deutsche zustaende Die verstörte Gesellschaft
In weiten Teilen der Bevölkerung wächst die Orientierungslosigkeit – und mit ihr der Druck auf Minderheiten
Jetzt zeigt sich: Was Teile unserer »Eliten« machen, bleibt nicht ohne Folgen. Überbordende Gewinne von Unternehmen, die mit Massenentlassungen verknüpft werden; Manager, die vor Gericht stehen und immense Abfindungen erhalten; die politische Handlungsunfähigkeit angesichts wachsender Staatsverschuldung, ja sogar der erste freiwillige Machtverzicht einer amtierenden Bundesregierung – bisherige Logiken und Regeln, wie diese Gesellschaft sozialverträglich funktioniert, scheinen außer Kraft gesetzt.
Was fällt ins Auge? Betrachtet man die Debatten und Ereignisse des Jahres 2005, wird deutlich, dass rasante ökonomische Entwicklungen und soziale Integration auseinander zu driften scheinen. Insbesondere drei Problemquellen tragen dazu bei und erzeugen eine neue Qualität. Es ist anzunehmen, dass sich diese in den Gefühlen der Bevölkerung niederschlägt. Erstens: Kontrollverluste nationalstaatlicher Politik im Zuge der Globalisierung und die Wahrnehmung, dass die soziale Unsicherheit größer wird. Zweitens: Ungerichtete gesellschaftliche Prozesse, die das Gefühl der Orientierungslosigkeit hervorbringen. Drittens: Die Unbeeinflussbarkeit von ökonomischen Entwicklungen, die das Gefühl erzeugen, als politischer Bürger nur noch wenig zur eigenen sozialen Sicherung und zur Entwicklungs richtung der Gesellschaft beitragen zu können.
Diese negativen Wahrnehmungen lassen sich als Verstörungen begreifen, die aus gesellschaftlichen Entwicklungen resultieren. »Die neue Unsicherheit ist keineswegs nur eine unerwünschte Folge der unsteten Märkte«, so Richard Sennett, »sie ist in den neuen Kapitalismus einprogrammiert.« Man kann geradezu von einem überwältigenden Kapitalismus sprechen. Die erreichten Kontrollgewinne des Kapitals gegenüber Politik führen dazu, dass die eigenen Logiken und Maßstäbe – ohne wirksame Gegenkräfte – autoritär gegen die Gesellschaft in Stellung gebracht werden können. Unsicherheit und Angst »unten« werden als unausweichlicher Systemzwang dargestellt. Eine losgelöste Moral bei den Eliten »oben« dient so dazu, die Bevölkerung einzuschüchtern. Konkurrenz wird als Naturgesetz plakatiert, Effizienz wird auch als Mechanismus der sozialen Desintegration einkalkuliert. Hat das sozial zerstörerische Auswirkungen? Ja, es sieht so aus.
Unser Projekt der Universität Bielefeld untersucht, wie sich Desintegrationsprobleme auswirken. In den erwähnten drei Bereichen haben sich die Trends zwischen 2002 und 2005 verschärft (siehe Grafik): Signifikant zugenommen haben die Desintegrationsgefahren, die sich in Angst vor Arbeitslosigkeit, Befürchtungen eines niedrigen Lebensstandards und negativen Zukunftserwartungen ausdrücken. Dies gilt ebenso für die Frage, ob man nach eigener Wahrnehmung an Orientierung und politischem Einfluss verliert. Danach scheint eine sicherheitsverbürgende Ordnung verloren, sodass man nicht mehr weiß, wo man selber eigentlich steht (64 Prozent). Man weiß nicht mehr, was los ist (66 Prozent). Und: dass man – so das Gefühl – früher wusste, was man zu tun hatte (63 Prozent). Selbst wenn dies als problematische Nostalgie erscheint, erzeugen diese subjektiven Gefühle die Realität der Menschen.
