Bevölkerung: Saudi-Arabien hat gut 23 Millionen Einwohner. Rund acht Millionen von ihnen sind legal im Land lebende Ausländer, zumeist Gastarbeiter aus vorderasiatischen und schwarzafrikanischen Ländern. Die ursprüngliche Bevölkerung besteht fast ausschließlich aus Arabern, neben den heimischen Saudis sind es Ägypter, Jordanier und Palästinenser. Etwa ein Zehntel der Saudis lebt nach wie vor als Nomaden.

Königshaus: Seit der Unabhängigkeit und der Staatsgründung im Jahre 1932 durch Ibn Saud wurde das Königreich von sechs Monarchen aus dem Hause Saud regiert. Es gibt bis heute keine legale Opposition, nicht einmal eine Regierungspartei. Der jetzige König Abdallah Ibn Abd al-Aziz trat sein Amt am 2. August 2005 an. Der damals schon 82-Jährige setzte ein Zeichen, auf das die sittenstrengen wahhabitischen Religionsgelehrten wütend reagierten. Am Tag nach der Baia, der Huldigung, die ihn zum König machte, empfing er eine Gruppe von Frauen und ließ das Treffen im Fernsehen zeigen.

Wirtschaft: Saudi-Arabien ist der größte Förderer und Exporteur von Rohöl weltweit. Das Land verfügt über ein Viertel der bekannten Ölreserven der Erde und ist der wichtigste Lieferant der Vereinigten Staaten. Im Jahr 2004 betrug der Erlös aus Erdöl und Erdölprodukten umgerechnet 70 Milliarden Euro.

Rechnerisch ergibt das ein Pro-Kopf-Einkommen von monatlich 8000 Euro. Zudem verfügt das Land noch über andere Rohstoffe wie Gold, Kupfer, Zink und Phosphat.

Der Tourismus bildet eine wichtige, wenn auch weit geringere Einnahmequelle.

Mehrere Millionen Pilger aus aller Welt kommen jedes Jahr zur Hadsch nach Mekka mit der Kaaba, dem wichtigsten Heiligtum des Islams. Medina mit dem Grab des Propheten Mohammed gilt als die zweitheiligste Stadt des Islams und ist damit ebenfalls ein bedeutender Pilgerort.