Energiesparhaus Selbst ist der Heizkörper

Deutschland friert, Familie Findorff hat es warm. Ihr Passivhaus wird mit Körperwärme beheizt. Wer sie besucht, der fragt sich: Warum werden nicht alle Häuser so gebaut?

Hamburg

Rote Klinker, Terasse, Balkon, kleiner Garten – das Reihenhaus der Familie Findorff könnte, wäre es kleiner, gut in die Kulisse einer Modelleisenbahn passen. Die Hausherren mögen ihr Heim, nur eines stört sie: die Heizkörper. Die meisten seien überflüssig, findet Mutter Findorff, auch jetzt – trotz Kälterekorden in Deutschland. Einige will sie demnächst abschrauben.

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Willkommen in der Welt des modernen Wohnens. Familie Findorff bewohnt ein Passivhaus im Hamburger Stadtteil Lurup.

Ein Passivhaus? Sind das nicht jene High-Tech-Gebäude, mit denen durchgedrehte Wissenschaftler nachweisen wollten, dass es möglich ist, Häuser ohne Heizung zu bauen?

So ähnlich ist es richtig. Der Nachweis wurde vor 15 Jahren geführt, inzwischen ist die Technik alltagstauglich. Familie Findorffs Haus ist eine kostengünstig errichtete Sozialwohnung, fertig gestellt im Jahr 2002.

Hereinspaziert! Draußen pfeift der Januar-Wind, drinnen ist es mollig warm. »Wir hatten gerade eine Kanne Tee auf dem Stövchen«, witzelt der Hausherr. Das ist ein wenig übertrieben, selbst hier reicht ein Teelicht als Wärmequelle an kalten Tagen nicht aus. Aber die Körperwärme zweier erwachsener Personen genügt fast immer. Möglich macht das eine Technik, für die sich die Findorffs so wenig interessieren müssen wie Autofahrer für das Innenleben ihres Katalysators. Entscheidend ist, was hinten rauskommt. Für die 114-Quadratmeter-Wohnung der vierköpfigen Familie kam am Ende eine Heizkostenrechnung von 52 Euro heraus – für das gesamte Jahr. Nachbarn, die ebenfalls ein Passivhaus bewohnen, leben sparsamer und bezahlen die Hälfte.

Wer die Welt durch die großzügig bemessenen Isolierfenster der Findorffs betrachtet, sieht draußen ein Land, in dem es seltsam zugeht. Mieterverbände beklagen die Einführung einer »zweiten Miete« infolge überhöhter Energiepreise und kündigen »spürbare Nachzahlungen im dreistelligen Bereich« an, bloß weil der vergangene Winter etwas kälter ausfiel. Analysten warnen vor der Abhängigkeit von russischem Gas, das in Deutschland doch keinem edleren Zweck als dem schlichte Heizen von Wohnungen dient. Konservative Politiker finden den Zeitpunkt günstig, eine neue Debatte über die Atomkraft zu beginnen. Und hoch gebildete Redakteure einer Wochenzeitung, deren Name hier verschwiegen werden soll, kichern wie Schulkinder, wenn sie hören, dass man Häuser heutzutage mit Körperwärme heizen kann. Hihi, das muss man sich mal vorstellen, wie der dicke Umweltengel Gabriel von der SPD sein Haus mit Körperwärme heizt! 

Ist das Öko-High-Tech? Nein, sozialer Wohnungsbau

Schwierig wäre das nicht. Er brauchte ordentlich gedämmte Fassaden, wie sie in Skandinavien schon jahrzehntelang üblich sind, dazu eine Isolierverglasung, die diese Bezeichnung verdient, und eine automatische Belüftung durch einen Wärmetauscher, der die frische Luft von draußen mit der Energie der warmen Luft von drinnen aufheizt. Was dann noch fehlt, liefert der menschliche Körper: Rund hundert Watt pro Person – das genügt.

Natürlich steckt der Teufel im Detail. Passivhäuser müssen lückenlos isoliert werden, das ist nicht ganz einfach. Dennoch, wer die schlichte Effizienz eines Passivhauses auf sich wirken lässt, der steht vor einem Rätsel: Warum werden angesichts ihrer überwältigenden Vorzüge überhaupt noch andere Häuser gebaut?