Und was wird aus der gesellschaftlichen Mitte? Mit materiellen Zugewinnen »oben« und Verlusten »unten« geraten die mittleren Lagen ins Rutschen. Angst vor sozialem Abstieg verspüren heute etwa die Hälfte von allen Befragten, also nicht nur Befragte in den unteren, sondern auch in mittleren und gehobenen Soziallagen, mithin jene, die viel zu verlieren haben – forciert durch »Hartz IV« als Ausdruck sozialer Abstiegsgefahr. Seit 2002 nimmt auch die Anerkennung sowohl im Beruf als auch im Alltag, die für die Integrationsqualität einer Gesellschaft zentral ist, signifikant ab. Das deutet auf zunehmende Konkurrenz und Gleichgültigkeit gegenüber anderen hin. Die Menschen geraten offensichtlich verstärkt unter Druck, was ihre Wahrnehmung des Zustandes dieser Gesellschaft verändert. Im Jahr 2005 vertraten fast 87 Prozent der Befragten die Auffassung, dass die Gesellschaft immer mehr auseinander fällt. Zwischen 2002 und 2005 ist der Zweifel an der Solidarität mit Hilfsbedürftigen spürbar auf fast 39 Prozent gewachsen. Auch die Zweifel daran, dass Menschen bei uns fair miteinander umgehen, stiegen bemerkenswert auf über 70 Prozent an. Und dass der Wohlstand gerecht verteilt sei, bezweifeln – auch ansteigend seit 2002 – in diesem Jahr 87 Prozent. Grundprinzipien einer integrationsfähigen Gesellschaft wie Solidarität, Fairness und Gerechtigkeit scheinen zur Disposition zu stehen.
In solchen Ergebnissen spiegelt sich, dass ein derart überwältigender Kapitalismus nicht in der Lage ist, soziale Integration zu sichern, geschweige denn soziale Kohäsion zu erzeugen. Sie sind aber wesentliche Voraussetzungen dafür, dass Mehrheiten und Minderheiten, mit ihren starken und schwachen Gruppen, friedlich zusammenleben.
Was bedeutet es dann, wenn einerseits die Ökonomisierung der Gesellschaft voranschreitet und sich andererseits Verstörungen ausbreiten? Was heißt es, wenn die Sicherung des sozialen Status und Zusammenlebens unter Effizienzgesichtspunkten organisiert und bewertet werden müssen? Instrumentelles Verhalten wird damit zur Normalität des Umgangs. Offensichtlich, so unsere Erhebungen, bleibt es nicht ohne Folgen für gesellschaftlich schwache Gruppen, wenn sie Fremdheitsgefühle »im eigenen Land« auslösen, als wirtschaftliche Konkurrenz wahrgenommen werden, eingeschliffene kulturelle Selbstverständlichkeiten infrage stellen oder angeblich die öffentliche Ordnung stören.
Wenn die Desintegrationsgefahren bei der Mehrheit und in der Mitte zunehmen, so der Befund, reduziert sich die Anerkennung schwacher Gruppen. Die Bereitschaft, für sie Integrationsgelegenheiten offen zu halten, könnte zurückgehen. Zwangsläufig sind solche Folgen allerdings nicht. Es könnten sich auch Reaktionen gegen »die da oben« richten. Aber leichter und individuell risikoloser ist es, solche Reaktionen gegen Schwache zu wenden, in Form gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit als Fremdenfeindlichkeit, Antisemitismus, Islamophobie, Abwertung von Obdachlosen, Homosexuellen und Aversionen gegen weitere Gruppen. Das machtlose Verzagen gegenüber den Starken schlägt um – abgewertet werden die Schwachen. Hinter dieser Abwertung verbirgt sich eine Art Selbstaufwertung in unsicheren Zeiten.
Bei einer Betrachtung der Trends von 2002 bis 2005 wird deutlich, dass bei der Fremdenfeindlichkeit die Werte kontinuierlich zunehmen. »Es leben zu viele Ausländer in Deutschland« – die Zahl derjenigen, die diesem Satz eher oder voll und ganz zustimmen, ist von 2002 bis 2005 kontinuierlich von 55 Prozent auf 61 Prozent gestiegen. Dass bei knapper werdenden Arbeitsplätzen Ausländer in ihre Heimat zurückgeschickt werden sollten, bejahen circa 36 Prozent, vor drei Jahren waren es etwa 28 Prozent. Auch Islamophobie, genauer untersucht seit 2003, nimmt kontinuierlich zu. Die Frage, ob der Islam in die westliche Welt passe, verneinen inzwischen 74 Prozent aller Befragten.
