Aus Großbritannien ist ein Rekord zu vermelden. Es ist ein Schuldenrekord: Im Jahr 2005 war die Schuldenlast der britischen Privathaushalte größer als das Bruttoinlandsprodukt. Das ergeben Zahlen, die Anfang der Woche von der Bank of England veröffentlicht wurden. Mit Produkten und Dienstleistungen erwirtschafteten die Briten im vergangenen Jahr 1,13 Billionen Pfund, rund 1,8 Prozent mehr als im Vorjahr. Die Privatverschuldung stieg dagegen um 10,2 Prozent auf 1,16 Billionen Pfund. Simon Rubinsohn von der Investmentbank Gerrard nennt die Schuldenlast einen wirtschaftlichen Eisberg, der das Wachstum schwer beeinträchtigen könnte. Rund zwei Drittel der Schulden wurden durch Hypotheken angehäuft. Der Immobilienmarkt ist derweil weiter stabil und erreicht einen Gesamtwert von über drei Billionen Pfund.