Fundraising Milde Gaben fürs LaborSeite 4/4

Noch stärker profitieren Deutschlands private Hochschulen von Zuwendungen aus Unternehmen und Stiftungen. So warben im Jahr 2003 die acht Fundraiser der Universität Witten/Herdecke 11,6 Millionen Euro ein. Die Hauptgönner der Hochschule finden ihren Namen in der Eingangshalle verewigt. »Selbst Professoren gehen bei uns mit zu Spendenterminen«, sagt die Wittener Fundraiserin Cornelia Kliment.

Spender und Sponsoren finanzieren rund ein Drittel des Wittener Etats – für die großen staatlichen Hochschulen wären schon fünf Prozent ein großer Erfolg. Zehn bis zwanzig Millionen Euro stünden ihnen dann zusätzlich zur Verfügung: für Begabtenstipendien, technische Geräte, Gehaltsaufschläge für Spitzenprofessoren. Für den Wettbewerb um den Titel der besten deutschen Universität könnte dieses Geld entscheidend sein. »Charity buys excellence«, heißt es in Großbritannien, mit Wohltätigkeit erkauft man sich Spitzenleistung. Mary Blair, oberste Fundraiserin an der London School of Economics, räumt zwar ein, dass private Spenden in Europa niemals staatliche Gelder ersetzen können. »Aber sie können aus einer guten Einrichtung eine exzellente machen.«

 
Leser-Kommentare
    • Sinnl
    • 21.01.2006 um 23:12 Uhr

    Vielleicht könnte man sich ein Beispiel an der Eigeninitiative von Lehrern und Schülern nehmen, die durch sinnvolle Kooperation ohne milde Gaben auskommen - siehe http://www.kt2.at.gg/

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