Wiktor Juschtschenko, Präsident der Ukraine, träumt von einem neuen Gesicht. Er wünsche sich ein anderes Gesicht, gestand er in einem Interview des ukrainischen Fernsehens. Sein eigenes ist durch eine rätselhafte Vergiftung deformiert. Nun könnte sein Wunsch in Reichweite rücken, denn eine Klinik im USamerikanischen Cleveland stellt ein Team zusammen, das die erste Gesichtstransplantation der Welt durchführen soll. Bisher war ein solcher Eingriff aus ethischen und medizinischen Gründen ausgeschlossen worden. Die Ärztin Maria Siemionow, Initiatorin des Projekts, kontert die Bedenken: Mögliche Patienten seien schon traumatisiert, wie man an den Äußerungen Juschtschenkos ablesen könne. Sie brauchten vor allem ein starkes soziales Umfeld. Das möchte man wohl meinen, denn das Ergebnis der OP soll weder dem ursprünglichen Gesicht des Nehmers noch dem des Gebers ähneln. Drei Gesichter in einem Leben: Das will verkraftet werden.