Der Kombi-Hohn
Vorsicht vor neuen Reformplänen: Subventionierte Löhne sind unbezahlbar oder wirkungslos
Die Hartz-Reformen haben auf dem Arbeitsmarkt weniger verändert als in unseren Köpfen. Von Faulenzern und Abzockern ist kaum noch die Rede, seitdem der Staat den Druck erhöht. Die Angst vor dem Absturz reicht längst bis weit in die Mittelschicht. Jeder kennt inzwischen einen Arbeitslosen, der qualifiziert und mobil ist und trotzdem vergeblich eine Stelle sucht. Die Arbeitslosen, das sind längst nicht mehr die anderen.
Das ist gut, weil es gewiss manchen Jobsuchenden von Schuldgefühlen befreit. Aber es verstellt den Blick darauf, dass Arbeitslosigkeit in Deutschland nach wie vor ein Bildungsproblem ist. 39 Prozent der Arbeitslosen haben keine Berufsausbildung. In Teilen Ostdeutschlands liegt der Anteil der Bildungsverlierer sogar bei 50Prozent. Von den Hochschulabsolventen haben nur etwa 6 Prozent keine Stelle.
Deswegen klingt es zunächst einmal vernünftig, wenn die Regierung Geringqualifizierten mit neuen »Kombilöhnen« helfen will. Gemeint ist damit, dass der Staat niedrige Löhne aufstockt: Entweder er zahlt Zuschüsse an den Arbeitgeber – ein Betrieb, der beispielsweise einen Gärtner für 1500Euro im Monat einstellt, könnte vom Arbeitsamt 500 Euro bekommen. Oder die Beschäftigten bekommen Subventionen, damit schlecht bezahlte Jobs attraktiver werden. Beides leuchtet ein: Arbeit mit Zuschuss vom Staat ist besser als Arbeitslosengeld II ohne Arbeit.
Aus genau diesem Grund gibt es all diese Instrumente jedoch längst. Wer als Arbeitsloser eine Stelle annimmt und weniger als das Sozialhilfeniveau verdient, erhält schon heute etwas mehr als die Differenz vom Staat, sodass sich die Arbeitsaufnahme für ihn lohnt. Und Jobvermittler können Arbeitgebern längst vielerlei Subventionen anbieten, wenn sie Langzeitarbeitslose oder Ältere einstellen. Das hilft vielen Betroffenen – wirksame Instrumente gegen die Arbeitslosigkeit waren diese Hilfen bisher nicht.
Kombilöhne haben nur dann eine durchschlagende Wirkung, wenn sie üppig und von Dauer sind. Sie dürfen gerade nicht auf bestimmte Regionen, Modellversuche oder Sondergruppen begrenzt werden. Außerdem müssen die Lohnsubventionen spürbar sein, also 20 oder 30 Prozent der Löhne betragen. Nur dann stellen viele Arbeitgeber ihre Personalpolitik langfristig um. Nach diesem Muster funktionieren die Minijobs, die von den meisten Abgaben befreit sind; so wirken Kombilöhne in angelsächsischen Ländern.
- Datum 05.01.2006 - 13:00 Uhr
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- Quelle (c) DIE ZEIT 05.01.2006 Nr.2
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Der Artikel arbeitet sehr schön zwei Kern-Gesichtspunkte der Debatte heraus.
1. Arbeitslosigkeit ist wesentlich ein Bildungsproblem
2. Kombilöhne können zweckentfremdet werden
Mit der Diskreditierung des Instrumentes Kombi-Lohn als Kombi-Hohn macht es sich die Autorin allerdings zu einfach.
Zum Kombi-Lohn: Nehmen wir an, das Bildungsproblem wäre gelöst, selbst dann wird es noch Hunderttausende von Menschen geben die mangels Begabung nur zu einfachsten Leistungen in der Lage sein werden und selbst dann wird es einen Bedarf an genau diesen einfachsten Leistungen (Besorgungen, Handreichungen, Reinigungen, Beaufsichtigungen usw.) geben. Und natürlich wird keiner der Nachfrager solcher einfacher Leistungen bereit sein, dafür aktuelle Tarifgehälter zu zahlen.
