Publizistik Der Schein trügtSeite 5/5
- Datum 31.10.2007 - 13:10 Uhr
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- Quelle (c) DIE ZEIT 06.10.2005 Nr.41
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Der Artikel unterstreicht, das sich die wichtigen Wichtigtuer mit ihrem Gewicht eben doch eine Position geschaffen haben, die diesen Artikel erforderlich machte. Da die Wahrnehmung des Geschehens zusätzlich im Kollegenkreis diskutiert wird, ist der Effekt, den der Sieger der Herzen monierte, eben nicht eingebildet gewesen.
Dennoch darf ein ganzer Berufsstand natürlich nicht unter Generalverdacht geraten. Wenn der Nachwuchs es jetzt leichter haben sollte, die Platzhirsche zu hinterfragen, dann ist viel erreicht worden, mit der Diskussion.
Leider habe ich den Artikel von Siegfried Weischenberg erst mit zweijähriger Verspätung gelesen. Zu meiner großen Freude hat er mich gar nicht überrascht, sondern meine Vermutungen absolut bestätigt.Ich musste beruflich die Fleisch-BSE- Krisen von 1986 bis 2001 beobachten und war sehr deprimiert, 2001 - immerhin nach 15 Jahren BSE- Forschung- haargenau den selben Unsinn zu lesen, sehen und hören, der schon 1986 verbreitet worden war, damals immerin wegen der allgemeinen Unwissenheit noch begründbar. 2001 ging es offensichtlich nur noch um Auflagenstärke und Einschaltquote, also um den schnöden Mammon. Um davon möglichst viel in die eigene Tasche umzuleiten, wurden jegliche Fakten ausgeblendet. Schade! Das Ansehen dieser Berufsgruppe hat seither bei mir extrem gelitten und ich konsumiere ihre Produkte nur noch mit allergrösster Vorsicht. Das TV- Gerät habe ich erstmal ganz abgeschafft. Momentan versucht man mit vereinten Kräften das Ende der großen Koalition herbeizuschreiben und -zureden. Auch hier wird mal wieder deutlich, dass die Realität der Scheinwirklichkeit unserer Medien - Gott-sei-Dank! immer noch nicht so ganz folgen will. Ich hoffe, dass das auch noch lange so bleiben wird.
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