MAGNET

Geysire und Gletscher, heiße Quellen und tosende Wasserfälle, eine erhaben-melancholische Landschaft, in der die wilden Trolle hausen - typisch Island, oder? Andererseits: quirliges Szeneleben in Reykjavøk, experimentelle Musik, unkonventionelle Mode. Wie die junge Designergarde den Brückenschlag zwischen Moderne, Mythen und Traditionen mit Witz und Verve meistert, zeigt die Ausstellung Mode & Design aus Island im Kölner Museum für Angewandte Kunst. Auf spielerische Weise bedienen sich Kreative der signifikanten Merkmale ihrer Heimat, wildern munter in Flora und Fauna, lassen sich von den müden Farben der Insel inspirieren. Sie kleiden Frauen in Violett und Braun, in Grün und Schwarz (unser Bild zeigt eine feenhafte Kreation des Teams Spaksmannsspjarir). Sie überziehen Accessoires mit schillernder Fischhaut, verstecken Mobiltelefone unter Hüllen aus Schafwolle, entwerfen Stühle, in denen man sitzt wie in einem moosbewachsenen Nest. Keine Spur von Mainstream in der Ideenschmiede zwischen den Kontinenten.

Bis 29. Januar 2006, Museum für Angewandte Kunst, Köln. Geöffnet Dienstag bis Sonntag 11 bis 17 Uhr außer an Feiertagen, Eintritt 4 Euro. Auskunft: Tel.

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0221/238 60, www.museenkoeln.de, www.islandfestival.de

 
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