Viele gute Nachrichten konnte Rick Wagoner, Chef von General Motors (GM), in jüngster Zeit nicht verkünden. Milliardenverluste im Heimatmarkt ließen sogar regelmäßig Pleitegerüchte hochkommen. Doch zumindest nach Stückzahlen war der Detroiter Multimarkenkonzern (Cadillac, Chevrolet, Buick, GMC, Saturn, Hummer, Opel, Saab) im Jahr 2005 wieder der größte: 9,17 Millionen Fahrzeuge setzte GM im vergangenen Jahr weltweit ab. Da lag der Branchenzweite Toyota mit voraussichtlich 8,1 Millionen verkauften Fahrzeugen deutlich zurück. Doch schon in diesem Jahr dürfte es eng werden. Die akribisch planenden Japaner unter ihrem neuen Chef Katsuaki Watanabe wollen dann schon 8,85 Millionen Fahrzeuge ihrer Marken Toyota, Lexus und Daihatsu losschlagen. Und bislang lag das wertvollste Automobilunternehmen der Welt regelmäßig richtig mit seinen Prognosen. Das belegt auch die Entwicklung in Europa und speziell auf dem besonders hart umkämpften deutschen Markt. Europaweit legten Toyota/Lexus im vergangenen Jahr trotz stagnierender Märkte gut fünf Prozent auf mehr als 964 000 Autos zu, davon entfielen knapp 135 000 auf deutsche Käufer (plus 6,1 Prozent). In 2006 wollen wir 140 000 Zulassungen erzielen, kündigt Markus Schrick, Chef von Toyota Deutschland an, im Jahr 2010 sollen es dann 200 000 sein. Dabei verdienen die Japaner anders als GM auch Geld mit ihren zuverlässigen Autos. Wir setzen nicht auf Rabatte, Qualität hat ihren Preis, sagt Toyota-Manager Schrick. Offenbar mit Erfolg.