Schaffen wir keine Instrumente, dann verurteilen wir diese nicht weiter ausbildungsfähige Gruppe zur Arbeitslosigkeit und die Nachfrager solcher Leistungen wegen Eigenerledigung zur Ineffizienz. D.h. selbst wenn das Bildungsproblem gelöst ist, benötigen wir ein Instrument, dass die Differenz zwischen dem Marktwert der Arbeit und dem Bedarf zum Lebensunterhalt deckt. Denn sowohl aus moralischen als auch aus ökonomischen Gründen ist die Tätigkeit ausnahmslos aller wünschenswert.
Zum Bildungsproblem: insbesondere an Hauptschulen in Ballungszentren sind Zustände eingerissen, die jeder Beschreibung spotten, von denen aber Sozialarbeiter und viele Beschäftigte der Wohlfahrtsverbände sehr gut leben können.
Hier genügen bereits einfachste Maßnahmen, um in 5-10 Jahren den Trend umzukehren.
Normendurchsetzung an der Schulen, Wiederherstellung der Schulpflicht, finanzielle Sanktionen für Eltern von Schulschwänzern, Verantwortlichkeit der Lehrer und der Schulleitung für den Lernerfolg sowie den späteren Ausbildungserfolg der Schüler, Vergabe der dafür nötigen Kompetenzen an den Lehrkörper, Sanktionierung von Gewalt gegenüber Lehrern durch Schüler, leistungsgerechte Benotung ohne Beschönigung, Kopfnoten, Auswahl der Schulleiter nicht nach Parteibuch, sondern nach Managementkompetenz und Führungsfähigkeit (der Fisch stinkt unbeschreiblich vom Kopf her). Die Fehler des Systems liegen offen zutage und sind mit Händen zu greifen. Man braucht nur unideologisch anzupacken.
Leider hat sich um die Missstände im ausbildungsfernen Drittel unserer Gesellschaft ein Gestrüpp an Profiteuren dieser Zustände entwickelt. Unzählige Anbieter irgendwelcher Fördermaßnahmen ( die an Symptomen ansetzen, statt die Ursachen zu bekämpfen) haben kein Eigeninteresse an einer Verbesserung der Lage.
Bildung ist im Übrigen keine demokratische oder marktwirtschaftliche Veranstaltung, bei denen die Betroffenen auswählen, was ihnen frommt (man betrachte nur das Elend unserer privaten Massenmedien). Bildung bedeutet Weitergabe von Erfahrungen, Wissen und Fertigkeiten, die vorangegange Generationen unter großen Mühen und Schmerzen gewonnen haben. So sollte Bildung als kostbarer Schatz weitergegeben werden und nicht als optionales Angebot verramscht werden, wie es vielerorts geschieht.
Die Kombi-Lohn-Phantasie schwirrt schon seit längerem durch die CDU Zirkel, Lions- und Rotary-Clubs. Ungeachtet des unternehmerischen Hintergrundes wird unverdrossen an den bürgerlichen Stammtischen über die Vorzüge der Lohnsubventionierung schwadroniert. Wahrscheinlich sehen sich die meisten Diskussionsteilnemer als originäre Wirtschaftsopfer mit Förderungsanspruch. Die einfache makroökonomische Tatsache, daß der Kombi-Lohn lediglich eine weitere Spirale im Lohn-Dumping anschiebt wird großzügig übersehen. Die betriebswirtschaftliche Tatsache, daß ein subventionierter Arbeitsplatz fünf gesunde Arbeitsplätze vernichtet wird mit unglaublichem Dilletantismus verdrängt.
Deutschland braucht keinen Kombi-Lohn. Deutschland braucht neue Unternehmer mit Sachverstand und Verständnis für Gesellschaft und Funktionsweise der Marktmechanismen.
korfstroem
Qualifizierung schützt schon lange nicht mehr vor Arbeitslosigkeit und Ausbeutung. Ungezählte Hochschulabsolventen müssen als Praktikanten die letztere Erfahrung machen. Die Arbeitslosigkeit unter den akademisch weiterge- o. -verbildeten Mitbürgern wird wenn überhaupt, dann mit verfälschten und geschönten Zahlen wiedergegeben. Denn bei Veröffentlichung der realistischen Zahlen würde die Hilflosigkeit der Parteien überdeutlich.
