BMW.de: Gesperrt

Wer das Wort Neuwagen in die Suchmaschine Google eingab, gelangte in den vergangenen Wochen auffällig oft auf die Seiten des Automobilherstellers BMW. Damit war am Wochenende Schluss. Die Seite www.bmw.de kam auf den Index. Und das heißt: Sie wird nicht mehr als Treffer gelistet. Google warf den Bayern Manipulation vor. Wie Google angibt, hatte der Autohersteller in seine Internet-Seiten so genannte doorway pages benutzt, um möglichst an erster Stelle genannt zu werden, wenn sich jemand für Neuwagen interessiert und diese mit Hilfe von Google sucht. BMW ließ daraufhin verlauten, seine beanstandeten doorway pages seien schon seit einigen Tagen nicht mehr online, und bestreitet Manipulationsabsichten.

Doorway pages können Suchmaschinen irreleiten, indem sie Schlüsselbegriffe, in diesem Fall Neuwagen, hundert- oder tausendfach auf einer Internet-Seite nennen. So kann eine hohe Platzierung in den Suchergebnissen bei Google gelingen. Normale Nutzer werden dann, ohne dass die doorway page für sie in Erscheinung tritt, zum Auftraggeber der Manipulation umgeleitet. In diesem Fall zu BMW.

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Solche Fälle sind freilich keine Seltenheit. Im Gegenteil. Wir sperren täglich Unternehmen aus, sagt ein Google-Sprecher. Außer BMW seien derzeit der Kamerahersteller Ricoh und das Internet-Portal automobile.de nicht mehr bei Google zu finden. Wir gehen dagegen vor, egal, wie groß das Unternehmen ist. Google versucht damit seinen Ruf als neutrale Suchmaschine zu schützen.

 
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