Technik Innovation von der RolleSeite 4/4
Ärzte halten das für übertriebene Hygiene. »Unter medizinischen Gesichtspunkten ist feuchtes Toilettenpapier problematisch«, sagt Bernhard Lenhard, Sprecher der Deutschen Gesellschaft für Koloproktologie, die sich mit Enddarmerkrankungen beschäftigt. Die Zeitschrift Ökotest wies bei ihrem letzten Vergleich im Jahr 2003 in vielen Produkten – auch von Hakle – Formaldehyd oder Formaldehydabspalter nach, die im Verdacht stehen, Krebs zu begünstigen. Außerdem fanden die Tester Duftstoffe, die sich im Körper anreichern, und Polyethylenglykole, die die Haut durchlässiger für Schadstoffe machen. Die Zusatzstoffe können Allergien und Entzündungen auslösen und damit Schäden hervorrufen, die die Feuchttücher laut Werbung verhindern sollen.
Feuchte Tücher und Luxuspapier setzen das Rohrsystem unter Druck
Auch Entsorgungsunternehmen sind mit dem feuchten Klopapier nicht glücklich. In Großbritannien haben sie es gar als Hauptschuldigen für zunehmende Toilettenverstopfungen ausgemacht: Trockenes Billigpapier zerfällt nach drei Minuten im Wasser, Feuchttücher erst nach fünf Tagen, ergab eine Studie, die British Gas in Auftrag gegeben hatte. Ein Unternehmenssprecher sagte, das setze die Toiletten unter starken Druck. Auch mehrlagigem und dickem Luxuspapier ist die britische Kanalisation nicht immer gewachsen. Was das für China bedeutet könnte, wenn das Klopapier kommt, kann man sich ausmalen.
Was also tun, wenn trockenes Papier dem einen nicht genug reinigt, feuchtes Papier den anderen zu sehr reizt und beides zu Verstopfung führt? Ärzte empfehlen: Wasser, wie in Indien und Arabien seit Jahrhunderten erprobt; spülen statt wischen. Diese Umstellung würde auch die Kanalisationsbetreiber erfreuen. Die Klopapier-Entwickler allerdings müssten sich eine neue Rolle suchen.
- Datum 15.12.2005 - 13:00 Uhr
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- Quelle (c) DIE ZEIT 15.12.2005 Nr.51
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ich fand Ihren Artikel sehr interessant, doch leider hat mir gefehlt, dass immer noch die meisten Buerger/innen in Deutschland normales Klopapier benutzen, obwohl es Klopapier aus Altpapier gibt. Sie als Medien koennten damit auch eine kritische Berichterstattung leisten und die Buerger darueber informieren, dass die besagte Firma "Procter & Gamble" und andere. Z.B. Menschen ohne Besitztitel von ihrem Land vertrieben. " Kleinbauern seien mit falschen Versprechungen zum Verkauf ihrer Grundstücke überredet oder bei der Kaufsumme betrogen worden, z.B. indem ihre Landflächen zugunsten des Konzerns kleiner gerechnet wurden, als sie tatsächlich waren." Artikel von Robin Wood (Feb. 2005).
Bei dem Anbau von Eukaliptus passiert ein oekologische Disaster fuer Menschen und Natur. Nicht nur in China
Es geht darum, dass die Menschen wissen sollen, dass manche Firmen, so treiben und dass jeder Verbraucher/in die Chance hat, dagegen etwas zu unternehmen. Es muss nur mal ans Tageslicht gelangen. Danke
http://www.umwelt.org/rob...
Ihr Artikel ist sehr spannend und vor Allem mit viel feinstem Humor angereichert !
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