Keine Kameraden

Die Geschichte vom »ritterlichen« Krieg im Westen ist eine zähe Schulbuch-Mär: Während ihres Frankreichfeldzugs 1940 verübten Hitlers Soldaten zahlreiche Massaker an schwarzafrikanischen Gefangenen























Nach dem Einfall der Wehrmacht in Polen Anfang September 1939 war es im Westen zunächst seltsam still geblieben. Obwohl neben Großbritannien auch Frankreich dem Bündnispartner Polen Hilfe zugesagt und dem Reich den Krieg erklärt hatte, wartete man in Paris lange Zeit ab.

Zu lange. Im Frühjahr 1940 rollt die deutsche Militärmaschine gegen den Westen los. Die Wehrmacht überfällt die neutralen Nachbarn Holland, Luxemburg und Belgien. Nach kürzester Zeit ist dasGros der englisch-französischen Truppen in Nordfrankreich und Belgien eingeschlossen.

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Am 5. Juni 1940 beginnt die zweite deutsche Offensive. Jetzt geht es gegen die französischen Kernlande, auf Paris zu. An der Somme bauen die Franzosen hastig eine neue Verteidigungslinie auf.

Unter den Einheiten dort befinden sich zahlreiche Regimenter mit schwarzen Rekruten aus Französisch-Westafrika. Das 24. Senegalschützenregiment (Régiment de tirailleurs sénégalais, RTS) leistet in der Nähe von Amiens heftigen Widerstand, muss aber nach zwei Tagen zurückweichen.

In der Nacht vom 8. zum 9. Juni wird der Großteil dieses Regiments etwa 40 Kilometer südlich in einer Gruppe von Dörfern bei Erquinvillers eingekesselt, in der folgenden Nacht aufgerieben und gefangen genommen. Was sich dann abspielt, ist in den Kriegsberichten weißer französischer Offiziere nachzulesen. »Nach der Gefangennahme«, notiert der Kommandeur des Regiments Oberst Amadée Fabre, »stürzten sich die Deutschen mit noch nie dagewesener Brutalität auf die Senegalesen. Sie stachen sie mit den Bajonetten und schlugen mit Gürtelschnallen auf sie ein. […] Als ich gegen die Misshandlungen der gefangenen Soldaten protestierte, antwortete mir ein deutscher Oberst: ›Das sind doch nur Wilde.‹«

Ein anderer Offizier berichtet: »Die Europäer mussten sich an einer Böschung hinsetzen, während die etwa fünfzig Senegalschützen, die noch übrig waren, in der Nähe mit Maschinenpistolen erschossen wurden.«

Hitler verachtet die Franzosen als »vernegertes« Volk

Wie viele schwarzafrikanische Gefangene die Deutschen in dieser Nacht ermordet haben, ist nie geklärt worden. Es gibt in Erquinvillers und den umliegenden Dörfern Hunderte von französischen Soldatengräbern, aber nach dem Krieg ließ sich nur noch schwer feststellen, wer in gnadenlosem Nahkampf umgekommen und wer nach der Gefangennahme erschossen worden war. Ein sehr vorsichtiges französisches Dokument nennt 150 als Gefangene erschossene Westafrikaner und acht weiße Offiziere, andere Erhebungen sprechen von 400 bis 600 ermordeten Schwarzen.

Fest steht, dass es sich keineswegs um die einzigen Wehrmachtverbrechen an farbigen Truppen im Westfeldzug von 1940 handelte. Mehrere hundert Westafrikaner wurden vom 5. bis 7. Juni in der Nähe von Airaines (westlich von Amiens) erschossen, und noch am 19. und 20. Juni, nachdem Frankreich bereits um Waffenstillstand gebeten hatte, ordneten deutsche Befehlshaber die Erschießung zahlreicher Schwarzer und einiger weißer Offiziere in der Nähe von Lyon an.