Den Findorffs darf man mit dieser Frage nicht kommen. »Missionarischen Eifer« habe sie entwickelt, sagt Irma Findorff, um Freunde und Bekannte von den Vorzügen ihres Hauses zu überzeugen. Selbst von seinen Kinderkrankheiten, dem störenden Geräusch der Dauerbelüftung und dem Kondenswasser im inzwischen längst veralteten Wärmetauscher, sprechen die Findorffs wie liebende Eltern. Nie würden sie dies Haus wieder hergeben!

»Sehr, sehr, sehr zufrieden« sei sie, sagt auch ihre Nachbarin, die sich mit einem Problem herumzuschlagen hat, das nur Passivhausbewohner kennen: Sie blickt auf Wohnungen, die anderen Leuten hinlänglich komfortabel erscheinen, mit ähnlichem Schauder wie unsereiner ihn bei der Erinnerung an Ofenheizung und einfach verglaste Fenster empfinden mag. Bei ihr zu Hause sind Wände und Ecken nie kalt, die Luft ist immer frisch, und unangenehme Gerüche verschwinden so schnell, dass selbst Raucher niemanden stören. Gern würde sie in einen anderen Stadtteil ziehen – aber wo findet sie wieder ein Passivhaus?

Sogar ein altes Fachwerkhaus ließ sich zum Passivhaus umbauen

Wäre das also die Lösung aller oder wenigstens etlicher Energieprobleme? Heizt mit Körperwärme, spart Öl und Gas! Natürlich ist es so einfach nicht. Die Kosten sind nicht mehr das Problem. Wer ohnehin ein Haus baut, muss für ein Passivhaus pro Quadratmeter nur etwa 100 Euro zusätzlich ausgeben. Bei einer Sanierung werden pro Quadratmeter zusätzlich rund 150 Euro fällig.

Bloß gibt es in Deutschland bereits 34 Millionen Wohnungen. Jedes Jahr kommen gerade einmal eine Viertelmillion hinzu. Dass aber unter diesen nur wenige Tausend in Passivbauweise errichtet werden, ist schon erstaunlich. Noch schlechter sieht es im Bereich der Altbausanierung aus. 600.000 Wohnungen werden in Deutschland in jedem Jahr saniert – nur bei jeder Dritten davon, schätzen die Experten vom Institut für Wohnen und Umwelt in Darmstadt, geht es dabei überhaupt um den Energieverbrauch. Und allenfalls eine Hand voll erreichen das Niveau eines Passivhauses.

Möglich wäre das, sogar bei einem Fachwerkhaus aus dem 18. Jahrhundert, wie ein Münchner Architekt gezeigt hat. Bloß: Fast niemand weiß es.

Frage an Thomas Eichhorn, Leiter der Redaktion für Bautechnik bei Deutschlands führender Wohnzeitschrift: Warum berichtet Schöner Wohnen nicht über Passivhäuser?

Wie sich herausstellt, ist Eichhorn der Ansicht, dass man dieses Thema »nicht an die große Glocke hängen« solle. Passivhausbau sei eine »sehr extreme Bauweise«, findet er, und außerdem »unter ästhetischen Gesichtspunkten« fragwürdig. Eine »gewisse Rustikalität«, meint Eichhorn beobachtet zu haben, »so ’ne Holzbetontheit«. Das erstaunt, denn Passivhäuser werden längst auch aus Stahl, Beton und Glas gebaut.

Statt über Häuser ohne Heizung zu berichten, informiert Schöner Wohnen lieber über neue Trends im Heizungsdesign: durchsichtige Heizkörper!

In Deutschland, sagt der Kasseler Umweltsystemforscher und Passivhauskonstrukteur Hartmut Hübner, gebe es regelrechte Kampagnen gegen Passivhäuser; Drahtzieher, vermutet er, säßen in der Energiewirtschaft. Und dann zitiert er einige Argumente, die mit den Erfahrungen der Findorffs und ihrer Nachbarn wenig gemein haben, umso mehr aber mit dem, was auch Schöner Wohnen- Redakteur Eichhorn vorträgt: dass man sich in Passivhäusern unfrei fühle und die Fenster nicht öffnen dürfe.

Wenigstens werden die Hauseigentümer der Zukunft besser informiert. Das Publikum der Sendung mit der Maus weiß über Passivhäuser gut Bescheid.

