abgedrehte hotels In sicherer Höhe
Manchmal ist das Leben ein Film. Ins Park Hyatt Tokyo kommen viele wegen »Lost in Translation«. Sie finden Ruhe vor der Hektik der Stadt und Eier mit Speck im 52. Stock
Der eine Unterschied ist, dass es im Film regnete und Charlotte einen Schirm trug. Der andere, dass man die Statue des Hundes nicht gesehen hat, als Charlotte über die Kreuzung ging. Die Statue ist in Tokyo Kult. Vor achtzig Jahren wohnte ein Professor in Shibuya, der auf seinem täglichen Weg vom Bahnhof zur Universität von seinem Hund begleitet wurde. Nach Herrchens Tod wartete der Hund oft tagelang vor dem Eingang der Metro und wurde von Geschäftsleuten gefüttert. Nach dem Tod des Tieres errichtete man die Statue aus Bronze, sie ist heute Treffpunkt der Jugend von Shibuya. Charlotte hat sie im Rücken gehabt, als sie, um in die Udagawa-Straße zu kommen, die größte Kreuzung der Welt überquerte, auf die fünf Avenuen zulaufen.
Es ist verblüffend, wie diszipliniert Tausende Menschen an dieser Kreuzung warten, bis die Fußgängerampeln auf Grün springen. Dann entlädt sich eine gewaltige Spannung. Kolonnen ziehen aneinander vorbei, Leute marschieren los, ohne von der Spur abzuweichen. Dann gibt es nur noch Menschen und hohe Häuser mit blinkenden Videoleinwänden und zerrieselnder Werbung, und man sieht den Asphalt kaum mehr vor Menschen, die dorthin und hierhin gehen. Frauen tragen vornehme Blässe und schwarze Sonnenschirme und Männer dunkle Anzüge, und das bei 38 Grad. Niemand rempelt. Keiner drängelt. Körperberührung gibt es nicht. Distanz und Harmonie sind die höchsten Prinzipien japanischer Kultur. Und wenn es Rot wird, huscht niemand noch schnell rüber. Das tut man nicht. Für eine Sekunde steht alles still, plötzlich, als hätte sich das Chaos selbst abgeschafft. Und dann fließt der Autoverkehr los. Nichts kann ihn stoppen. Nicht einmal ein streunender Hund, weil es heute in Tokyo keine streunenden Hunde mehr gibt. Es gibt auch keine wilden Katzen. Die Stadt ist zu sauber für streunende Hunde und wilde Katzen. Es stinkt nicht. Es riecht nicht einmal, als sei die Fäulnis aus Tokyos Eingeweiden wegorganisiert. Und wenn öffentlich jemand raucht, sind es westliche Geschäftsleute.
Eigentlich kommen nur Ausländer nach Tokyo, die hier zu arbeiten haben. Amerikaner wie Bob Harris im Film Lost in Translation. Bob ist Anfang 50 und ein abgehalfterter amerikanischer Filmstar. Am liebsten würde er Theater spielen. Stattdessen hat ihn das Theater des Lebens für eine Woche nach Tokyo verfrachtet, wo er die Straßenschilder nicht entziffern, die Gesten nicht lesen, die Sitten nicht verstehen kann und unter einem wild gewordenen Regisseur Werbespots für die japanische Whiskyfirma Suntory drehen muss. In dem Augenblick, da Bob Tokyoter Boden betritt, will er wieder weg. Tokyo ist ein Tollhaus für ihn. Die Stadt an sich. Das Hotel, in dem er absteigt. Das Empfangskomitee, das ihn vereinnahmt. Das Zimmer. Das ganze Leben. Seine einzige Freude ist die New York Bar im 52. Stock des Park Hyatt. Dort sitzt er, trinkt, raucht und sucht jemanden zur Flucht aus dem Gefängnis, und er findet Charlotte. Das Schicksal hat Charlotte nach Tokyo verfrachtet, weil sie gerade nichts anderes zu tun hatte und ihr Mann John hier eine einheimische Rockband fotografieren soll.
An einem Oktoberabend gehen Bob und Charlotte über die größte Kreuzung der Welt in die Udagawa-Straße, hinauf in das K+F-Gebäude, siebter Stock. Hier ist das Karaoke-kan, hier beginnt Bob wieder zu leben. Mit unerhörter Zärtlichkeit singt er More Than This zum Playback. Er singt es für Charlotte, die Anfang 20 ist und seine Tochter sein könnte. Das Karaoke-kan, eine unter vielen Bars aus einer der Karaoke-Club-Ketten Japans, hat 78 Räume und nur zwei mit Rundfenster aus Plexiglas. In einem davon spielt die Szene, die fünf Minuten dauert.