Die Archivquellen dokumentieren die Ermordung von etwa 1500 Schwarzen während des Feldzugs. Aber die wirkliche Zahl dürfte mindestens doppelt so hoch sein, da die Quellen große Lücken aufweisen. Außerdem wurde eine unbestimmte Zahl von Schwarzen erschossen, ohne Gelegenheit zu bekommen, sich zu ergeben. Oft machten die Deutsche bei der Suche nach versprengten schwarzen Soldaten »keine Gefangenen«.

Wie sind diese bis heute hierzulande unbekannt gebliebenen Verbrechen zu erklären?

Anders als zu Beginn des Vernichtungsfeldzugs gegen die Sowjetunion ein Jahr später gab es 1940 keine Weisung wie den berüchtigten Kommissarbefehl, der die Ermordung bestimmter Gruppen von Kriegsgefangenen verlangte. Die Wehrmacht blieb im Westfeldzug an die Genfer Konvention von 1929 gebunden; die Misshandlung von Kriegsgefangenen war unter keinen Umständen erlaubt, auch nicht als Racheakt für Kriegsrechtsverletzungen der anderen Seite.

Wie aber legitimierten es deutsche Offiziere und Soldaten dann, schwarze Gefangene zu erschießen?

Es gab in Deutschland eine Tradition der Stigmatisierung schwarzer Soldaten, die auf die Zeit der großen Aufstände in den deutschen Kolonien in Südwest- und Ostafrika (1904 bis 1907) zurückgeht. Damals verbreitete die konservative Presse Gräuelgeschichten über die Rebellen, um die brutalen Unterdrückungsmaßnahmen der kaiserlichen Armee zu rechtfertigen, die bis zur Vernichtung ganzer Volksgruppen reichten. Obwohl die Gräuelpropaganda von der SPD und der Zentrumspartei entlarvt und kritisiert wurde, erfuhr sie einen neuen Aufschwung, als Frankreich im Ersten Weltkrieg koloniale Truppen an der Westfront einsetzte.

Die Fantasie der »Kriegsreporter« kannte keine Grenzen. Schwarze Soldaten, so hieß es, hätten deutschen Gefangenen die Ohren und Köpfe abgeschnitten, ja, sich sogar kannibalisch über die Leichen hergemacht. Doch obwohl es schon in jenen Tagen vereinzelt zu Morden kam – deutsche Soldaten erschossen farbige Gefangene, farbige französische Soldaten deutsche Gefangene –, hat es Massaker wie die von 1940 nicht gegeben.

Nach dem Ersten Weltkrieg steigerte sich die deutsche Propaganda nochmals, als 1918 bis 1920 einige westafrikanische Regimenter bei der Besetzung des Rheinlandes durch französische Truppen dabei waren. Mit Unterstützung des Auswärtigen Amtes entfachte die deutsche Presse eine wahre Hetzkampagne, »Schwarze Schmach« genannt, welche die Stationierung der Kolonialtruppen als Verbrechen und Provokation darstellte.

Alles war jetzt wieder da: Wie »schwarze Wilde« den biederen »deutschen Mann« demütigten, wie »deutsche Frauen und Kinder« von den »Bestien« vergewaltigt würden und so weiter und so fort. Die Hetze hinterließ Wirkung; kritische Gegenstimmen drangen kaum durch.

Besonders begeistert beteiligten sich die Nationalsozialisten an der »Schwarze Schmach«-Kampagne und hielten die Erinnerung daran auch nach 1933 wach. Viele gemeinsame Kinder von rheinländischen Frauen und Kolonialsoldaten – als »Rheinlandbastarde« diffamiert – wurden während des »Dritten Reichs« erfasst und heimlich sterilisiert.

Adolf Hitler selbst hatte den angeblichen Gräueln der schwarzen Soldaten im Weltkrieg und während der Rheinlandbesetzung hasserfüllte Passagen in seiner Programmschrift Mein Kampf gewidmet. Wie viele andere Autoren und Propagandisten der völkischen Rechten betrachtete er die Franzosen als ein »vernegertes« Volk, das seine niedrige Geburtenrate durch Vermischung mit »minderwertigen Rassen« zu kompensieren suche.