Hartmut Hübner hat die Bewohner der ersten deutschen Passivhaussiedlung befragt, 40 Sozialwohnungen, die in Kassel im Jahr 2000 fertig gestellt worden waren. Die Leute seien rundum zufrieden, sagt er. Natürlich gibt es Gegenbeispiele. Bewohner eines Hamburger Passivhauses klagen über kalte Räume und trockene Luft. Aber das, sagt Hübner, seien Ausnahmen. Eher zufällig entdeckte er bei seiner Untersuchung eine bislang unbeachtete Methode der Passivhausheizung. Beim Versuch, herauszufinden, warum in der Siedlung einige Haushalte noch deutlich niedrigere Heizkosten hatten als andere, stieß Hübner auf eine verblüffende Erklärung: Einige Familien sahen besonders viel fern. Auch so lässt sich ein Passivhaus beheizen.

Wie sähe Deutschland aus, wenn seine Ingenieure sich schon vor Jahren daran gemacht hätten, Häuser zu optimieren? Physikalisch gesehen, besteht ein Haus aus ein paar hundert Kubikmetern Luft, umgeben von Boden, Wänden und Dach. Die gesamte Luft kann gerade mal so viel Wärme speichern wie einige Eimer voll Wasser; sie gilt es warm zu halten. Die Methoden, Wärme im Haus zu speichern, sind simpel und sehr alt. Wärmedämmung mittels gasgefüllter Hohlkörper kannte bereits das frühgeschichtliche Mesopotamien, wo Wohnräume zu diesem Zweck mit Strohmatten ausgekleidet wurden. Im 17. Jahrhundert bauten die Isländer Passivhäuser – mit meterdicken Torfrasenwänden. Das Isolierglas erfand ein Amerikaner namens Stedson im Jahre 1865. Luftwärmetauscher gibt es in der Industrie seit Jahrzehnten. Dass erst Ende des 20. Jahrhunderts aus solchen Komponenten wieder Häuser ohne Heizung entstanden, lässt sich wohl nur durch Gleichgültigkeit und den Irrglauben an unerschöpfliche Energiequellen erklären.

Andere Länder sind sehr viel weiter. In Schweden ist schon seit den achtziger Jahren Niedrigenergiebauweise vorgeschrieben. Österreich ersetzte seine Eigenheimzulage durch eine gestaffelte Förderung, die Passivhäuser am meisten begünstigt. Und Passivhauskonstrukteur Hübner baut seine Häuser inzwischen in Ungarn. Dort sei das einfacher, sagt er.

Zum Thema:
Das Passivhausinstitut www.passiv.de in Darmstadt berät Bauherren und Architekten. Die damit verbandelte Interessengemeinschaft Passivhaus ig-passivhaus.de betreibt eine sehr gute Website mit einer Datenbank bereits umgesetzter Projekte und ihrer Architekten.

 
Leser-Kommentare
  1. sollten Niedrig- und Passiv - und Nullenerigehäuser gebaut werden; ist die Technik gegeben, um wie eine Thermoskanne gebaute Häuser auch absolut gesund zu belüften und zu entwässern, dann nix wie los. Nur noch eine Frage: ist in den 56 EUR auch die Energiekostenabrechnung für den Wärmetauscher enthalten? Und wie ist es mit Verkeimung in den Luftkanälen? , ist der Austausch z.B. nach zwei bis drei Generationen möglich, oder muss früher und zu höheren Kosten als Heizungstausch renoviert werden? u.s.w.
    Wolf

    • etiam
    • 31.01.2006 um 7:34 Uhr

    Eine aktive Kühlung über die Lüftungsanlage darf nicht stattfinden - will man ein Passivhaus auch anerkannt haben, darf die Lüftungsanlage keine aktive (energieverbrauchende Kühlung) enthalten (man kann natürlich den Wärmetauscher in der Lüftungsanlage auf Sommerstellung d.h. bypass schalten - eine effektive Kühlung ist das trotz Erdwärmetauschers jedoch nicht). Bleibt also nur Verschattung (extrabillig!) oder auf die Förderung pfeiffen (bringt eh nicht viel) und sich doch eine Lüftungsanlage mit aktiver Kühlung (Abluft-Zuluft Wärmepumpe) in die Lüftungsanlage einbauen. Wenn es was bringen soll (Dauerbetrieb höchste Stufe) ist es allerdings auch ein teueres Vergnügen (eigene Erfahrung).

