2005 im Gespräch Wären Sie gern Generalsekretär?

Kajo Wasserhövel, 43, sollte SPD-Generalsekretär werden. Der Streit darüber führte im Oktober zu Franz Münteferings Rücktritt als Parteivorsitzender

DIE ZEIT: Herr Wasserhövel, Sie waren kurz mal der künftige Generalsekretär der SPD. Am 31. Oktober stimmte der SPD-Vorstand über Sie ab. Haben Sie sich morgens überlegt, was Sie anziehen?

Wasserhövel: Ich ziehe das an, was mir im Schrank entgegenkommt, meistens ein normaler, neutraler Anzug.

ZEIT: Können Sie in einem Satz sagen, worum es in Ihrer Bewerbungsrede ging?

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Wasserhövel: Ich habe erläutert, worin ich die Aufgaben als Generalsekretär sehe – die sind ja in der Satzung klar beschrieben –, und habe darauf hingewiesen, dass zwei Drittel der Arbeit wie bei einem Eisberg im Unsichtbaren liegen.

ZEIT: Gewählt wurde dann Andrea Nahles. Sind Sie rückblickend zufrieden mit Ihrer Rede?

Wasserhövel: Das Kapitel ist zu. Es hieß ja, es gab eine Kopfrede von mir. Es ist viel behauptet worden. Aber nie, dass die Rede den Ausschlag für das Abstimmungsergebnis gab.

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