Das Feindbild vom schwarzen Soldaten wurde während des Westfeldzugs von 1940 durch eine groß angelegte Propaganda-Offensive neu belebt und verstärkt. Ende Mai, also wenige Tage bevor das 24. RTS zum Opfer hundertfacher Kriegsverbrechen wurde, verlangte Propaganda-Chef Joseph Goebbels nach Absprache mit Hitler in einer geheimen Ministerkonferenz, dass in spätestens 14 Tagen das ganze deutsche Volk mit Wut und Hass gegen Frankreich erfüllt sein müsse. Um dieses Ziel zu erreichen, sollte der ganze Propaganda-Apparat Erinnerungen an die »Schwarze Schmach« verbreiten und die französischen Kolonialtruppen beschuldigen, Kriegsverbrechen begangen zu haben.

Zeitungen, Rundfunk und Wochenschau setzten Goebbels’ Direktiven sofort um. Schon am 31.Mai hetzte der Völkische Beobachter unter der Überschrift So führt das verkommene Frankreich Krieg! ausführlich in Bild und Wort: »Auch heute wieder hat Frankreich die grausamen schwarzen Bestien aus dem Urwald auf uns losgelassen, und wiederum haben sie ihren tierischen Instinkten freien Lauf gelassen.« Ein anderer Artikel drohte ganz offen: »Diese Mordbestien finden bei uns kein Pardon.«

»Man sollte das ganze Gelichter vergasen«

Die Kampagne war erfolgreich. Sie weckte vielfach das Verlangen nach mörderischer »Vergeltung«. Beamte des SS-Sicherheitsdienstes, die eifrig Berichte über die Stimmung im Volk sammelten, konnten schon in den ersten Junitagen einschlägige Kommentare notieren. »Man sollte das ganze Gelichter vergasen, denn es ist zu schade um jeden einzelnen deutschen Soldaten, der dieser Bande zum Opfer fällt«, und: »Diese schwarzen Bestien [muss man] sofort nach der Gefangennahme erschießen.«

Man darf wohl vermuten, dass die Propaganda auf die Truppe ähnlich gewirkt hat wie auf die Zivilbevölkerung. Tatsächlich finden sich in Soldatenbriefen und anderen persönlichen Dokumenten jener Tage zahlreiche Echos der vorherrschenden »Pressestimmung«. Auffallend ist auch, dass die meisten Verbrechen an schwarzen Gefangenen in die Zeit nach dem Beginn der Kampagne fallen. Wenn die offizielle Zeitung der NSDAP unverhohlen die Erschießung dieser Gefangenen androhte, dann lag für einen Frontsoldaten die Folgerung nahe, dass äußerste Brutalität nicht nur toleriert, sondern sogar gewünscht war.

Allerdings: Es kam nicht überall zu solchen Exzessen. Die Behandlung der schwarzen Gefangenen durch die Wehrmacht war äußerst widersprüchlich. Bei Erquinvillers zum Beispiel half ein deutscher Soldat, einen Kameraden von einem Massaker abzubringen. Die große Mehrheit der Afrikaner wurde in gewöhnliche Gefangenenlager überführt. Während mancher Schwarzer auf dem Weg dorthin und auch später noch Misshandlungen erlitt, hoben nicht wenige französische Offiziere und Regimentsärzte die gute Behandlung der afrikanischen Soldaten durch die Deutschen hervor.

Die Widersprüchlichkeit des deutschen Handelns legt es nahe, über die tieferen Motive hinaus nach bestimmten Auslösern für die Verbrechen zu fragen. Mancher Offizier wie zum Beispiel der Kommandeur der 1. Kavalleriedivision General Kurt Feldt begründete die Erschießung der Schwarzen damit, diese Soldaten hätten deutsche Gefangene »verstümmelt«. Die Beschuldigung war wahrscheinlich nicht immer grundlos. So zeigten manchmal auch die Senegalschützen, nachdem sie davon erfahren hatten, wie es ihren gefangenen Kameraden ergangen war, keine Gnade mehr. Ein französischer Offizier berichtet, dass er einen von ihnen energisch davon abhalten musste, zwei verletzten deutschen Gefangenen den Kopf abzuschneiden.