  2. Toller Bericht (könnte allerdings noch etwas mehr in die Tiefe gehen). Energiesparen ist im Hausbau am effizientesten (beim Passivhaus 85 % besser als jetziger Baustandart) und schafft sofort hier Arbeitsplätze.
    Die Effizienz ist bei viel höherem Komfort und nur ca. 8 % höheren Baukosten so gut wie in keinem anderen technischen Bereich. Ich frage mich warum über den Hybridantrieb so viel und über das Passivhaus so wenig berichtet wird, wo die Effizienz des Hybrids nur bei 10-20 % liegt (und z.B. bei Kleinwagen auf mehrheitlich Überlandfahrt gar nichts bringt=weil viel höheres Gewicht)
    Leider spielen beim Passivhaus Ängste mit rein (Was wenn´s doch nicht funktiert??), die am besten mit vielen Berichten über zufriedene Nutzer genommen werden können.
    Klaus

  3. Es werden nicht alle Häuser so gebaut, weil Passivhäuser unwirtschaftlich sind.

    Alle Neubauten müssen in Deutschland dem EnEV-Standard entsprechen. Laut der Deutschen Energie Agentur dena (http://www.zukunft-haus.i...) erreicht man damit eine „wirtschaftliche und kostengünstige“ Bauweise. „Der Aufwand für Wärmeschutz und Anlagentechnik macht sich im Laufe der Nutzungsdauer in jedem Fall bezahlt.“

    Um baulich den Standard „Passivhaus“ zu erreichen, ist sehr viel mehr Geld erforderlich als zum Erreichen des EnEV-Standards, aber dieses viele Geld spart nicht mehr sehr viel Heizenergie gegenüber dem EnEV-Standard, und diese Tatsache nennt man unwirtschaftlich.

    Auf der Homepage der dena sind unter anderem Einfamilienhäuser nach EnEV-Standard und Passivhaus-Standard aufgeführt. Wir vergleichen:

    EnEV-Haus: Wohnfläche 173m2, Baukosten gesamt 239.500 Euro, Energieverbrauch pro Jahr für Heizung und Warmwasser 86 kWh pro m2 und Jahr, Baukosten 1.384 Euro/m2

    Passivhaus: Wohnfläche 184m2, Baukosten gesamt 447.500 Euro, Energieverbrauch pro Jahr für Heizung und Warmwasser 24 kWh pro m2 und Jahr, Baukosten 2.432 Euro/m2

    Mehrverbrauch Energie des EnEV-Hauses in 20 Jahren: 20 x 62 kWh pro m2 und Jahr, d.h. 1.204 kWh/m2.

    Mehrkosten beim Bau des Passivhauses: 1.048 Euro/m2

    Das Passivhaus wäre wirtschaftlich bei einem Energiepreis von 1.048 / 1.204, d.h. 0,87 Euro pro kWh. Laut meiner letzten Heizkostenabrechnung kostet eine kWh Wärme 0,0543 Euro.

    Das heißt, der Energiepreis müsste auf das 16-fache steigen, damit das Passivhaus wirtschaftlich ist.

    Übrigens, die angeblichen nur 100 Euro Mehrkosten eines Passivhauses gegenüber einem EnEV-Standard-Haus sind bei z.B. 180 m2 immerhin 18.000 Euro, also ein Mittelklassewagen. Wenn man bedenkt, dass diese Mehrkosten finanziert werden müssen, zahlt der Bauherr mit Zins und Zinseszins ca. das doppelte dieser 18.000 Euro.

    Falls der Artikel aufgrund einer Pressemitteilung des Passivhausinstituts Darmstadt entstanden sein sollte, muss der Klarheit halber erwähnt werden, dass dies kein öffentliches Institut ist, sondern ein rein privates Ingenieurbüro.

  4. An Herrn achimxkoehler: die Baukosten für Ihr Musterpassivhaus finde ich mit 447.500 Euro (2.432Euro/qm) sehr hoch angesetzt. Ich habe im vergangenen Jahr ein Passivhaus gebaut (150 qm) und meine Baukosten liegen bei 1280 Euro/qm. Gemäß ihrer Rechnung ist mein Haus also doch wirtschaftlich, da mein Haus noch unter den Baukosten für Ihr Muster-EnEV-Haus liegt. Aus Ihrer Rechnung kann man also schließen, dass Passivhäuser doch wirtschaftlich sind.

