In der Ausgabe Nr. 40 hat die ZEIT unter der Überschrift Ruck, zuck, weg ist das Kind über den Fall eines Jungen aus Bamberg berichtet, der auf Betreiben des dortigen Jugendamtes seiner Mutter weggenommen und bei einer Pflegefamilie untergebracht worden war. Das Jugendamt, hieß es in unserem Artikel, unterstelle der Mutter ein so genanntes Münchhausen-by-proxy-Syndrom, eine psychische Störung, die sich dadurch auszeichnet, dass Eltern absichtsvoll ihre Kinder verletzen, um bei deren Behandlung selbst Aufmerksamkeit und Zuwendung zu erhalten. Diese Beschreibung des Sachverhalts war falsch. Das Jugendamt hatte den Jungen zwar mit diesem Verdacht in eine Universitätsklinik einweisen lassen, ist mittlerweile aber davon abgerückt, nachdem er sich in der Untersuchung nicht bestätigt hatte.