstadt-Logo hängt, werden im Juni nächsten Jahres einen Namenszusatz bekommen. Spätestens von 2009 an darf das Unternehmen die Marke Karstadt nicht mehr benutzen.