- Datum 15.12.2005 - 13:00 Uhr
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- Quelle (c) DIE ZEIT 15.12.2005 Nr.51
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Die Natur ist immer aus nach Gleichgewichtung.
Die meisten Menschen sind ja bereit in härteren Zeiten
den Guertel enger zu schnallen.Das Volk ist bodenständig klug.
Aber dann muessen ALLE mitziehen. Was nuetzt da eine
moralentlöste (eigene Moral machende) Elite mit
Fuehrungsanspruch.
In diesem gesellschaftlichen Wertevakuum wachsen Kompensationskräfte
Erst einmal an die Teilnahmer des Forums nachträglich ein paar schöne Weihnachtsgrüße, an Herrn Heitmeyer natürlich auch. Versteht sich.
Fein, dass auch Herr Heitmeyer ( ich meide es schon seit zig Jahren ) unsere selbsternannten und sich selbst weit überschätzenden Figuren der Politik-Enklaven im Bund und in den Ländern ebenfalls nur in Anführunszeichen als
" Elite " sieht. Eliten sind, oder vielmehr waren einst, durch Fähigkeiten wie Verantwortungsbewußtsein oder mindestens Einsichtsfähigkeiten für ihre Entscheidungen gekennzeichnet. Davon kann, wer sich die Zahlen, Daten, die Fakten der letzten 20 Jahre vor Augen führt, hier keine Rede mehr sein.
ABer wies so ist, wenn ich mir hier manche Zuschriften ansehe oder mir die nicht enden wollenden Appelle aus Berlin zu Gemüte führe, es wird sicher leider immer Menschen geben, die jeden Zugang zu relevanten Informationen meiden, die auf Recherchen pfeifen, Zusammenhänge zwischen Wirtschadtlichem Handeln und sozialen Entwicklungen ignorieren, kurz und gut: Mangelndes Wissen, Bequemlichkeit in Sachen Lesen und sammeln von Infos werden durch gefühlsgeladene Wertungen ersetzt.
Tja, wenn unsere vermeintliche " ELite " es ihnen tagtäglich vormacht. Kein Wunder.
Seltsam, es scheinen sich akdademische Fachbereiche nur noch von Glaubensfragen zu ernähren!
Liebe Teilnehmer, es heißt nicht Wirtschafts- Theologie.
Offenbar aber doch. Nun gut,ist so, dann sollten aber für das Fach auch bitte keine Nobelpreise mehr vergeben werden. Gell.
Nun möchte ich aber einmal betonen, lieber Herr Heitmeyer, und da gestatte ich mir Ihre Diagnose mit meinem Zustand zu vergleichen: Ich bin überhaupt nicht " verstört" . Ich bin von den Haarspitzen bis abwärts zu den Fußnägeln von den nachweisbaren Unfähigkeiten, den täglich anwachsenden Widersprüchen und den exponential steigenden Schuldverschiebungen und Verdrehungen nur noch amüsiert.
Da trifft die so genannte Elite seit über 15 Jahren Entscheidungen, die bis in die kleinste private Eizelle reichen. Schiebt die Verantwortung für angeblich nicht "...gewünschte Ergebnisse" sich nicht etwa selbst zu, sondern der Mehrheit der Entscheidungsabhängigen.
Da trifft sie weiter größzügige Entscheidungen, die den Oligopolisten sehr nützlich sind, die feiern dann die ihnen auf den Leib zugeschnittenen Geschenke als Eigenleistung. Dümmer gehts nümmer.
Also die Geschädigten sind an den negativen und sehr schädlichen Folgen gefälligst selbst schuld , und die mittels staatlicher Hilfen Begünstigten sind aus sich selbst heraus erfolgreich. Und: Der Irrsinn trifft dann auch noch auf gläubige - Akademiker - Ohren.
