Film »Ich bin ein böser Bilder-Therapeut«Seite 5/5

ZEIT: Warum fahren Sie eigentlich keinen Ferrari?

Cronenberg: Vielleicht ist Ferrari zu mythisch für meinen Alltag. Mein Porsche scheint mir angemessen.

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ZEIT: Zumal im 50. Todesjahr von James Dean.

Cronenberg:Sex, celebrity and death. James Dean, die Allzweck-Projektionsfläche. Die Sehnsucht nach der ewig gloriosen Jugend. Auch so eine amerikanische Vergangenheit, die wahrscheinlich nie existiert hat.

ZEIT: Geht Ihnen der James-Dean-Mythos auf die Nerven?

Cronenberg: Es gab in unserer Schule ein Mädchen, das ich sehr mochte. Ich war neun oder zehn. Eines Tages sagte sie, sie sei sehr traurig, weil James Dean gestorben sei. Sie weinte und sagte, dass sie vielleicht eines Tages geheiratet hätten, wenn er am Leben geblieben wäre. Ich war furchtbar eifersüchtig. Ich war am Leben, er war tot, und trotzdem wollte sie ihn. Ich hatte keine Ahnung, wer der Typ war, aber ich habe ihn gehasst. Vielleicht habe ich deshalb seinen Unfall in Crash noch einmal nachgestellt. Vielleicht war es reine Rache.

Das Gespräch führte Katja Nicodemus

 
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