EU-Parlament: Ratlos
Der Vorsitzende des Umweltausschusses, Karl-Heinz Florenz, ein sehr einflussreicher Mann im Europaparlament, klagt über mangelnde Unterstützung aus dem eigenen Haus. Der Schwarz-Grüne von der CDU (Florenz über Florenz) meint dabei allerdings weder Freund noch Feind, sondern den chronisch überforderten wissenschaftlichen Dienst des Hohen Hauses. Ob in Umweltfragen oder derzeit bei der heiß umkämpften Chemikalienrichtlinie Reach, stets biete sich ihm dasselbe Bild, sagt Florenz. Zwar freut sich das Europäische Parlament über wachsende Kompetenzen, zugleich aber lässt es einfach zu viel Platz für Fremdconsulting. Sprich, gewiefte Lobbyisten übernehmen die wissenschaftliche Beratung, für die dem Parlament eigene Leute fehlen. Und welcher Abgeordnete, warnt der CDU-Mann, kann sich da schon sicher sein, dass er nicht plötzlich auf dem falschen Bein steht?
- Datum 01.12.2005 - 13:00 Uhr
- Quelle DIE ZEIT, 49/2005
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