    Weiterhin möchte ich den anderen Kommentaren zustimmen, die beste Art mit Energie umzugehen, ist der sparsame Umgang mit Energie. Passivhäuser sind daher der richtige Weg, da sie nur ein Minimum an Energie verbrauchen.

    Mehr Informationen über Passivhäuser in der Zeit fände ich auch gut. Nur sollten die Informationen sachlich geliefert werden und vor allem sollten auch kritische Fragen gestellt werden (Wie sieht es zum Beispiel mit der Haltbarkeit der Dämmung nach 50 Jahren aus?).

    • etiam
    • 30.01.2006 um 13:22 Uhr

    Kein Wunder, dass es sich hier um sozialen Wohnungsbau handelt - da muss man die Baukosten ja auch nicht aus eigener Tasche zahlen - ich habe gerade einen Haubau hinter mir und mir im Vorfeld versucht auszurechenen, ob sich ein Passivhaus amortisiert - Ergebnis vorher: NEIN!, Ergebnis nachher: SICHER NEIN!
    Ich wohne mittlerweile in diesem Haus: Heizkosten mit Wärmepumpe ca. 450€/250qm x Jahr. Verglichen mit einem Passivhaus haue ich also etwa 300-350€ /a zum Fenster raus (verglichen mit einem Nachbarn, der passiv gebaut hat eher weniger). Die Mehrkosten von 100€/qm also hier 25T€ hab ich also in etwa 75 Jahren drin - und die 100€ stimmen ja auch nur, wenn ich architektonisch im Normbereich liege (schon mal eine verglaste Fassade aus Passivhausfenstern bezahlt?)
    Zu allem Überfluss sind die Mehrkosten heute zu tragen (i.d.R.fremdfinanziert) die Heizkosten aber erst in Jahren.
    FAZIT: man kann sich auch zu tode dämmen!

  5. Vielen Dank für diesen spannenden Artikel. Mein nächstes Haus (das zweite) wird auf jeden Fall ein Passivhaus oder sogar ein Null-Energiehaus.
    Und wenn schon so effizient mit der Energie umgegangen wird, dann bitte richtig: Möglichst nachwachsende Rohstoffe für die Baumaterialien (das darf ruhig "holzig" sein) und die Rest-Energieversorgung (Holzpellets! + Solarthermie + Wärmepufferspeicher) für Warmwasser und Heizen bitte CO2-neutral. Am schönsten wäre natürlich die komplette Unabhängigkeit vom Strom- und Wassernetz, aber das sind dann wohl zuviele Wünsche. Dann wären Lustreisen für Kommunalpolitiker seitens EVU´s auch nicht mehr förderbar!

  6. Wenn ich jetzt schon ein Haus bauen wuerde, ich wuerde wohl ernsthaft ueber ein Passivhaus nachdenken, nur leider bin ich noch ein Jahrzehnt davon entfernt..... .
    Im Gegensatz zu Thomas Eichdorn bin ich sehr Wohl der Meinung, dass man dieses Thema an die ,,grosse Glocke haengen" sollte.... .
    Ich persoenlich denke, heutzutage werden Menschen und Industriezweige durch Weiterentwicklung in Forschung und Technik hinfaellig bzw. verlieren an Wichtigkeit. Warum sollte das nicht auch fuer einen Teil der Energiewirtschaft zutreffen? Natuerlich gefaellt das vielen betroffen nicht, nur Schade, dass selbst Zeitungen, die darin eigentlich das Potenzial zur Verbesserung des privaten Hausbaus sehen sollten, dies nicht tun und im Gegenteil sogar noch aus mir nicht bekannten Gruenden abwertend kommentieren.
    Interessante technische Informationen usw. fand ich auf der Seite der Informations-Gemeinschaft Passivhaus Deutschland www.ig-passivhaus.de, fuer Interessierte sehr zu empfehlen.
    Ich schliesse mich somit Dr. Frank Freienkamp an und hoffe, dass die Zeit in Zukunft mehr darueber berichten wird und kann.
    Viele Gruesse,

    Kai Schulze, Santiago

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