Entwicklungshilfe kann die Geburtenrate in armen Ländern erhöhen. Diese unbeabsichtigte Nebenwirkung haben britische Forscher in Äthiopien untersucht. Einige Dörfer hatten eine Wasserleitung bekommen, sodass die Frauen nicht mehr bis zu 30 Kilometer täglich laufen mussten, um Wasser zu holen. Dennoch verbesserte sich weder ihre Gesundheit noch ihre Ernährung - allerdings stieg die Geburtenrate. Die Forscher schlossen daraus, dass die Kraftersparnis zu häufigeren Schwangerschaften führt, wenn nicht gleichzeitig der Zugang zu Verhütungsmitteln verbessert wird. Da die Nahrung in der Gegend ohnehin knapp ist, nahm mit der Geburtenrate auch die Unterernährung der Kinder zu (PLoS Medicine, Bd. 3, S. 87).

Lärm verstärkt die Wirkung von Ecstasy. Das fanden italienische Forscher in Experimenten an Ratten heraus. Eine geringe Dosis veränderte die Hirnaktivität nur, wenn gleichzeitig extrem lautes Rauschen ertönte. Bei einer hohen Dosis verlängerte der Krach die Ecstasy-Wirkung von einem auf fünf Tage (BMC Neuroscience online). Der Befund gelte vermutlich auch für Mensch und Techno.

Kugelblitze im Labor haben israelische Forscher hergestellt. Sie schickten die Energie aus der Magnetfeldröhre einer handelsüblichen Mikrowelle durch einen Stab in einen Würfel aus Glas, Silizium, Germanium und Aluminiumoxid.

Der Quader schmolz an einer kleinen Stelle, sodass die Forscher mit dem Stab einen heißen Tropfen herausziehen konnten. Dieser Minikugelblitz mit einem Durchmesser von drei Zentimetern unterschied sich nicht grundsätzlich vom natürlichen Vorbild. Er enthielt Plasma - in seinem Innern beobachteten die Forscher chemische Oxidationsvorgänge und Verbrennungsprozesse (Physical Review Letters, Bd. 96, 45002).

Kröten bekommen lange Beine, wenn sie einen neuen Kontinent besiedeln. Junge Populationen der giftigen Aga-Kröte, die bereits weit ins Innere von Australien vorgedrungen sind, haben längere Gliedmaßen als alte Populationen an der Küste. Lange Beine sind ein Selektionsvorteil im Wettlauf um neuen Lebensraum - an der Invasionsfront setzen sich deshalb Tiere mit längeren Extremitäten durch. Die Kröten erobern mittlerweile wesentlich schneller Neuland als noch vor fünfzig Jahren. Damals schafften die Eindringlinge gerade mal zehn Kilometer pro Jahr, heute kommen sie fünfmal so schnell voran (Nature, Bd. 439, S. 803).