Wirtschaftspolitik Umzingelt von SozialdemokratenSeite 5/5

Kann Edmund Stoiber »die unerlässliche Zuversicht verbreiten und für das ökonomisch Notwendige werben«, wie es der langjährige Staatssekretär Otto Schlecht einmal formulierte? Es wird die eigentliche Herausforderung für den Mann, dem die Sozialdemokraten die Arbeit weggenommen haben.

Mitarbeit: Elisabeth Niejahr, Martin Spiewak, Wolfgang Uchatius

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Leser-Kommentare
  1. Alle die jetzt schlucken und ihre "Weisheiten" verbreiten, sind später überrascht wenn alles anders und im Fall Stoiber bestimmt nicht schlecht einher kommt. Referenz Bayern. Er ist neben Horst Seehofer ein Politiker, der keinen "Tunnelblick entwickelt hat , sondern noch zu "Visionen", ein Ausdruck, der nach Kirchhoff nicht immer negativ besetzt sein muß, fähig ist und umsetzen kann. Das gute Verhältnis zu den SPD-Ministern wird sehr positive Auswirkungen im Gesamtergebnis haben. Er ist schon sympathisch durch die Tatsache, daß er kein "Altlasten-Politiker" wie Herr Jung-Parteispendenskandal-Minensuchhund von Koch und Herr Schäuble-100.000 DM-Lüge sind, eine wirkliche Belastung, die rückwärtsgerichtete und deshalb für Deutschland gefährliche "Mutti" Frau Schavan und die "Luxus-Kampf-Mutti" Frau v. d. Leyen passen zur intriganten Frau Merkel-Qualifikation: ich will Kanzler sein, bei einer sorgfältigen Auswahl der CDU Ministerriege hätten andere, fähigere Namen ins Spiel gebracht werden müssen, nicht solche ausgewiesenen von der CDU. Das wäre mit Herrn Stoiber nicht machbar gewesen.

    • Colon
    • 13.10.2005 um 11:31 Uhr

    Ja, der im Auftritt, bis auf manche Grobheiten im Bierzelt, für einen gestandenen Bayernpolitiker untypische Ministerpräsident Stoiber, hatte sich schon früh auf seine Wunschzusammenarbeit eingestellt! In Sachen Föderalismusreform und Wirtschaftspolitik vertritt er Positionen, die durchaus Gehör bei den Sozialdemokraten finden werden. - Es ehrt ihn, früher als andere, die Rhetorik des Wahlkampfs verlassen zu haben und sehr konstruktiv in der fast Allparteienkoalition mit oppositionellen Flügeln mitspielen zu wollen.
    Seinen medialen Auftritten merkt man an, er freut sich auf die Koalition und will etwas bewegen.
    Das zur Ehrenrettung für einen, der sonst oft hölzern wirkt und ein wenig arg den Lehrer Lämpel gibt. Aber vielleicht sind die, im neuen Lichte aufscheinenden, Eigenschaften des Bayern, dem langwirkenden Einfluss französischer Verwaltungstradition aus Mongelas Zeiten geschuldet.
    Anspruch und Leichtigkeit verbinden sich nicht nur im bayrisch-fränkischen Barock. - Ein wenig mehr Nachsicht mit dem nachlassenden Machtdrang des langsam altersweise werdenden CSU- Chefs sollten Sie schon haben.
    Sonst vielen Dank für Ihre erhellende Gedankenarbeit.

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