An ihrem Kabinettstisch fühlte Margaret Thatcher sich wie eine Tigerin, die von Hamstern umgeben war – so beschrieb die Lady ihre eigene Richtlinienkompetenz. Mit anderen Worten: Der Premierminister entscheidet. Als Tony Blair 1997 antrat, beschloss er, dass Wirtschaftspolitik Sache des Schatzkanzlers sein sollte, so hatte er es ihm versprochen. Seither ist Gordon Brown die Nummer eins. Er sitzt auf dem Geld, bestimmt allein über die Ausgabenpolitik und damit über jeden wirtschaftspolitischen Entwurf der Regierung. Die Ausführung übernehmen zwei seiner Kabinettskollegen. Der Minister für Handel und Industrie, Alan Johnson, kümmert sich um das tägliche Geschäft, business in Britain sozusagen. Er ist aber auch Arbeitsminister, wacht über den Mindestlohn und die Arbeitsgesetzgebung. Und John Hutton, der Minister für Arbeit und Renten, ist der Arbeitslosenminister, zuständig für Jobvermittlung und Arbeitslosengeldzahlung sowie Sozialhilfe. jfj