Dass Alter und Schönheit auch Hand in Hand gehen können, zeigen diese gebänderten Eisenerze in Westaustralien: Sie sind bis zu 3,8 Milliarden Jahre alt. Eisenminerale und Siliziumoxid wurden damals Schicht um Schicht abgelagert. Daran waren Lebewesen beteiligt, meinen Geologen. Wer aber genau in grauer Vorzeit die Minerale so sorgfältig aufgestapelt hat, war bislang nicht bekannt.

Blaualgen könnten das Eisen mit Sauerstoff aus eigener Produktion oxidiert und abgelagert haben. Doch damals, als die Erde kaum eine Milliarde Jahre alt war, hatten sie wohl noch nicht genug Sauerstoff für die Bildung solcher Formationen hergestellt.

Nun bringt der Tübinger Geomikrobiologe Andreas Kappler einen neuen möglichen Baumeister ins Spiel: Eisenbakterien, die das Metall nicht mit Sauerstoff, sondern mit ultraviolettem Licht oxidieren. In einer Simulation des Ur-Ozeans in Kapplers Labor häuften die Bakterien tatsächlich große Mengen Eisen auf.