Sie haben an der Loyola-Universität in New Orleans Kommunikationswissenschaft und Spanisch studiert. Warum sind Sie nun zum Studium nach Dortmund gekommen?

Die Uni in New Orleans ist bis Januar geschlossen, mein Zuhause am Stadtrand von New Orleans hat Katrina zerstört. Wir haben alles verloren und flohen nach Houston. Ich hätte Ende Dezember meinen Bachelor-Abschluss bekommen sollen, plötzlich war das nicht mehr möglich. Und in Houston holte uns auch noch Rita ein. Ich wollte nur weg. Da fand ich Ende September in einem Weblog das Angebot der Uni Dortmund, die Hurrikanopfer für ein Semester nach Deutschland einlud.

Viel Zeit hatten Sie nicht, sich vorzubereiten.

Die größte Schwierigkeit war, ohne Geburtsurkunde einen Pass zu bekommen. Das Packen war einfach - ich besitze nur Sachen, die andere Leute mir geschenkt haben.

Sie sprechen kein Deutsch. Wie finden Sie sich hier an der Uni zurecht?

Ich lerne. Meine Kurse in Kommunikationswissenschaft sind zum Glück auf Englisch, und dann habe ich noch zwei Spanischkurse. Die Scheine werden mir zu Hause auf meinen Bachelor angerechnet. Um mich hier im Alltag zurechtzufinden, habe ich einen Intensivkurs Deutsch belegt.

Wie lange werden Sie bleiben?