Natürlich ist Raum 601 viel kleiner, als er im Film wirkt. Überhaupt ist im Film alles größer als in Wirklichkeit. Hat man an der Kasse zehn Dollar für eine Stunde Karaoke bezahlt, zwei Mikrofone aus einer Kiste geholt und den klimagekühlten Raum betreten, dunkelt es ab. Man bekommt noch den bestellten Cocktail oder das Bier gereicht, und dann kann man aus einer Art Telefonbuch mit 67000 englischsprachigen, koreanischen, chinesischen Liedern seinen Song wählen. More Than This von Roxy Music hat die Nummer 4128-01.
Zwei Tage lang haben Sofia Coppola und ihr Team im Oktober 2002 im Karaoke-kan gedreht, bis eine der schönsten Liebesszenen der jüngeren Filmgeschichte entstanden war. More Than This war mehr als nur ein Abendspaß mit angetrunkenen Freunden. Es war das Entkommen aus der Verlorenheit in der Fremde. Es war der Moment, da sich im K+F-Gebäude in der Udagawa-Straße im Herzen von Tokyos Entertainment-Viertel Shibuya Charlotte und Bob ineinander verlieben. Nach einer Stunde im Karaoke-kan sind sie mit dem Taxi nach Shinjuku zurückgefahren, um, wie jeden Abend, in die New York Bar im 52. Stock des Park Hyatt zu gehen.
Abends in Shibuya ein Taxi zu bekommen ist alles andere als leicht. Nach fünf Versuchen mitten auf der Koen-Dori-Avenue hält ein grüner Toyota. Die Tür geht automatisch auf. Der Fahrer blickt sich nicht um. Er sitzt rechts, in Japan herrscht Linksverkehr. »Park Hyatt Hotel, please.« Er blinkt, fährt los, sitzt aufrecht, fast steif. Ein soignierter Herr, um die siebzig, mit weißen Handschuhen. Durch Unterführungen, unter Brücken hindurch, in einspurige Gassen fährt er, von Shibuya nach Shinjuku, am Takashimaya-Kaufhaus auf dem »Tokyoter Times Square« vorbei, die sechsspurige Koishu-Kaido-Avenue entlang, die zur Nishi-Shinjuku-Straße wird. Dann die lang gezogene Auffahrt rechts hoch.
Der Manager war von der Filmidee zunächst gar nicht begeistert
Der Fahrer öffnet automatisch die Tür. Er blickt sich nicht um. Die Fahrt kostet umgerechnet 25 Euro. Ein Concierge verbeugt sich, ein zweiter, ein dritter. Man geht durch die unterkühlte, menschenleere Eingangshalle des Shinjuku Park Tower, fordert den Aufzug an, der sich zwei Sekunden später klingelnd öffnet. Die Fahrt in den 41. Stock dauert zehn Sekunden. Oben, in der glasüberdachten Peak Lounge mit dem Bambusgarten, wo das Park Hyatt Tokyo offiziell beginnt, plätschert Wasser in ein Bassin und Bar-Jazz aus der Konserve. Man ist angekommen in der Oase. Es ist kühl. Es ist ruhig. Gedämpft.
Eine »fließende Insel auf dem Dach einer chaotischen Stadt« – so hat Sofia Coppola das Park Hyatt beschrieben; als Oase in der Fremde versteht sich das Hotel selbst. Es möchte Vertrautheit schaffen, auf dass der, wie man den Gast hier nennt, »sophisticated traveler« sein Verlorensein in der Fremde nicht spürt. Deshalb gibt es auch Rührei, Speck, Müsli und Kaffee zum Frühstück, stehen englischsprachige Bücher in den Vitrinen der Gänge, kann der Einsame auf seinem Zimmer CNN und BBC über den Flachbildschirm-Fernseher auf drehba- rer Konsole empfangen oder hauseigene Meditationsprogramme.
Außer Frage steht, dass Sofia Coppolas Film Lost in Translation nur im Park Hyatt Tokyo spielen konnte. Das hat zwei Gründe. Erstens gibt es kaum einen größeren kulturellen Gegensatz als den zwischen Japan und Amerika, und Lost in Translation ist ein Film über Amerikaner in Japan. Zweitens ist das Park Hyatt für die New Yorker Regisseurin immer wieder ein persönliches Zuhause in der Fremde gewesen, als sie als Fotografin und Modedesignerin auch in Tokyo gearbeitet hat, wo sie im Viertel Shibuya einen Modesalon besitzt. Wenn Sofia Coppola in der Stadt war, wohnte sie manchmal über Wochen im Park Hyatt. Und weil sie in jenen Tagen, Anfang 2000, nicht wusste, wie ihr junges Leben weitergehen sollte, schrieb sie in irgendeinem der 177 Zimmer des Park Hyatt das Drehbuch zu Lost in Translation. Sie schlug dem damaligen General Manager Malcolm Thompson einen Film im und über ein Hotel vor, der, komödiantisch gezähmt, von Orientierungslosigkeit und Verlorenheit handelt. Thompson war kaum begeistert: Der ungestörte Komfort und die Diskretion, beschied er, hätten Vorrang vor der Kunst. Sein Bedauern.
