Geklonte Stammzellen unterscheiden sich in ihrer Funktion nicht von Zellen, die aus normal befruchteten Eiern entstanden sind, zumindest bei Mäusen. Das haben Forscher um Rudolf Jaenisch am Whitehead Institute for Biomedical Research im amerikanischen Cambridge mit Hilfe von Genexpressions-Analysen festgestellt. Bei geklonten und bei normalen Stammzellen waren die gleichen Gene gleich stark aktiv (PNAS, Bd. 103, S. 933). Bisher war strittig, ob geklonte Stammzellen normal arbeiten, weil geklonte Tiere meist mit Defekten auf die Welt kommen.

Warmes Wassereis haben Experimentalphysiker der TU München in Garching erzeugt. Sie erhitzten Eis bis auf Zimmerwärme, indem sie es mit sehr kurzen Laserpulsen bestrahlten. Diese Pulse dauerten nur eine Pikosekunde, den millionstel Teil einer millionstel Sekunde. Tausendmal länger, nämlich etwa eine Nanosekunde, dauerte es dann, bis das Eis schmolz - auf molekularer Ebene ist das eine kleine Ewigkeit. Eine solch kräftige Überhitzung galt zuvor als unmöglich, aber offenbar sind die Wasserstoffbrückenbindungen stärker als gedacht. Wasserstoffbrücken halten nicht nur Wassermoleküle zusammen, sondern prägen auch die Gestalt vieler Natursubstanzen wie Eiweiße oder DNA.

Stichlinge fühlen sich von UV-Licht angezogen. Biologen von der Universität Bonn setzten Fischweibchen zwischen zwei Glasscheiben aus, von denen eine UV-undurchlässig war. Hinter den Scheiben platzierten sie jeweils Männchen.

Die Stichlingsdamen entschieden sich signifikant häufiger für den Fischmann, von dem sie reflektierte UV-Strahlen empfangen konnten. Die Tiere nutzen die für viele Lebewesen unsichtbaren Wellenlängen offenbar als geheimen Kommunikationskanal, vermuten die Forscher (Proceedings of the Royal Society, Series B, online).

Bei Leistenbrüchen ist Abwarten statt Operieren eine vernünftige und sichere Option. In einer Studie mit 720 Männern klagten die Patienten, die sich zum wachsamen Warten entschlossen hatten, nach zwei Jahren nicht häufiger über Schmerzen als diejenigen, die sofort operiert worden waren. Auch steigerte das Abwarten nicht das Risiko für Komplikationen bei einem späteren Eingriff.

Das zeigte sich bei Patienten, die sich erst nach Jahren zur Operation entschlossen (JAMA online). Leistenbrüche, die überhaupt nicht behandelt wurden, verursachten sogar noch weniger Komplikationen. Allerdings fühlten sich die Operierten im Alltag weniger stark behindert als die abwartenden Patienten.

Die Kohleverflüssigung gewinnt durch die hohen Ölpreise wieder an Attraktivität. Matthias Haenel vom Max-Planck-Institut für Kohlenforschung in Mülheim konnte nun erstmals Steinkohle verflüssigen, die von Natur aus wenig flüchtige Bestandteile enthält. Diese Magerkohle ließ sich bisher nur verbrennen oder vergasen, aber nicht zu Treibstoffen verflüssigen. Der Schritt gelang jetzt durch den Einsatz von Wasserstoff bei hohem Druck und 350 Grad Celsius mit Bor und Jod als Katalysatoren. Unter derart drastischen Bedingungen bricht die Netzwerkstruktur der Kohlenstoffbindungen - sie nehmen Wasserstoff auf. Die Hydrierung führt dann wie erwünscht zu Kohlenwasserstoffen, die als Benzin oder Rohstoffe dienen.