Die Mann-Familie

»Jemand wie ich <sollte> selbstverständlich keine Kinder in die Welt setzen«, notierte Thomas Mann 1918 in sein Tagebuch. Da hatte ihm seine Frau Katia bereits fünf Kinder geschenkt (Erika 1905, Klaus 1906, Golo 1909, Monika 1910, Elisabeth 1918), und das sechste (Michael 1919) war unterwegs. Dieser opulent ausgestattete Bild-Text-Band Die Kinder der Manns (Ein Familienalbum. Hrsg. von Uwe Naumann in Zusammenarbeit mit Astrid Roffmann; Rowohlt, Reinbek bei Hamburg 2005; 399 S., 49,90€), der parallel zu einem Ausstellungsprojekt entstand, präsentiert in einer kollektiven Biografie alle sechs Mann-Kinder mitsamt den Eltern (auf dem Foto v. l. n.r.: Katia, Monika, Michael, Elisabeth, Thomas, Klaus und Erika auf Hiddensee 1924 – es fehlt Golo). Herausgeber Uwe Naumann konnte auf eine Vielzahl unveröffentlichter und unbekannter Dokumente und Fotos zurückgreifen. Auch wer Heinrich Breloers TV-Dokudrama »Die Manns« von 2001 gesehen hat, wird hier noch manches Neue entdecken können. Ein prachtvolles Geschenk.

 
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