Aber Miss Coppola insistierte. Sie gab Thompson das Skript und sagte (so ist es überliefert), wenn das Park Hyatt nicht zustimme, könne Lost in Translation überhaupt nicht gedreht werden, denn der Film sei auch ein Film über ihr, Sofia Coppolas, Leben und über ihr Leben in diesem Hotel. Sie war damals 31. Ein Jahr später hatte das Low-Budget-Opus drei Golden Globes gewonnen: bester Film in der Kategorie Comedy, bester männlicher Hauptdarsteller, bestes Drehbuch. Für ihr Drehbuch bekam Sofia Coppola später auch einen Oscar.
Jetzt ist das Park Hyatt berühmt, obwohl es Berühmtheit zuletzt will. Es will ein auffällig unauffälliges Haus sein. Heimat des internationalen Business-Jet-Sets in der Fremde. Auf allen Zimmern liegen eigens fürs Hotel abgemischte CDs mit dem Namen Airflow und Titeln wie Gotta Get Home und It’s Time For Love aus. Die Musik ist eine subtile Melange aus japanischer Tradition und zeitgeistiger Coolness. Das Resultat ist globaler Chill-out, so jugendlich wie das Personal, das ausschließlich einheimisch ist, unaufdringlich, servil, vor lauter Bemühtheit manchmal etwas verwirrt; der Altersschnitt liegt bei geschätzt Anfang dreißig. Einige, die in den USA studiert haben, sprechen sehr gutes Englisch, die meisten aber kann man nur nach zwei- oder dreimaligem Nachfragen verstehen. Im Park Hyatt und überhaupt in Tokyo hat man Sofia Coppola übel genommen, dass sich Lost in Translation über das Englisch der Japaner belustigt. Bob macht die Erfahrung des unfreiwillig Vernuschelten ja immer wieder, wobei in seinem Fall das Nichtverstehen der Sprache auch eine Chiffre für das Missverstehen der Kulturen ist.
In einer Slapstick-Szene zu Anfang des Films kommt auf Einladung des Hotelchefs eine laszive Tokyoter Edelhure auf sein Zimmer und will bei aufgestelltem Bein, dass Bob ihre Strumpfhose zerreißt. »Lupfen, lupfen«, sagt sie und schreit ihn dann an: »Lupfe meinen Stlumpf!«, und Bob fragt: »Lupfen? Lupfen?«, bis er begreift, dass die immer exaltierter werdende Frau »rupfen« meint, zerrupfen, und dann sumoringen die beiden miteinander auf dem grünen Teppichboden, und er fällt über die Stehlampe, und das Licht erlischt. Nacht in Tokyo und Nachtschwärze im Zimmer. Und überhaupt: Düsternis in Bob Harris’ Seele.
An einem hellen Mittag gehen Bob und Charlotte in die Sushi-Bar Ikkan, in der Sofia Coppola selbst gern isst. Der Barchef Herr Miichi ist einige Sekunden im Film zu sehen, als Bob ihn respektlos fragt, ob Japaner abgestorbene Zehen essen. Wer den coolen Herrn Miichi im eleganten Fashion-Viertel Daikanyama aufsucht, bekommt für zwölf Euro acht Stück Nigiri, vier Stück Nori Maki, ein Stück gebratenes Ei auf einem echten Orchideenblatt und vor allem die Aussage serviert, dass Miss Coppola für die einminütige Szene neun Stunden gedreht habe, dass Herr Bill Murray ein wenig arrogant sei und dass er, Herr Miichi, auf dem Fischmarkt an jenem Oktobermorgen extra frischen Fisch besorgt und für den Drehtag nur 1500 Euro erhalten habe. Reden durfte er nicht. Geräusche hatten zu unterbleiben. Die Klimaanlage musste er ausmachen, wenn man ahnt, was das in Tokyo bedeutet. Lost in Translation hat er nicht gesehen. Warum auch? Er findet die Schauspielerin Naomi Watts viel schöner als Scarlett Johansson. Naomi Watts ist Stammgast im Ikkan in der Hachiman-Straße.