Doch alle Kritik an der Erhebung und Verwertung des makroökonomischen Zahlenmaterials ändert an den volkswirtschaftlichen Mechanismen nichts.
Mit dem Komi-Lohn sollen Arbeitslose zur Konkurrenzfähigkeit hochsubventioniert werden. Weshalb sind Arbeitslose arbeitslos? Weil keine Nachfrage nach der Arbeitsleistung besteht. Die Auffassung durch die Herabsetzung der Löhne würde automatisch Nachfrage nach Arbeitskräften generiert ist ein ökonomischer Aberglaube, der durch eine Milchmädchenrechnung gespeist wird. Diese Rechnung kann allenfalls in einem Wachstumsmarkt aufgehen, der aber Subventionsmaßnahmen wegen des Wachstums nicht erfordert. In schrumpfenden und stagnierenden Märkten treffen die subventionierten Betriebe als künstlich geförderte Konkurrenz auf nichtsubventionierte Betriebe. zwei Effekte werden bei der Lohnsubventionierung zwangsläufig erzeugt:
a) Die Nichtsubventionierten Betriebe können dem Konkurrenzdruck nicht lange widerstehen und müssen sich dem veränderten Umfeld mit technischen Innovationen zu Lasten der Beschäftigung oder mit Lohnkürzung anpassen
b) Die Unternehmer und Betriebsleiter der nichtsubventionierten Betriebe müßten wegen Dummheit oder Unfähigkeit zur Betriebsaufgabe gezwungen oder entlassen werden, wenn sie sich nicht sofort um Mitnahmeeffekte bemühen.
Fazit: Der Kombi-Lohn wird für die gesamte Volkswirtschaft zu einem Krisenverstärker in allen Bereichen. Das heißt unqualifizierte und qualifizierte Beschäftigung eingeschlossen. Statt einer wirtschaftspolitischen Fata Morgana nachzujagen, müßten die Wirtschaftspolitiker die Belastungen der Arbeitslöhne senken, den Grundfreibetrag erhöhen und die Sozialabgaben um mehrere Prozentpunkte senken. Dazu wäre allerdings die Bereitschaft der Sozialpolitiker notwendig alle wählerstimmenerhaschenden Forderungen auf Sinnhaftigkeit zu überdenken und das Gestrüpp der Sozialleistungen zu roden.
Diese Bereitschaft ist bei keiner Partei erkennbar. lieber wird ein Kombi-Lohn gefordert, der die wenigen vorhandenen Mittel sinnlos verpulvert und zu einer weiteren Aufblähung der Sozialabgaben führt. Welch ein Irrsinn!
korfstroem
Der Kombilohn wird jetzt ähnlich gefeiert wie vor zwei Jahren der 1-Euro-Job. Ursprünglich sollten nur für soziale Belange und ohne Verlust von angestammten Arbeitsplätzen etwas für die Allgemeinheit getan werden - als dann die ersten kommunalen Garten- und Landschaftsbauer entlassen wurden, weil auch 1-Euro-Jobber deren Laubsammelarbeit übernehmen konnten, kam das Stöhnen. Altenpflege ist sicherlich auch sozial - aber, es gibt Menschen, deren einziges Einkommen die Altenpflege ist, kann ja der 1-Euro-Jobber machen.
Das wiederholt sich jetzt, wenn dieser Vorstoß realisiert wird - bleibt nur zu hoffen, dass die EU dies als Subvention für ein Lohndumping untersagt.
Ich freunde mich immer mehr mit den Thesen des dm-Gründers (Götz Werner) an, der eine interessante These über das Bürgergeld ins Gespräch brachte.
http://www.citizensincome...
A. Jablonski
www.wirtschaftskontrolle.de
Weit kostenneutraler als ein Kombilohn ist es, die ALGII Gewährung, wo doch schon komunal geregelt an Arbeitserbringung in der Gemeinde zu koppeln - kost nix und bringt was.
