eu Ihre Rede ist Jein und NöSeite 2/2

Gut möglich deshalb, dass die Türkei den Katalysator Europa in zehn Jahren nicht mehr braucht. Mit ihrem Potenzial könnte sie ein blühender Tigerstaat aus eigener Kraft werden. Die Annäherung an die EU wird ihr dabei helfen, auch wenn es vielleicht nie zum Beitritt kommt.

 
Leser-Kommentare
    • imre
    • 05.10.2005 um 17:05 Uhr

    dem verfasser sei gesagt, dass österreich zu mehr als 80% auf dem gebiet der provinz NORICUM liegt. raetien(vorarlberg) und pannonien(burgenland) sind minimal.....
    forsches geschreibsel und bildung sind nicht (immer) ident.

  1. Das ach so tolle wi- wachstum der türkei beträgt laut iwf heuer 5% nich fast 10% - bei einer Inflation von 8,4%.
    Die Haltung Österreichs ist verständlich. Will man nicht am Volk vorbeiregieren muss man eben auch ab und an mal aufs Volk hören.
    Nur als Illustration: Die Ablehnung eines Eu-Beitritts ist unter österreichs Studenten, von allen Befragten am niedrigsten sie beträgt ja nur 66%. Dies auf Haiders Hetze zurückzuführen ist billig und ebensopopulistisch wie er selbst zu seiner "besten" Zeit. Unter Studenten hat die FPö niemals mehr als 10% der Stimmen erreicht.

    Es geht ja bei der ganzen Beitrittsdiskussion um existenzielle Fragen der EU. Wo beginnt Europa, wo hört es auf. Flächenmäßig ist die Türkei eindeutig Asien zuzuordnen.
    Niemand käme auf die Idee mit Tunesien über einen Eu-Beitritt zu verhandeln, schließlich haben die auch tolle Clubs am Meer....

    Sicherheitspolitisch sehe ich keinen Grund für eine Aufnahme, die Türkei ist NATO Mitglied, und daher eindeutig positioniert.

    Wirtschaftspolitisch: BIP/Kopf Türkei 4172$/Jahr; Deutschland: ca 35.000$. Tolle Marktchancen bei dem Bip gelle!

    Und zu guter letzt die USA: Ich bin ein großer Freund dieses Landes, aber es kann nicht sein, dass wir vorgeschrieben bekommen wer EU Mitglied wird. Die Eu ist ja weit mehr als die NAFTA, die USA würden ja auch nie auf die Idee kommen mit Mexiko eine supranationale Institution mit Verfassung udgl. einzurichten.

    Nunja Europa wird den Ösis vielleicht ja noch mal dankbar sein, weil so umgefallen ist Schüssel ja doch nicht, da mittels Volksentscheid der Beitritt der Türkei allein von den Ösis zu verhindern ist.....

  2. Soll eine anatolische Nation Türkei mit nahezu 100% islam. Bürgern, die im Jahre 2020 vermutlich über eine größere Bevölkerung verfügen wird als die größte EU-Nation - nämlich
    D - eine Vollmitgliedschaft im "Club" der römischen Vertragspartner und heutigen EU erhalten?
    Nachdem das brit. Empire 1919 das Osmanische Reich zerschlagen und "Konstantinopel" besetzt hatte, enstand die nationale, kemalistische Türkei, die sich dem brit. Empire widersetzt und griech.,armen. und kurdische separatistische Exklaven gewaltsam bis 1923 wieder nach Ankara "einbindet". Der christl. Teil wandert aus u. die moderne Türkei startet.
    Warum soll eine rein islam.trk-kd.Bevölkerung unseren antik-
    christl.-aufklärerischen Überbau akzeptieren und adaptieren
    - dies besonders in der Zivilgesellschaft - ohne den aber eine Vollmitgliedschaft vice versa nicht zugelassen wird.
    Warum soll sich diese Gesellschaft vergewaltigen und Chimae-
    ren womöglich produzieren, damit eine Bündnisvision aus der
    Hochphase des Kalten-Krieges mit der SU realisiert wird.
    Die SU existiert nicht mehr, aber die Schlachten um das
    noch knappere Öl im Jahre 2020 und daraus resultierende Prozesse werden diese Gesellschaft friedl. od. kriegerisch
    gegenüber der EU und dem Westen sich positionieren lassen.
    Kann sich ein objektiver intellektueller und heute lebender Mensch den Zusammenschluß Australiens mit dem Staat der
    indonesischen islam.Inselwelt vorstellen oder befürworten?
    Haben wir nicht Probleme gesell. und staatl. Art, die der
    Lösung bedürfen bevor wir die Energie aufwenden und der Türkei einen kontrollierten cult. brain wash mit allen Konsequenzen zu verpassen.

  3. Herrn Thumann ärgert sich als Bürger des großen Deutschland über den "pannonischen Zwergenaufstand" im aufmüpfigen Österreich. Ja, so sind sie eben, die Bewohner des Lebensraums im Osten Mitteleuropas. Immer zu einem Revolutiönerl bereit, das, natürlich wegen schlampiger Durchführung, sein Ziel eh nicht erreicht. Von dt. Gründlichkeit sind die jedenfalls weit entfernt und verweigern mit typisch wienerischem Grant den Anschluß an Deutschlands Sicht, statt der Türkei entweder "kernig die Tür zu weisen" oder diese mit "g´schamster Diener" aufzuschwingen.
    Dieser Fall könnte aber durchaus bald eintreten, denn in der Wiener "Presse" vom 7. Oktober sieht Christian Ortner in seinem "Memo an Ministerpräsdent Erdogan" schon einige wichtige Entwicklungen heraufdämmern:
    " ... Sehr europäisch ist hingegen schon die Verwunderung Ihrer geschätzten Republik darüber, dass ein kleineres Land wie Österreich bei Ihrem Beitritt mitreden will, anstatt gefälligst die Klappe zu halten. Das denken sich Joschka Fischer oder Jaques Chirac garantiert auch, insofern hat ihr Land, Exzellenz, da bereits Europareife erreicht. Trotzdem der Hinweis: So etwas denkt man sich, so etwas ehrlich auszusprechen, gilt hingegen noch immer als etwas unelegant." - Hier hat man schon wieder diesen pannonischen Charakterzug: fordert dieser Bewohner der Operettenrepublik doch glatt, Ehrlichkeit gegen Eleganz abzuwägen!

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