kriminalroman Die Buchhalter des BösenSeite 2/2
Eine weniger teuflische Gestalt hat der kirchliche Gottseibeiuns in Charles Willefords bereits 1958 veröffentlichter, aber erst jetzt ins Deutsche übertragener Satire Die schwarze Messe . Als Buchhalter und Besitzer eines Reihenhauses samt grüner Witwe hat Sam Springer gelernt, dass »Geld die Wurzel alles Guten« ist, vor allem, wenn man es selber besitzt. Weshalb er, durch die Publikation eines Romans flügge geworden, einem abgehalfterten Abt vom Erlös seiner Prosa eine verwaiste Gemeinde in Florida abkauft. Hier, als Hirte der biederen schwarzen, von Rassisten gedemütigten »Kirche der Herde Gottes«, erfährt und genießt er die unbeschränkte »Macht eines Mannes im Kollarhemd«. Als Buchhalter und Literat hat er die Grundlagen der Manipulation erlernt, jetzt agiert er als Meister der Lüge und führt, um der lieben Wurzel willen gezwungen, Gutes zu tun, sogar einen Busboykott an. Unter den drei Teufeln ist Willefords der übelste: Er tarnt sich als handlungsreisender Amerikaner.
Studie in ScharlachrotArthur Conan DoyleBelletristikEnglischBuchKein und Aber2005Zürich9,90160Gisbert HaefsIn tiefer FinsternisJohn ConnollyBelletristikEnglischBuchUllstein2005Berlin19,95446Georg SchmidtDie schwarze MesseCharles WillefordBelletristikEnglischBuchPulp Master im Maasverlag2005Berlin12,80283Ango Laina und Angelika Müller- Datum 05.01.2006 - 13:00 Uhr
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- Quelle (c) DIE ZEIT 05.01.2006 Nr.2
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