Medien Lustiges VölkchenSeite 2/2

* Aus dem Englischen von Jeannine Kantara

 
Leser-Kommentare
    • hagego
    • 02.04.2008 um 16:09 Uhr

    So eine Eloge!"Thank you, Mr. Harding!"      Wer hört denn nicht gern Schmeicheleien über sich? Und nun hat der Deutschland-Korrespondent des "Guardian", Luke Harding, dem gesamten deutschen Volk ein Kompliment wegen ihres Humors gemacht!      Ein Engländer sagt so etwas über das Volk der Dichter, Denker und auch Richtigsteller!      Deutschland steht (oder stand?) immer in dem zweifelhaften Ruf, "alles" zu überprüfen, zu relativieren und zu objektivieren. Wir setzen (ich setze - siehe diesen Artikel!) lieber An- und Abführungsstriche, weil wir damit unsere gerade gemachte Feststellung wieder relativieren. "Vielleicht ist es doch gar nicht so ganz, wie eben beschrieben..." "Vielleicht sollte man noch bedenken, dass..."      Auch deutsche Journalisten haben sich oft schwer getan, ihre Meinung frank und frei vor laufender Kamera zu äußern. Wenn ich an die Runden - noch unter Werner Höfer - im "Internationalen Frühschoppen" denke: Don Jordan, amerikanischer Korrespondent vermittelte ohne "Wenn und Aber", was er von den Ansichten seiner Landsleute hielt. Aber auch, was er von der politischen Großwetterlage der Deutschen hielt. Die deutschen Journalisten waren, viel ausgewogener, aber eben auch viel "unentschiedener".      Ein Deutscher hat - aus leidvoller Erfahrung - mit einem entschiedenen "Vielleicht" zu antworten. Damit drückt er aber zugleich das "Ja" und das "Nein" auf die Seite.      Auch hier, in Old Germany, haben wir Humor. Viele dieser "Visitenkarten" müssen wir noch entdecken. Robert Gernhardt, Werner Finck, Vicco von Bülow, Horst Haitzinger, Dieter Hildebrandt - um nur ein paar zu nennen.

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