Aber Geld für Arbeit ist ja menschenverachtend (im Jargon der Kritiker nennt man es dann nur Zwangsarbeit, dass das Aufkommen für den eigenen Unterhalt auch ein Zwang ist, scheint gemeinhin in Vergessenheit geraten zu sein)
Als vor etwas mehr als einem Jahr der Tsunami über Asien hinwegschwappte, da wurde die etwas irritierende Forderung laut, man möge darüber nachdenken, auch mal ein paar ALG II Empfänger zu Hilfseinsätzen fern der Heimat zu verpflichten. Natürlich wurde nichts draus.
Wenn allerdings immer noch die sogenannten bildungsfernen Schichten das Hauptproblem am Arbeitsmarkt darstellen, sollte wenigstens der Versuch unternommen werden, diesen einzig durch praktische Erfahrung belehrbaren Mitmenschen das Angebot zu machen, den eigenen Horizont zu erweitern. Das Argument mangelhafter sprachlicher Verständigung sollte nicht überbewertet werden, denn die für die wesentlichen Dinge des Lebens notwendigen Vokabeln sind ganz schnell gelernt.
So könnten die hierzulande Überflüssigen sogar eine wichtige Funktion bei der Aufklärung über die Paradiese im hochgelobten Westen übernehmen.
Natürlich ist es ein Unfug anzunehmen, daß ein Kombilohnmodell wesentlich zur Verringerung der Arbeitslosigkeit beiträgt. Wie im Artikel richtig dargestellt, gibt es solche Modelle bereits, und sie kranken daran, daß sie zeitlich befristet sind. Also keine wirkungsvolle Methode darstellen, Menschen langfristig einen sowohl für den Arbeitgeber bezahlbaren (also rentablen) Arbeitsplatz zu sichern als auch dem Arbeitnehmer eine Existenz als "Working Poor" zu ersparen.
Aber ein ähnliches Modell kann funktionieren - und z.B. die Niederlande wie auch Großbritannien haben das Modell erfolgreich eingesetzt. Und das schöne ist: durch das Chaos mit Hartz-IV wissen wir auch daß das Modell finanzierbar ist.
Aber ersteinmal die Ausgangslage der Idee: Eine Arbeitslosenzahl von 4,5 oder 5 Millionen sagt uns nichts über das zugrundeliegende Problem, denn wer sind diese Arbeitslosen? 5 Millionen Ingenieure oder 5 Millionen Lagerhilfsarbeiter? Wenn man in die Statistik der Bundesanstalt für Arbeit schaut, so findet sich daß ein Großteil der Arbeitslosen entweder aus dem Einzelhandel oder aus Hilfsarbeiterkategorien stammen. In diesen Gruppen finden sich ca. 50% der registrierten Arbeitslosen. Und so sehr man sich auch wünschen mag und mit allem Respekt vor der Lebensleistung dieser Menschen wird keine Qualifizierungsinitiative einen großen Anteil dieser Menschen wieder in eine produktive Arbeit bringen die ihnen die Teilhabe (n.b.) an der Gesellschaft erlaubt ohne daß der Staat hier subventioniert.
Denn die meisten der Jobs die entstehen könnten werden solche Jobs sein, die nur eine geringe Wertschöpfung haben, die also in einem kapitalistischen System auch nur gering entlohnt werden können. Es sind also keine Bergarbeiterjobs oder Chemiearbeiter.
Wie also kann man Menschen dazu bringen, schlecht bezahlte Jobs auch anzunehmen? In denen man ihnen unabhängig davon, ob sie arbeiten können oder nicht eine Grundsicherung zubilligt. Dies ist auch heute schon der Fall mittels Hartz-IV bzw. den Resten der Sozialhilfe. Jeder Bürger erhält dieses Geld - und nicht der Arbeitgeber. Und im Gegensatz zu Hartz-IV erhält jeder Empfänger das Recht, so viel hinzuzuverdienen wie er oder sie es mag. Und das motivierende Element kommt dadurch zustande, daß vom Zuverdienst lediglich 50% auf die Grundsicherung "Bürgergeld" angerechnet werden.
Ein konkretes Beispiel: Eine Grundsicherung würde im Monat ca. 700 EUR betragen, der Empfänger verdient 500 EUR hinzu. Somit bleiben ihm am Monatsende: (700 EUR - 0,5 * 500 EUR) + 500 EUR = 950 EUR. Bei 1000 EUR Einkommen entsprechend 1200 EUR und bei 1400 EUR bleiben ihm 1400 EUR.
