IslamAllah und der Humor

Eine Zeitung in Dänemark druckte Karikaturen mit dem Propheten Mohammed. Jetzt brennen im Nahen Osten dänische Fahnen von 

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Kopenhagen

Der Mann, der Dänemark in eine internationale Krise katapultiert hat, sitzt in seiner gemütlichen Wohnküche und versteht die Welt nicht mehr. Kåre Bluitgen hat einen Konflikt ausgelöst, der Botschaftern und Regierungschefs mehrerer Länder den Schlaf raubt. In der vergangenen Woche wurde der saudi-arabische Botschafter aus Kopenhagen abgezogen. Am Montag gingen bei der dänischen Tageszeitung in Kopenhagen Bombendrohungen ein. In Gaza stürmten bewaffnete Palästinenser ein Büro der EU, andere verbrannten dänische Fahnen. Die Hamas hat zum Boykott dänischer Produkte aufgerufen. »Wir verkaufen keine Waren aus Dänemark«, verkünden Supermärkte in Saudi-Arabien. All das begann damit, dass Kåre Bluitgen dänischen Kindern den Islam erklären wollte.

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Bluitgen, ein jovialer Mittvierziger in Jeans und Kapuzenpullover, ist einer der erfolgreichsten Kinderbuchautoren Dänemarks. Er engagiert sich für die Dritte Welt, lebt seit Jahren in Kopenhagens Multikulti-Viertel Norrebro und schickt seine Kinder aus Prinzip auf die lokale Schule mit hohem Immigrantenanteil. Jetzt ist er eine Hassfigur für viele Muslime. Wie es dazu kam, ist eine weit über Dänemark hinaus lehrreiche Geschichte.

Pakistanisches Kopfgeld auf dänische Karikaturisten

Im vergangenen Sommer war bekannt geworden, dass Bluitgen keinen Illustrator für sein jüngstes Buchprojekt finden konnte: das Leben des Propheten Mohammed, für Kinder erzählt. Den Propheten abzubilden ist im Islam untersagt, doch erstens ist Dänemark ein säkulares Land, zweitens hatte Bluitgen beste Absichten. Trotzdem hatten die angefragten Zeichner verängstigt abgewinkt. Der Mord an dem niederländischen Islamkritiker und Filmemacher Theo van Gogh durch einen islamischen Fundamentalisten hatte auch die dänische Künstlerszene verunsichert.

So viel Zaghaftigkeit rief Flemming Rose auf den Plan, den Kulturchef der größten dänischen Tageszeitung Jyllands-Posten. Rose bat die namhaftesten Karikaturisten des Landes, den Propheten Mohammed zu zeichnen. Er habe in Erfahrung bringen wollen, sagt Rose, »wie weit die Selbstzensur in der dänischen Öffentlichkeit geht«. Vierzig Zeichner wurden angefragt, zwölf sandten Karikaturen ein, die Ende September in der Wochenendausgabe der Zeitung veröffentlicht wurden. Die provokanteste Karikatur zeigte den Propheten mit einem Turban in Form einer Bombe. Auf einer anderen werden verdutzte Selbstmordattentäter beim Eingang ins Paradies mit den Worten abgewiesen: »Uns sind die Jungfrauen ausgegangen.« Wieder andere verspotteten die Motive der Zeitung. »Die Kulturredaktion der Jyllands-Posten ist ein Haufen konservativer Provokateure«, lautete eine Unterzeile.

Leserkommentare
    • vdh
    • 01. Februar 2006 14:41 Uhr

    Die Islamisten und die schweigende/wegsehende/weghörende Mehrheit der Muslime hat dem Abendland den Kulturkrieg erklärt. Nicht allein die christlichen Gläubigen sind gemeint: Mozart, Heine, Shakespeare, Rembrandt, hollywood - an alle diese Adressen richtet sich die Wut.
    WIR sind im VISIER!
    Man kann nur hoffen, daß in noch erlebbbarer Zeit ein abendlänidischer Usama bin Laden auftaucht und zum Gegenangriff bläst. Kein Rattenfänger vom White House. Jemand vielmehr, dem unsere gesamte Kultur verteidigenswert ist. Auch wenn's dies oder jenes Opfer kostet.

  1. Heute hat sich France-Soir ganz offen zur Presse- und Meinungsfreiheit geäußert und die Karikaturen auf die erste Seite gestellt, mit einer weiteren: Siehst Du, sagt da Jesus zu Mohammed, so machen sie es auch mit uns! Nur dass die Christen und Juden nicht hasserfüllt auf die Strasse rennen und Fahnen verbrennen! Mag sein, dass es in islamischen Staaten nicht angebracht ist, derartige, eigentlich harmlose, Karikaturen zu veröffentlichen, aber in den Staaten der EU ist es erlaubt! Hier gelten die Grundrechte und nicht die Scharia. Wo bleibt der energische Widerstand gegen die gesteuerten "Demonstrationen" der Mullahs und ihrer Verbände? Wo kommen wir denn hin, wenn wir uns vorschreiben lassen, was in unserem Ländern zu gelten hat und was nicht? Im übrigen ist diese muslimische Kampagne eine hervorragende Ablenkung von den wirklichen Schwierigkeiten in ihren Ländern.