Mit den viel beschworenen »Verstümmelungen« aber hatte es noch eine andere Bewandnis. Beim Nahkampf in unübersichtlichem Terrain benutzten viele Schwarze ihre traditionelle (und vollkommen legale) Nahkampfwaffe, das Coupe-coupe. Dieses etwa vierzig Zentimeter lange Messer, von einem Soldaten in Todesangst auf kleinem Raum geführt, konnte dem Gegner schwere Schnittwunden zufügen. Wenn deutsche Soldaten einen Kameraden mit solchen Wunden fanden, vermuteten sie sofort Verstümmelung. Denn das hatten sie ja überall gehört und gelesen: dass die »Wilden« ihre Opfer grundsätzlich verstümmeln. Da durfte »kein Pardon gegeben« werden. Doch auch in dem Fall, der General Feldt vorlag, stellte sich bald heraus, dass der angeblich verstümmelte Landser im Gefecht gefallen war. Feldt hatte allerdings bereits »Vergeltungsaktionen« angeordnet. Um die Erschießungen dennoch zu rechtfertigen, wurde der Präfekt des Départements, der spätere Widerstandskämpfer Jean Moulin, dazu gedrängt, eine Erklärung zu unterschreiben, die Schwarzen hätten französische Zivilisten ermordet. Moulin weigerte sich. Er wurde gefoltert und schließlich laufen gelassen, nachdem er versucht hatte, sich selbst zu töten.

Ein zweiter Grund für die Entfesselung der Mordwut kam hinzu. Seit dem 5. Juni 1940, als die Wehrmacht begann, auf Paris zuzumarschieren, gingen die französische Armee und die wenigen verbliebenen britischen Verbände zu einer verzweifelten Taktik über. Sie bildeten getarnte Widerstandsnester, so genannte Igel. Sie ließen die deutschen Verbände passieren und beschossen sie dann überraschend von der Seite und von hinten. Um diese Stellungen zu nehmen, mussten die Deutschen zeitraubende und verlustreiche Nahkämpfe führen.

Der Zorn, den diese Angriffe auslösten, traf vor allem die schwarzen Gegner. Wenn weiße Franzosen oder britische Soldaten die Deutschen in mörderische Kämpfe Mann gegen Mann verwickelten, aus Bäumen schossen oder in Ruinen lauerten, galt dies als legitim. Nur wenn Schwarze daran beteiligt waren, sprachen die Wehrmachtberichte von heimtückischen Anschlägen.

Einmal mehr wird deutlich, dass die Tatsache, einem schwarzen Soldaten gegenüberzustehen, an und für sich schon einer Schmähung gleichkam. Der schwarze Soldat war kein Kamerad. Er war ein »wildes Tier«, das aus dem Hinterhalt zuschlägt – die »Bestie«, die vernichtet werden musste.

Je brutaler die Deutschen vorgingen, desto wütender wurde der Widerstand. Senegalschützen, welche schon erste Gerüchte über die Gräuel gehört hatten, leisteten erbitterten Widerstand, selbst als Paris am 14. Juni gefallen war und jede Stunde mit dem Einstellen der Kämpfe gerechnet wurde. Ihre Stellungen zu erstürmen kostete Hunderte von Verletzten und Toten, und deutsche Soldaten, die sich schon halb im Frieden wähnten und tagelang auf keinen Widerstand mehr gestoßen waren, kannten in ihrer Rache keine Grenzen. Zumal sie es hier nicht mit Weißen zu tun hatten, die in aussichtsloser Lage noch heldenhaft »um ihre Ehre« kämpften – dafür hätte man ein »ritterliches« Verständnis gehabt –, sondern um »unmenschliche, freche Neger«. »Eine so niedrige Rasse verdient es überhaupt nicht, gegen eine so zivilisierte Rasse wie die Deutschen Krieg zu führen«, zitiert der Kommandeur des 3. Bataillons des 16.RTS Lucien Maurice Carrat einen deutschen Offizier.