Mehr kritischen Scharfsinn ( Jesuiten können das ) an die Schulen und Hochschulen, auf dass wir uns endlich einmal von diplomierten Glaubensrittern befreien.
Täte unsere vermeintliche Polit-Kaste auch nur endlich einmal den Job, für den sie sich selbst horrend gut bezahlt. Muss alles schön längst nicht mehr sein.
Herzliche Grüße, Jürgen E. Gesang, Hamburg
Ich stimme Dir vollkommen zu, iceman, Du hast absolut recht! Allerdings moechte ich eine kleine Einschraenkung machen:
diese Auswuechse, die Du beschreibst, haben nichts mit einer bestimmten Religion zu tun, sondern mit der Tatsache, dass eine unterentwickelte, ungebildete Unterschicht massenhaft regelrecht importiert wurde seit 1959, die lange als "Gastarbeiter" betrachtet und bezeichnet wurde. Im Laufe der Siebziger Jahre haben dann wohl alle begriffen, dass diese Leute keineswegs vorhatten, in ihre Huetten ohne Strom und fliessendes Wasser zurueckzukehren.
Meiner Meinung nach geht die Bedrohung nicht per se vom Islam aus, sondern von talibanhaften Typen, die mangels Kenntnis ihrer eigenen Religion sich ihre eigene menschenverachtende Kultur zurechbasteln und das dann als Islam "verkaufen".
Die sozialdemokratischen Gutmenschen (und leider auch gruen angehauchte wie ich selbst) haben das viel zu lange nicht begriffen, und jetzt sind die Probleme da. Jetzt, wo das Problem erkannt ist, muss m.E. ganz energisch durchgegriffen werden. Und wenn dann halbstarke Kurden in eine Tuerkei abgeschoben werden, die sie nur als Urlaubsland kennen, dann spricht sich vielleicht unter diesen herum, dass es nicht mehr risikolos ist, sich wie bisher zu benehmen.
Ich kenne all diese von Dir beschriebenen Gegebenheiten auch, stamme urspruenglich aus Norddeutschland und bin etwa so alt wie Du. Gleiche Generation also.
Diese Typen sagen tatsaechlich, "wo ich bin, ist die Tuerkei", mit allen Konsequenzen. Es bedurfte also hier keiner Armee, die einmarschierte und das Land besetzte! Sie wollen Deutschland (und andere westliche Staaten) per Ein- und Unterwanderung einnehmen, und sie sind (siehe Geburtenrate!!) auf dem besten Wege dazu!
Man kann nur hoffen, das Schaeuble sich in der Hinsicht durchsetzt, dass diese Fehlentwicklung nun scharf beobachtet und korrigiert wird.
Und dabei ist es mir ehrlich egal, welcher Religion jemand angehoert (oder auch nicht angehoert). Es muss gegen diese Kultur der "brutalen Prinzen" vorgegangen werden, mit aller Haerte. Aber wir sollten hier nicht den Fehler machen, harmlose Immigranten zu diffamieren, die evtl. zu Allah beten.
Eine solche Entwicklung kann naemlich auch gefaehrlich werden, siehe die Entwicklung hier in den USA. Wer hier nicht-christlichen Glaubens ist, wird schief angeguckt und wahrscheinlich auch abgehoert. Natuerlich alles im Namen der "nationalen Sicherheit", logisch. Um die Freiheit zu retten, muss sie abgeschafft werden...
Bitte, lasst es in Deutschland so weit nicht kommen!
P.S. Nein, ich bin KEINE Muslima!
Verschiedene Varianten der gruppenbezogenen Menschenfeindlichkeit nehmen ausgerechnet in der Gesellschaftlichen Mitte zu, berichten Sie. Ich bestätige das.
So berichtete die Ostsee-Zeitung am 22.Juli in dem Bericht
"Fühlen sich Arbeitslose wirklich gut betreut?"
"Die Agentur für Arbeit ist für die Arbeitssuchenden zuständig und die Sozialagentur für die Hartz IV-Empfänger."
