Medien-Spezial Verstehen oder verachtenSeite 5/5
Die Phase der produktiven Verunsicherung des Journalismus und des unausgesprochenen Fairness-Abkommens mit der Großen Koalition könnte dem politischen Journalismus helfen, neben dem jagenden und destruktiven auch seinen verstehenden und beschreibenden Stil weiterzuentwickeln. Dann hätten die bösen Absichten doch noch ein gutes Ende gefunden.
- Datum 26.01.2006 - 13:00 Uhr
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- Quelle DIE ZEIT 26.01.2006 Nr.5
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Sehr geehrter Herr Ulrich,
interessanter Beitrag, nur: Wo sind Ihre Quellen und Belege?
Sie schreiben, es sei "Fairness" bei den Journalisten während der Koalitionsverhandlungen eingetreten.
Wo ist ein Beweis dafür?
Es mag ja stimmen, daß Fairness eingetreten ist, aber beweisen müssen Sie es trotzdem.
UNd definieren, was bitte schön ist Fairness während Koalitionsverhandlungen?
Wie gesagt, Sie mögen weitgehend Recht haben, aber ein Beweise müssen schon her.
P.S. Finde es übrigens sehr angenehm, die Zeit im Internet zu lesen.
SPD und Grüne sind von der Verleger-Presse (Springer, Bertelsmann, Burda, Spiegel, ZDF, regionale Verlage, etc.) im letzten Bundestagswahlkampf 'niedergemacht' worden. Merkel wurde in einer unvorantwortlichen Art und Weise 'hochgejubelt'. 45 minus 10 und 29,6 Prozent. Da war die Enttäuschung groß. Nach der Wahl zur Kanzlerin wird einfach weitergejubelt. Das nennt sich dann Demokratie.
Das Journalisten nicht mehr in der Partei sind, das mag stimmen. Dafür laufen aber Heerscharen von Journalisten durch die Gegend, die eindeutig der Union, zum Beispiel der Konrad-Adenauer-Stiftung, sehr eng verbunden sind. Beim ZDF gibt es keine Politik-Journalisten, die nicht einer konservativen Politik verpflichtet sind. Leser brauchen sich nur einmal die Vita von Frau Schausten anzuschauen, z.B.
Journalisten haben heute Angst um ihren Job. Eine falsche Zeile über Merkel und sie sind weg. Karriere können Journalisten nur machen, wenn sie angepaßt schreiben oder sprechen. Selbst bei ARD und beim Aust-Spiegel.
Frieden herrscht im Moment dann, wenn Merkel 'glänzen' kann. Schröder und Fischer wurden von der Verleger-Press weggeschrieben. Dafür haben wir nun eine weinig kompetente FDJ-Sekretärin als Kanzlerin, über deren DDR-Biografie nicht wirklich informiert wird.
Wenn Merkel die Freiheit liebt, dann können sich alle ehemaligen DDR-Bürgerrechtler nur wundern. In der ehemaligen DDR hat Merkel 'keine Hand' für Freiheit und Bürgerrechte gerührt.
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