Zum Thema Finanzierung: Ausweislich des Monatsberichts Dezember des Bundesministeriums der Finanzen hat die Bundesregierung zwischen Jauar und November 2005 ca. 26,5 Mrd EUR nur für ALG-II inklusive eines Heizungs- und Mietzuschusses für ALG-II Empfänger aufgewendet. Selbst bei vorsichtiger Schätzung kommt man also für das Gesamtjahr 2005 auf Ausgaben für ALG-II von ca. 29 Mrd EUR. Somit erscheinen auch die 30 Mrd EUR finanzierbar, insbesondere da jeder Euro Zuverdienst den Haushalt des Bundes um 50 Cent entlastet. Selbst bei einer Grobabschätzung von 4.000.000 ALG-II Empfängern, von denen niemand auch nur einen Cent hinzuverdient und alle 700 EUR im Monat erhalten ergibt sich nur ein Finanzierungsbedarf von 33,6 Mrd EUR. Und 4 Millionen ALG-II Empfänger würde eine Gesamtarbeitslosenzahl von ca. 5,6 - 6 Millionen bedeuten.
Zusammenfassend: das Modell ist selbst unter den negativsten, anzunehmenden Rahmenparametern finanzierbar. Es ist fair, denn es erlaubt den Empfängern des Bürgergelds von einem Hinzuverdienst 50% zu behalten. Es ist auch fair dahingehend, daß den Bürgern mit EUR 700 monatlich zunindest ansatzweise eine Grundsicherung zugebilligt wird, die soziale Teilhabe zumindest möglich erscheinen läßt. Das Modell ist nicht immun gegen Mitnahmeeffekte - aber kein Modell kann dies sein. Ich denke, solche Mitnahmeeffekte kann ein solches System verschmerzen. Und das System führt auch nicht zu einem Effekt des Lohndumpings zulasten des Staats: Da das Bürgergeld nur 50% eines Lohnverzichts ausgleicht, ist die Arbeitnehmerseite immer daran interessiert, die Löhne möglichst hoch zu halten. Vieles läßt sich gegen dieses Model sagen, sicherlich - vielen mag es zu radikal erscheinen. Aber: haben wir etwas zu verlieren? Ein Lohndumping ist wohl nicht zu befürchten, denn das Modell würde nur 50% der Einbuße ausgleichen, das Modell ist finanzierbar (es kann praktisch nicht teurer werden als die Ausgaben für ALG-II in 2005) und vielleicht - auch wenn man nicht an die "Unsichtbare Hand" glauben mag - hat es ja doch einen positiven Beschäftigungseffekt.
Und nein, dies ist nicht alles auf meinem Mist gewachsen. Das Modell der "Negativen Einkommenssteuer" und des Bürgergelds würde in Deutschland durch Professor Joachim Mitschke verbeitet, u.A. in einem Artikel der F.A.Z. vom 16. Dezember 1995, der Titel "Bürgergeld für mehr Arbeitsplätze". Auch eine liberale Partei hat sich dies seit 2002 auf die Fahnen geschrieben. Dies mag das Modell jetzt zwar in den Augen einiger disqualifizieren, doch jedes Land, in dem dieses Model bislang eingeführt wurde (und ich beziehe mich jetzt nicht zuerst auf die USA, sondern die europäischen Nachahmer) hat damit positive Erfahrungen gemacht. Den Einwand der Unfinanzierbarkeit konnte ich wohl wiedrelegen, und mehr zu verlieren haben wir nicht.
Dank an Gerhard Schröder.
Etwa 400.000 Arbeitslose weniger als noch vor einem Jahr.
Deutliches Wirtschaftswachstum für 2006 ... nach Schätzungen um die 1,8 % ... vielleicht werden es auch mehr als 2,0 %.
Ich danke Dir für Deine Reformen ... die jetzt, nach einem Jahr, greifen.
Dies haben sicher schon viele vergessen .. was Angela [Sie kann es nicht] daraus macht, werden wir (leider) sehen.
Thomas Reinhardt
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