Bild der Woche Was vom Urtier übrig blieb

Was geschah mit Ohren und Rüssel des permagefrosteten Mammuts?

Dieses merkwürdige Bild eines Mammuts zeichnete Roman Boltunow 1804. Fünf Jahre zuvor hatte der russische Fürst Ossip Schumachow den Kadaver im Dauerfrostboden des Lenadeltas entdeckt. Es war das erste Exemplar, an dem noch Weichteile erhalten waren. Nach dem Auftauen nahm Schumachow die Stoßzähne ab und verkaufte sie an den Händler Boltunow. Als der neugierig mit seinem Skizzenblock anrückte, fand er das Urviech ohne Ohren und den Rüssel vor – vermutlich hatten Raubtiere sie abgefressen. Eine Kopie der verschollenen Zeichnung erhielt der Naturforscher Johann Friedrich Blumenbach zusammen mit Haut- und Haarproben. Er hatte 1799 als Erster das Wollhaarmammut anhand von Knochen- und Zahnfunden beschrieben. Diese Fundstücke und die Zeichnung sind vom 1. Dezember an im Naturhistorischen Museum in Braunschweig zu sehen.

 
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    • Quelle (c) DIE ZEIT 01.12.2005 Nr.49
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    • Schlagworte Zeichnung | Museum | Braunschweig
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