Mein Kommentar zu dieser diskriminierenden Falschinformation:
Aha, dann sind also Alg-2-Empfänger dieses arbeitsscheue Pack, das sich auf Kosten der Steuerzahler schlaftrunken durchs Leben säuft und frisst?
Übrigens gibt es keine Hartz-4-Empfänger. Gäbe es sie, wäre das vergleichbar mit der Geschichte von Moses, der die zehn Gebote von Gott empfing. Allerdings ist eine Regierung nicht Gott und ihre Gesetze sind weder von Gott gegeben noch unumstößliche Naturgesetze.
Indem Journalisten jegliche Kenntnis über den Gegenstand fehlt, über den berichten sollen, zeigen sie ihre Verachtung für Menschen, die auf statatliche Unterstützung angewiesen sind.
Noch ein Beispiel aus der gleichen Zeitung vom 17. Dezember:
"Um den Missbrauch von Leistungen beim Arbeitslosengeld II einzudämmen, initiierten die Träger der ARGE eine Arbeitsgruppe. ...
Der normale Hartz IV-Empfänger ist auf die Hilfe angewiesen"... Wenige schwarze Schafe sorgten in der Bevölkerung für eine Verallgemeinerung des Problems."
Mein Kommentar:
So ist das also. Von einer bedrohlichen Flut, die es gilt einzudämmen, ist weit und breit nichts zu lesen.
Weiter hieß es in dem Artikel:
... "Gemeinsam mit Zoll, Polizei und Steuerfahndung des Finanzamtes wurde eine Arbeitsgruppe gebildet, die sich mit dem Problem auseinandersetzen wird."
Mein Kommentar dazu:
Beruhigend ist, dass nicht auch noch Militär eingesetzt wird.
Doch warum fragte der Autor nicht, ob es auch eine Arbeitsgruppe geben wird, die die Widersprüche von Alg 2-Empfängern und solchen, die das Geld erhalten möchten, schnellstens abbaut? Wieso ist die staatliche Hilfe für jene so gering, die Ansprüche haben, sie aber nicht durchsetzen können?
Wieseo wird keine Arbeitsgruppe gebildet, die jene Mitarbeiter überprüft, die zehn Prozent aller Alg 2-Bescheide falsch berechneten? Die Agentur schätzt die Zahl der tatsächlichen Schmarotzer nur auf zwei bis drei Prozent.
Weiter im Text:
"Dennoch werde diesen (anonymen Anzeigen) nachgegangen und auch nach dem Zufallsprinzip werden Empfänger von Arbeitslosengeld II überprüft."
Mein Kommentar:
Das bedeutet nichts anderes, als alle Alg 2-Empfänger zu kriminalisieren.
Das ist die normale Feindseligkeit, von der Sie schreiben, die hier unter die Leserschaft gebracht wird und sich so vervielfacht.
Der Artikel zur Orientierungslosigkeit sowie die erhobene Studie halte ich so überflüssig wie die Frage nach dem Wetter. Das einzige was damit bezweckt wird ist die Sebstbestätigung des Autors. Es gab und es gibt zu allen Zeiten Orientierungslosigkeit und Rassismus. Das ist nun einmal in den menschlichen Eigenschaften fest verankert. Dies sollte man akzeptieren und nicht in Frage stellen. Anschließend sollte man zur Tagesordnung übergehen die da lautet: Was kann ich für mein Land tun? Das mir gefällt so wie es ist und in dem ich sehr gerne lebe.
Gleichberechtigung, Religionsfreiheit, Demokratie und auch Integration, all das geht nicht zusammen mit dem Isalm und dem Koran, der, wie unpraktisch, nicht interpretierbar ist.
Klar ist der Gedanke fürchterlich, dass diese Religion, auf Grund ihrer eigenen Grundsätze, nicht zum Dialog bereit ist. Aber lest doch mal den Koran. Wir Deutschen haben doch Erfahrung mit nichtgelesenen Büchern. Auch wenn das 80 Jahre her ist.
