Reproduktionsmedizin Der Sohn, der aus der Kälte kamSeite 4/4
Ein weiteres Problem: Zwar haben Embryos zurzeit noch keinen Preis, denn die Agenturen decken mit den Gebühren lediglich ihre Unkosten. Doch im Prinzip ist eine Bezahlung an Eltern oder Kliniken nicht gesetzlich verboten; einer Kommerzialisierung sind Tür und Tor geöffnet.
Bislang wird der große Teil der gefrorenen Embryos – laut einer Studie 88 Prozent – für »spätere eigene Verwendung« aufbewahrt. Im Klartext heißt das wohl: Die Eltern, mittlerweile mit dem ersehnten Kinderglück gesegnet, drücken sich vor einer unangenehmen Entscheidung. Nur gut zwei Prozent wählen – statt Spenden für die Forschung, Freigabe zur Adoption oder Aufbewahren – die vierte Option: Zerstören.
Am Ende haben die Gegner der ES-Zellforschung ein eindrucksvolles Argument auf ihrer Seite: Kinder wie Asa. Der Junge ist zwar nur ein Überlebender von 13 Tiefgekühlten, aber aus diesem einen ist zweifellos ein Mensch geworden. Kein Arzt hätte vorher sagen können, aus welchem der Embryos sich ein Baby entwickeln würde.
Aber auch den Befürwortern der Embryonenforschung bleibt ein kräftiges Argument, die Pragmatik. Denn trotz aller Schneeflocken-Programme ist eines gewiss: Für alle 400000 Tiefgekühlten werden sich kaum Adoptiveltern finden lassen.
- Datum 29.12.2005 - 13:00 Uhr
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- Quelle (c) DIE ZEIT 29.12.2005 Nr.1
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Ich finde die Argumentation von Herrn Bush und den anderen Stammzellgegnern einfach unmöglich !
Auch bei der Aopton und Einpflanzung von embryonalen Zellen überleben viele Zellen nicht oder reifen gar nicht erst.
Für mich hört sich das so an wie:"Kranke Menschen sind nicht so wichtig die lassen wir sterben, aber wer eines der unzähligen eingefrorenen embryos adoptieren möchte, der darf es selbstverständlich. Zwar klappt das auch nicht immer, aber lieber neues Leben als krankes Leben erhalten!"
Ein Schlag ins Gesicht derer, die ihre ganze Hoffnng auf die Stammzellforschung setzen.
g.steinert
Diese Diskussion ist unnoetig und unnuetz.Denn der Eine adoptiert Kinder aus irgendwelchen Laendern, der Andere laesst sich mit eingefrorenen Embryos befruchten.Das ist Privat-Angelegenheit aber ich denke die Risikos sind gleich hoch,denn es weiss niemand wie sich die auslaendischen Babies entwickeln oder was mit Babies aus Rumaenien,Russland oder was weiss ich woher...
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