Die Bedingung: Drehen nur von 0 bis 6 Uhr, kleine Kameras, kein Blitzlicht
Diese verlässt man schließlich über die Omotesando-Avenue Richtung Shinjuku, und im 41. Stock des Park Tower empfängt einen sofort gekühlte Stille, der Luxus, über Tokyo und den Umständen zu thronen, ein Komfort, der in fast kontemplativer Ruhe besteht. Dann gibt es nichts Schöneres, als, wie auch Bob es tat, in den Frotteemantel zu schlüpfen, die Frotteeschlappen anzuziehen, in den 45.Stock zu fahren, in den Pool zu springen, dann eine einsame Stunde im Jacuzzi zu sprudeln und auf der Lederliege mit Blick über Tokyo zum Airflow zu chillen. In der Zwischenzeit hat das Housekeeping-Team getrocknete Aprikosen und zwei Scheiben Camembert unter einer Glocke aus dünnstem Jenaer Glas gebracht. Das Zimmer ist kühl. Draußen blinken die Lichter der Wolkenkratzer.
Wenn Zurückhaltung in der japanischen Kultur eine hohe Tugend ist, so ist sie im Park Hyatt das höchste Prinzip. Deshalb durfte Sofia Coppola auch nur zweieinhalb Wochen, vom 7. bis zum 23.Oktober 2002, im Hotel arbeiten, und das, ohne VIPs und CEOs im Globalisierungsalltag zu belästigen. Sie hatte die Bedingungen von General Manager Thompson akzeptiert: drehen nur nachts zwischen null und sechs Uhr; keine Umbauten; kleine Kameras; kein Blitzlicht; die Crew maximal 20 Leute stark. Es tauchen zehn Angestellte des Hotels in Nebenrollen auf, Barchef und Animateur wurden von ihr gecastet und dürfen sogar kurz sprechen. Beide gehören heute nicht mehr zum Hotel. Sie arbeiten anderswo. Drei Jahre sind eine Ewigkeit. Die Fluktuation in Tokyo ist groß. Der Rest der Besetzung waren Sofias Freunde und Bekannte aus der Tokyoter Musik- und Modeszene, die sich nachts im Park Hyatt einfanden, als die Gäste schliefen. So erklärt sich auch das Grundmotiv des Films, die ständige Dunkelheit und Dämmerung. Als erzwungenes Stilmittel ist das eine äußerst glückliche Fügung, denn Lost in Translation ist ein Versuch über Brunnenseelen, über Tränen in der Nacht und die Unfähigkeit zu schlafen.
4808. Niemand weiß, dass sie den ganzen Film in dieser einen Suite gedreht haben. Das Wohnzimmer wurde zu Bobs, das Schlafzimmer zu Charlottes Zimmer umgebaut. Auf charmante Art wollte die Hoteldirektion nicht mitteilen, in welcher der drei »Diplomats« Lost in Translation gedreht wurde, weil man jede Art von Pilgerstätte für Cineasten vermeiden will. Viele Kunden kommen nur des Films wegen, und auch Tagestouristen fahren in den 41. Stock, zücken ihre Digicams in der Peak Lounge oder wallfahren in den 52. Stock, in die New York Bar.
Ausnahmsweise sind an diesem Tag alle drei Suiten zu sehen, und es ist klar, dass es die mittlere Suite sein muss: Als Bob in einer weiteren einsamen Nacht mit seiner Frau telefonierte, war auf dem Telefonapparat die Nummer 4808 zu lesen.
Ich kann nicht schlafen. Ich fahre in den 52. Stock, New York Bar, und sitze am marmornen Tresen, wo Bob gesessen und seine Zigarren gepafft hat. Eine blonde Britin haucht Time After Time, die Männer an Flügel und Kontrabass üben sich in Dezenz. Die japanischen Gäste tragen Anzug und Krawatte, die amerikanischen Schildkappen und Turnschuhe. Eine philippinische Diva im schulterfreien Schwarzen raucht Spitze, britische Geschäftsmänner telefonieren lärmend.
Um Viertel vor eins wird die letzte Runde ausgerufen. Und plötzlich dies: Für drei, vier, fünf Sekunden, während hinter dem Yoyogi-Park ein Feuerwerk niedergeht und es grüne und gelbe Sträuße regnet, bebt die Erde. Es ist das Nachbeben, auf das alle gewartet haben. Man merkt auf, die Gäste sehen sich an, die Musik spielt weiter. Der Turm scheint zu schwanken, als sei man trunken. Um eins macht die Bar dicht. Wer noch immer nicht schlafen kann, geht raus wie Bob Harris. Shinjukukuyakusho-Straße, Massagesalons, Chinarestaurants, Spielhöllen, der Dandy’s Club, der Lady’s Club. Männer sehen aus wie Frauen, Frauen spielen Mädchen. In der Einbildung wankt die Stadt weiter. Der Verkehr ist wie durch achtspurige Adern fließendes Blut. Tokyos Nacht ist 32 Grad kalt. Um halb fünf wird es hell.
- Datum 03.11.2005 - 13:00 Uhr
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- Quelle (c) DIE ZEIT 03.11.2005 Nr.45
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