Ich oute mich hiermit als "Islamophob" erster Kategorie. Und wissen Sie was, Herr Heitmeyer, ich bin nicht islamophob geworden weil "die Zeiten schwieriger geworden sind". Das stimmt einfach nicht.
Ich bin islamophob, weil ich die Gewaltkultur, Destruktivität und absolute Erfolglosigkeit dieser Kultur nicht mehr ertragen kann - diese totale Lern- und Integrationsunfähigkeit, gepaart mit einer ganz starken Abneigung (wenn nicht gar offenem Hass) gegenüber unserer Kultur, die sich zeigt in Sprüchen wie: "Wenn die DFB-Auswahl spielt, halte ich immer zum Gegner", oder "Frankreich ist der letzte Dreck", oder den Kommentaren von "Muslim-Markt" (einer noch relativ harmlosen Webside für traditionelle Muslime), in der Sie von hunderten Kommentaren NICHT EINE kritische Stimme gegen Achmadinedschad finden können, obwohl das da das große Thema ist.
Auf FAZ-Online treibt ein Muslim sein Unwesen, der sich selber den Mitgliedsnamen "Bomber Harris 1" gegeben hat - nach eigener Aussage ein Mann mittleren Alters und hier geboren.
Selbst hier bei ZEIT-Online ist es unmöglich (auch nicht mit der sachlichsten Argumentation und freundlichsten Herangehensweise), etwas mehr Selbstkritik oder Problembewußtsein zu Tage zu fördern - Diamantenschürfen in der Wüste ist erfolgversprechender! Stattdessen wird man gleich in die rechts-radikale Ecke gestellt ("Hitlergruß", "Heil Hitler", "die Judenverfolgung"). Mir scheint, da hat jemand gut gelernt von unseren Gutmenschen. Aber die Nummer zieht bei mir nicht mehr!!!
Wenn ich als Hobby-Langstreckenläufer durch die Gegend laufe, werde ich immer nur von muslimischen Jugendlichen dumm angequatscht ("Ey Alter, geht´s nicht schneller" usw.).
In meiner Kleinstadt (Alzey, 15.000 EW) gibt es inzwischen 6 (in Worten: sechs) verschiedene Kebab-Läden.
Dazu ein türkisches Teehaus mit komplett zugeklebter Fensterfront, und mehrere Wettbüros, in und vor denen die bekannten "schwarzen Gestalten" rumlungern. Alles in der kleinen Innenstadt.
Ghettoisierung gibt es auch bei uns, nicht nur in Berliner Vororten. Und das, obwohl Alzey noch eine vglw. schöne Stadt ist, mit einigen Sehenswürdigkeiten.
Ich bin 40 Jahre alt. Noch vor zwanzig Jahren hat es das nicht gegeben, daß man an einer Bushaltestelle keine Aktentasche mehr abstellen kann - weil alles zugerotzt ist durch die Jugendlichen.
Ich bin scheinbar der einzige Erwachsene, der die Kinder und Jugendlichen noch auf dieses Verhalten anspricht (erfolgreich bin ich dabei, wen wundert´s, NUR bei deutschen Jugendlichen - die sehen ihr Fehlverhalten noch ein, wenn man vernünftig mit ihnen redet. Ausländerkinder gehen meistens ein paar Meter weiter, und rotzen demonstrativ weiter. Daß ich noch nicht angegriffen worden bin, auch in anderen Situationen, liegt wohl nur an Statur und Größe meinerseits. Frauen und Mädchen geben ja bessere Opfer ab. Und was meine Nichte in der Grundschule schon alles erlebt hat, das ist ein Thema für sich!).
Das alles sind nur kleine, zugegeben unästhetische Beispiele für einen kulturellen Degenerationsprozeß im Alltag. Und der hat eben nicht bloß in den letzten drei Jahren stattgefunden.
Es ist ein beständiger Prozeß der Verschlimmerung über die letzten Jahrzehnte. Die Auswüchse steigerten sich mit der Anzahl der hier lebenden Muslime, sei dieser Anstieg nun bedingt durch erhöhte Fertilität oder durch ständige Zuwanderung.