Die Nazifizierung der Truppe ist schon weit fortgeschritten

Die historische Literatur zum Westfeldzug bescheinigt der Wehrmacht im Allgemeinen ein »korrektes Verhalten« in Frankreich – das in scharfem Kontrast stehe zur deutschen Kriegführung »im Osten«. Dieses Bild ist nicht mehr aufrechtzuerhalten. Die Massaker zeigen, wie weit die Nazifizierung der Truppe bereits 1940 fortgeschritten war.

Allerdings funktionierte dieser Prozess noch nicht reibungslos. Oft wurden, wie beschrieben, schwarze Gefangene korrekt behandelt, manchmal führten deutsche Offiziere auf Betreiben französischer Kommandeure eine Erschießung nicht aus, in anderen Fällen kamen sogar Deutsche den Afrikanern zu Hilfe.

Als Hitler und die Führungsstellen der Wehrmacht und SS den Feldzug gegen die Sowjetunion vorbereiteten, versuchten sie von vornherein keinen Raum für solche Inkonsistenz zu lassen. Die Befehle für die Behandlung sowjetischer Kriegsgefangener schlossen Mord an bestimmten Gruppen und das Verhungernlassen von Millionen anderer Gefangener mit ein, und die Kommandeure und Soldaten der Wehrmacht zeigten immer seltener Skrupel, verbrecherische Befehle dieser Art auszuführen. So geriet das »Unternehmen Barbarossa« von Anfang an zu einem Vernichtungs- und Auslöschungskrieg. Die Massaker in Frankreich aber gehörten zu seiner mörderischen Ouvertüre.

Der Autor ist Professor für europäische Geschichte am Colby College in Maine (USA). Im März erscheint sein Buch zum Thema: »Hitler’s African Victims: The German Army Massacres of Black French Soldiers in 1940« (Cambridge University Press, New York; 212 S., Abb., $ 65,–; ISBN 0521857996)

 
Leser-Kommentare
  1. Danke für die Vorstellung dieser guten Siegerliteratur. Ich hasse auch meine Vorfahren, insbesondere meine Großväter, welche leider Deutsche sind und verspühre keinerlei Dankbarkeit für alles Gute, was mir durch Sie zu Teil wurde. Das in etwa ist die Erinnerungskultur, die dieser mongraphischen Darstellung folgen müßte.

    Wir sind ja heute mental zum Glück auf der Seite der Sieger. Nur wer sind diese Sieger eigentlich ? Ein Blick in die vergleichende Betrachtung offenbart, dass manche Deutsche zu Kriegsverbrechen fähig waren, aber die Gegner halt auch keinen moralischen Krieg geführt haben. Als Beispiel diene die Schrift
    Josef Werner, ”Karlsruhe 1945, Unter Hakenkreuz, Trikolore und Sternenbanner“, G. Braun, Karlsruhe 1985, (2) 1986
    Mich würde interessieren, ob der Author solche Abschäulichkeiten, wie die in Karlsruhe, Freudenstadt und Merzig auch untersucht oder ob hier nur gezeigt werden soll, dass "die Deutschen", welche ja auch nicht alle gleich sind, schlechter sind als "die Alliierten". Dazu gehört natürlich auch die Frage, ob es bei den Ethnien Unterschiede in der Kriegsführung gab und ob diese bewußt ausgenutzt wurde. Die farbigen Soldaten des 3. Marokkanischen Spahi-Regiments, welche die Kriegsverbrechen in Freudenstadt begangen haben,hatten vielleicht eine andere Auffassung, was man mit Ungläubigen machen kann, als es die Haager Landkriegsordnung vorsieht. Da sehe ich die Geistesverwandschaft der französichen Führung zu den Kriegsverbrechern in deutschem Namen.

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