Berlinale »Mein Mythos, was ist das?«Seite 4/4

Im Grunde, sagt sie, interessiere sie sich nicht mehr für die Menschen. »Ich interessiere mich ja nicht mal für mich selbst. Was soll ich tun? Mir die Nägel machen? Ich gehe nie zum Friseur und nicht ins Restaurant, dieser ganze Gesellschafts-kram geht mir nur auf die Nerven. Alles vorbei. Ein für alle Mal!« Je weniger sie mit BB zu tun haben will, desto mehr wird sie von ihr eingeholt. Man kann das traurig oder tragisch nennen. Aber es ist auch faszinierend. Nach zwei Stunden füllt ihr Mythos den Raum jedenfalls bis zur Decke aus.

Caramel schläft. Die Gläser sind leer. Bardot erhebt sich. Sie entschuldigt sich, dass sie die Besucherin wegen ihrer Hüftarthrose nicht zur Tür bringen könne. Wenn sie steht, wirkt sie groß und irgendwie würdevoll. Noch eine Frage: Wann genau kam sie auf die Idee, mit BB abschließen, sich von ihr lossagen zu können? Sie überlegt kurz. »Direkt nach meinem letzten Film, 1973, in dem Moment, als ich ›Stopp!‹ sagte und das Spektakel aufhörte. Es war der Moment«, sagt sie, »in dem ich kein Phänomen mehr war.«

 
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