Nur weil jungen Menschen das Arbeitslosengeld II gekürzt werden soll, schlägt in Deutschland einmal wieder die Stunde der Bedenkenträger. Es sei ungerecht, sagen sie, die öffentlichen Kassen ausgerechnet zulasten der Jugendlichen zu sanieren. Ja, aber zu wessen Lasten sonst? Schließlich haben arbeitslose Jugendliche einen ganz entscheidenden Vorteil: Sie können ihren arbeitslosen Eltern auf der Tasche liegen. Zugegeben: Ausbildungsplätze und Jobs sind hierzulande trotz steigender Gewinne rar. Eine Stelle zu finden bedeutet fast so viel wie ein Sechser im Lotto. Aber ein bisschen Glück gehört bekanntlich immer zum Erfolg. Somit muss einfach festgehalten werden: Danke, Münte, für so viel Großzügigkeit: Schließlich bleiben 8,90 Euro pro Tag fürs Leben. Und die sollten nun wirklich reichen - jedenfalls wenn man jung und chancenlos ist im wohlhabenden Deutschland.