  2. ich würde es begrüßen, wenn alle Zeitungen in Deutschland die Karikaturen von Mohammed aus der dänischen Presse drucken würden. Es ist unglaublich, dass wir unsere Pressefreiheit beschneiden lassen sollten. Wehret den Anfängen! Diese Karikjaturen beinhalten nichts, was wir nicht auch über den Papst oder Jesus und andere Propheten bringen würden. Es ist nicht zu akzeptieren, dass Zeitungen und ganze Länder in diesem Maße unter Druck gesetzt werden. Wir dürfen die dänischen Zeitungen in ihrem Kampf um die Pressefreiheit nicht allein lassen, denn was dort passiert hat auch Auswirkungen auf uns.

    Mit freundlichen Grüßen

    Lisa Ahlers

  3. Die Reaktion der Muslime in Däneark sowie in ihren Heimatländern ist einfach lächerlich. Wieviel US-Flaggen werden denn dort täglich verbrannt? Wie oft wird unsere Kultur von diesen Menschen beleidigt? Wie oft werden selbst Menschen wie ich als Bewohner der westlichen Welt von irgendwelchen Leuten beleidigt, die es nicht mal fertig bringen mehr als nur das nachzuplappern, was sie im allwöchentlichen Freitagsgebet zu hören bekommen?

    Wieviel Menschen leben eigentlich hier, die sich im westliche Leben sauber eingerichtet haben, es aber bei jeder sich bietenden Gelegenheit in den Schmutz ziehen?

    Wie Muslime in Arabien oder wo auch immer auf die Zeichnungen reagieren sei ihnen überlassen. Die Intolleranz und Humorlosigkeit von diesen Menschen können und dürfen wir nicht beeinflussen. Der Aufstand, der nun aber in Europa und speziell Dänemark angezettelt wird ist aber fehl am Platz.

    In Europa gibts zum Glück Presse- und Meinungfreiheit, ein Konzept, das halt nicht nur Hasspredigern und radikalen Zeitungen sondern auch dem Rest der Welt das Recht gibt seine Meinung zu verbreiten. Es gilt was immer gilt, wenn man in einer fremden Kultur lebt: gefällt es einem nicht, so kann man jederzeit gehen.

    • kb26919
    • 01. Februar 2006 15:07 Uhr

    Es ist mehr als traurig dass wir uns sagen lassen muessen worueber wir lachen duerfen.Was kommt danach? Ein Boykott der Muslime _von denen ich garnicht wusste dass sie alle die daenischen Zeitungen lesen- in dem alle westlichen Waren von den Regalen genommen werden weil wir diese Karikaturen gut fanden?

  4. Es ist schon traurig, welches Erbe der nächsten Generation da aufgebürdet wird. Viel konnte man eh nicht von der Generation der Schulabbrecher und Schöngeister erwarten. Nachdem sie in den letzten 20 Jahren sowohl die Wirtschaft des Landes, unsere einstmals erstklassigen Bildungsinstitutionen, den Forschungsstandort und die innere Sicherheit (vor allem bei den Kriminalitätsraten) haben herunterkommen lassen, wird jetzt unter den Kampfbegriffen Integration und Toleranz die Demokratie und Pressefreiheit zerschlagen.

    Das die 68 vor einer totalitären Bedrohung bedingunglos kapitulieren würden war ja schon vor 20 Jahren absehbar (Man erinnere sich an den "Lieber Rot als Tot"-Slogan). Jetzt ist es soweit, das diese Leute in vorauseilendem Gehorsam gegenüber einer 5 % Minderheit von Journalisten fordern, sich für die Pressefreiheit zu entschuldigen. Das Künstler und Journalisten, die den Moslems misfallen auf offener Straße umgebracht werden, daran haben wir uns ja schon gewöhnt (z.B. van Gogh, Fortuyn). Neu ist, das inzwischen schon die arabischen Staaten begriffen haben das sie die Europäer zwingen können, statt freiheitlicher Gesetze zumindest in Teilen der Scharia zu gehorchen.

    Eine schöne Zukunft, auf die wir da zusteuern!

  5. Warum druckt die ZEIT die Karikaturen nicht? Und warum habe ich 1h in Google suchen müssen, ehe ich eine Seite gefunden hatte, wo sie eingestellt waren? Wir sind doch in den Augen der Muslime Feiglinge, wenn wir uns so verhalten, wie zur Zeit. Wenn ein Großteil der Zeitungen in Europa etwas Courage zeigen würde und die Zeichnungen druckte, ständen die Dänen auch nicht alleine da.
    Ich habe jedenfalls per Rundmail die Karikaturen an alle Bekannte verteilt. Wenn die Presse versagt, kann das Internet helfen.

    • kurtvw
    • 01. Februar 2006 15:23 Uhr

    die Wurzel des Islams, den Koran, auf unseren, europäischen Prüfstand zu stellen! Denn was in den Köpfen von Moslems vor sich geht und ihr Handeln bestimmt, hat seine Grundlage eben darin.

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