Ich war Anfang zwanzig, traurig, bedrückt, aber nicht so schockiert wie acht Jahre zuvor, als meine Mutter mich morgens geweckt hatte, um mir mit Tränen in den Augen zu sagen, dass die israelischen Geiseln bei den Olympischen Spiel in München alle ermordet worden seien. Die Welt, in die ich hineinwuchs, war voller Schrecken, mit Moskau und der Ostzone, mit dem eben noch winkenden Kennedy, mit Panzern, die über Nacht in ein Land rollten, in dem im Herbst noch Frühling war. Und nun Lennon. Den Mann mit der Frau im Bett, der dem Frieden eine Chance geben wollte. You may say I’m a dreamer, but I’m not the only one… Er hatte uns wenigen das Gefühl gegeben, gar nicht so wenige zu sein, und nun waren wir noch einer weniger. Mit Pop hatte er die Welt verändern wollen, in der Sekunde seines Todes schlug die Welt zurück.