Mein persönlicher "11. September" waren nicht die einstürzenden Twin-Towers. Für die konnte man noch eine gewisse, wenngleich perverse politische Logik finden. Mein 11. September waren die Ausschreitungen in Frankreich, einem Land, das ich sehr gut kenne und schätze.
Aufgewachsen bin ich nicht nur im Geiste der deutsch-französischen Freundschaft, ich habe auch jahrelang in Straßburg gelebt. In Straßburg hat es schon vor über 20 Jahren die "feuts-sylvestres" gegeben, bei denen die Jugendlichen traditionell die Autos von anderen Leuten angesteckt haben. Jedes Jahr das gleiche, und nicht erst seit vorgestern.
Ich weiß auch, wie hoch die Anstrengungen F´s immer waren, mehr für die Migranten zu tun. Alle Hilfe ist immer wieder verpufft. Die ganzen Gutmenschen, die nach mehr Förderung schreien haben doch überhaupt keine Ahnung von den Verhältnissen vor Ort. Daß der durchschnittliche Franzose die arabischen Migranten für hoffnungslose Fälle hält hat seine Gründe. Ja, es gibt Rassismus, klar. Im Elsaß hat LePen schon vor über 10 Jahren über zwanzig Prozent gekriegt. Aber alles hat irgendwo auch seine Ursachen.
Jedenfalls ist die Infrastruktur und Architektur der Banlieues oft weitaus besser als die der deutschen Vorstädte.
Wir in Deutschland haben lange davon profitiert, daß es graduelle Unterschiede in der Gewaltbereitschaft zwischen Arabern und Türken gibt. Aber die Hoffnung schwindet, daß sich die türkische Community von Generation zu Generation besser intergriert oder gar assimiliert. Weil sie es immer weniger nötig haben, weil es immer mehr Abkapselung und "befreite Zonen" gibt.
Was Sie auch völlig unterschlagen, Herr Heitmeyer, das ist die Tatsache, daß es in der Bundesrepublik über einen sehr langen Zeitraum hinweg die allerbesten Voraussetzungen gegeben hat, sich als Migrantengruppe zu entwickeln (bei relativ hohen Löhnen für alle, anständigen Schulen, BaföG usw.).
Andere Migrantengruppen haben diese Chance genutzt (Spanier, Italiener, Griechen, auch viele Aussiedler). Sie können schreiben was Sie wollen, aber es gibt eben DOCH ein kulturelles Problem. Und die meisten Menschen wissen das inzwischen auch.
Deshalb ist jetzt die Politik gefordert gesetzgeberisch zu handeln, auf breiter Ebene.
Reden Sie nicht nur, Herr Schäuble, handeln Sie!!!
Dieser Kommentar ist mal wieder ein typisches Beispiel fuer die Leute,die es ' von beiden Seiten' wollen.Sicherlich in einer perfekten Welt wuerde es keine Rolle spielen wer was anbetet....leider benutzen viele Muslime ihre Religion als Grund fuer Angriffe auf Andersglaeubige.Sie drohen auch anderen Muslimen,die nicht vom gleichen Blatt lesen mit dem Tod wegen irgend einer obskuren Gottes Beleidigung.Man zieht sich zurueck in sprachliche und kulturelle Ghettos angeblich beklagt man sich dass man nicht akzeptiert wird.Dabei glaube ich dass die meisten Tuerken,die leben als haetten sie Anatolien nicht verlassen und sich auch nach 30 Jahren Deutschland die Sprache nicht beherrschen, hat nichts mehr fuerchten als die wirkliche Integration.Denn dann muessten sie sich an westliche Sitten und Werte akzeptieren,auch fuer sich selber...dann ist naehmlich Schluss mit lustig fuer die Machos,die bisher ihre Frauen und Schwestern wie Menschen 2.Klasse behandeln.
Deutschland hat sich keinen Gefallen getan als es die vielen anatolischen Bauern,von denen die Meisten Analphabeten waren ins Land zu holen und sich auch nicht um eine bessere Einwanderungs Politik kuemmerte.Diese Versaeumnisse werden noch viele Probleme bringen.
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