Irans Präsident Mahmud Ahmadineschad hat in diesen Tagen den US-amerikanischen Fernsehsender CNN begnadigt.

CNN hatte den Präsidenten mit einem brisanten Satz zitiert: Iran hat ein Recht auf Atomwaffen! Das war sensationell, kriegstreibend und Quoten steigernd. Drei Fliegen mit einer Klappe. Das Problem war nur: Es stimmte nicht. Iran hat ein Recht auf Atomenergie! Das hatte Ahmadineschad gesagt.

CNN ereilte die gerechte Strafe. Die Behörden entzogen seinem Korrespondenten die Arbeitserlaubnis. Drei Tage später erklärte Ahmadineschad die Strafe für null und nichtig. Selbst dieser Hardliner weiß, dass er für seine Botschaft einen Boten braucht. CNN kann da für ihn nützlich sein, gerade in diesen Zeiten.

Der deutsche Urlauber Donald Klein hat nichts dergleichen zu bieten. Er ist Steinmetz und Bildhauer aus dem pfälzischen Lambsheim. Er hat außerdem einen Sport-Angelverein mitbegründet und sonst noch viele nützliche, harmlose Dinge getan. Ahmadineschad muss sich für die Geschichte dieses Mannes nicht interessieren.

Während eines Urlaubes in Dubai wollte Klein im Persischen Golf fischen.

Dabei geriet er in iranische Hoheitsgewässer. Die Grenzpolizei nahm ihn fest.

Nach Angaben der Familie ist Klein in diesen Tagen wegen illegalen Grenzübertritts zu 18 Monaten Haft verurteilt worden.